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Radfahrer © Pink Badger

Gesunde Mobilität – Bewegung leicht gemacht

Wir leben in einer Zeit, die von Mobilität geprägt ist. Noch nie war es so einfach, rasch und bequem, von einem Ort zum andern zu kommen: für den Arbeits- oder Schulweg, für Einkäufe, um Freunde zu besuchen, für Freizeitaktivitäten etc. Die meisten Strecken werden mit motorisierten Verkehrsmitteln zurückgelegt, ohne dass man selbst viel Bewegung machen muss. Bewegungsmangel ist in der Bevölkerung sehr verbreitet und eine Ursache für viele Gesundheitsprobleme. Nur etwa ein Fünftel der Jugendlichen und ein Viertel der Erwachsenen in Österreich bewegen sich so oft und so viel, dass es für die Gesundheit gut ist. 

„Aktive Mobilität" im Alltag bietet die Chance, etwas Gutes für die Gesundheit zu tun. Unter „Aktiver Mobilität“ wird jede Fortbewegung von „A“ nach „B“ aus eigener Muskelkraft verstanden. Dazu gehören vor allem Zufußgehen und Radfahren, aber auch Laufen oder die Fortbewegung mit Inline Skates, Skateboards, Tretrollern bzw.  Scootern.

Eine Voraussetzung für sichere „Aktive Mobilität“ im Alltag ist die geeignete Infrastruktur, um von „A“ nach „B“ zu kommen, z.B. sichere Radwege und Schulwege, Fußgängerzonen oder absperrbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Mindesten 150 Minuten Bewegung pro Woche

Regelmäßige Bewegung hat viele positive Wirkungen auf den Körper. Expertinnen/Experten
empfehlen mindestens 150 Minuten (zweieinhalb Stunden) Bewegung pro Woche mit mittlerer Intensität. Das bedeutet, während der Bewegung kann noch gesprochen, aber nicht mehr gesungen werden. Idealerweise sollte die Aktivität auf möglichst viele Tage der Woche verteilt werden, z.B. jeden Tag mindestens 20 Minuten Bewegung. Mehr Informationen finden Sie in den Bewegungsempfehlungen (Fonds Gesundes Österreich).

Es muss nicht immer Sport sein! Durch „Aktive Mobilität“ kann das gesunde Bewegungspensum genauso erreicht werden, wie durch sportliche Aktivitäten – „Aktive Mobilität“ ist im Alltag sogar leichter umsetzbar!

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass vor allem das stundenlange Sitzen tagaus, tagein nicht gut für den Körper ist. Wer dann ein-, zweimal in der Woche intensiv Sport betreibt und sich dabei übermäßig verausgabt, kann der Gesundheit mehr schaden als nutzen. Besser ist es, über die Woche bzw. den Tag verteilt dem Körper Bewegung zu gönnen, ohne sich zu überanstrengen. Zum Beispiel durch gesunde Bewegung im Alltag.

Mehr Mobilität durch Muskelkraft

Verkehr und Mobilität sind eine ideale Verbindung, um einfach und wirkungsvoll mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Jede vierte zurückgelegte Strecke in Österreich ist ein Arbeitsweg. Rund ein Drittel der Arbeitswege sind kürzer als fünf Kilometer. Viele Wege können leicht mit dem Rad oder zu Fuß bewältigt werden. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche auf dem Weg in die Schule.

Radfahren und zu Fuß gehen

Das am meisten genutzte Verkehrsmittel sind laut Verkehrsstatistik die eigenen Beine: Fast
jede/jeder geht bei den alltäglichen Erledigungen – zumindest eine kurze Strecke – zu Fuß. Das Gehen ist gesund und hat im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln die geringsten negativen Effekte auf die Umwelt.

Vor allem für ältere Menschen ist zu Fuß gehen oft die wichtigste Möglichkeit im Alltag, Wege zu erledigen. Der zeitliche Umfang dieser Aktivität lässt sich leicht ausbauen, um mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Auch Radfahren ist eine Form der Mobilität, die Gesundheit fördert. Wer Bewegung liebt, benützt auch Inline-Skates, Scooter, Skateboard und Co. für Alltagswege. Bei längeren Fahrtstrecken können körperliche und motorisierte Mobilität kombiniert werden, z.B. zu Fuß oder mit dem Rad zur Bus- oder Bahnstation und anschließend das letzte Stück zu Fuß oder mit dem Leihrad zum Ziel.

Welche Vorteile hat „Aktive Mobilität“ für mich?

  • Mehr Gesundheit und eine höhere Lebensqualität durch regelmäßige Bewegung: Studien zeigen, dass der Nutzen „Aktiver Mobilität“ für die Gesundheit den möglichen Risiken durch Unfälle oder Umweltbelastungen überwiegt. Die positive Effekte sind rund siebenmal höher als die negativen!
  • Mehr Kalorienverbrauch, geringeres Körpergewicht: Personen, die regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind, wiegen um durchschnittlich vier Kilo weniger als Personen, die regelmäßig das Auto benutzen.
  • Zeit und Geld sparen: Alltagsbewegung mit dem eigenen Muskelantrieb kostet fast nichts, benötigt keine speziellen Fitnessgeräte und bedarf keines großen Zeitaufwands. In der Stadt ist man mit Rad, zu Fuß und den Öffis oft schneller als mit dem privaten Auto am Ziel. 

„Aktive Mobilität“ entlastet die Umwelt

Sich mit der eigenen Muskelkraft fortbewegen, vermeidet Umweltbelastungen wie LärmFeinstaub oder Stickstoffoxide, die durch den Kfz-Verkehr mit Verbrennungsmotoren verursacht werden. „Aktive Mobilität“ und die Nutzung von umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Beitrag zur Senkung der Emissionen des Treibhausgases CO2.

Auf „Aktive Mobilität“ umstellen

Wer sich vornimmt, öfter mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen, muss mitunter zuerst die eigenen Gewohnheiten überdenken. Selten klappt es von einem Tag auf den anderen, z.B. für den Arbeitsweg vom Auto aufs Rad umzusteigen. Zunächst gilt es eine gute Strecke zu finden, das Fahrrad sicher abzustellen etc. Doch wer einen Anfang gesetzt hat, kann Schritt für Schritt aktiver mobil sein.

Verschiedene Angebot, Aktionen und Projekte tragen dazu bei, gesunde „Aktive Mobilität“ im Alltag umzusetzen, z.B.

  • in der Schule und im Kindergarten
  • am Arbeitsweg und im Beruf oder
  • in der Gemeinde oder in der Stadt.

Hinweis Die Broschüre Aktive Mobilität bietet einen Überblick über verfügbare Informationsmaterialien und Projekte zum Thema aus unterschiedlichen Bereichen.

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