Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Skelettszintigraphie © Michael Lehner zur Verfügung gestellt von Klinikum Wels-Grieskirchen

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung des Skeletts. Dabei wird eine radioaktive Phosphatverbindung in eine Vene gespritzt, die sich am Knochen anreichert. Mittels einer Gammakamera lassen sich Gebiete mit vermehrtem Knochenstoffwechsel und/oder vermehrter Durchblutung nachweisen. Derartige Herde vermehrten Knochenumbaus können ein Hinweis auf Knochenbrüche, Knochentumoren, Metastasen oder Entzündungen sein . . .

Wann ist eine Skelettszintigraphie erforderlich?

Die Skelettszintigraphie dient dem Nachweis von Knochengebieten mit vermehrtem Stoffwechsel. Das ist immer dort der Fall, wo Knochen ab- oder aufgebaut wird oder bei akuten oder chronischen Skelettmetastasen (Krebserkrankungen). In der Unfallchirurgie dient die Skelettszintigraphie dem Nachweis von frischen Knochenbrüchen, die sich mit herkömmlichen Röntgenmethoden nicht feststellen lassen. Auch Knochentumoren und -entzündungen lassen sich mittels Szintigraphie nachweisen.

Wenn eine Szintigraphie aus medizinischen Gründen erforderlich ist, stellt die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt eine Überweisung zu einer Fachärztin/einem Facharzt für Nuklearmedizin aus.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Für eine Skelettszintigraphie sind keine Vorbereitungen erforderlich.

Hinweis Sollten Sie schwanger sein bzw. ist eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit auszuschließen, oder wenn Sie stillen, teilen Sie dies vor der Untersuchung unbedingt der behandelnden Ärztin/dem Arzt mit. In diesen Fällen wird – außer es liegen schwerwiegende Gründe vor – auf eine Untersuchung mit radioaktiven Substanzen verzichtet, um das ungeborene Kind nicht dem Risiko einer Schädigung durch radioaktive Strahlung auszusetzen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Ärztin/der Arzt spritzt das Radiopharmakon in eine Armvene. Je nach Fragestellung werden entweder gleich nach der Injektion, ansonsten nach ca. zwei bis drei Stunden, Aufnahmen der gewünschten Körperregion oder Ganzkörperaufnahmen gemacht.

Zwischen Injektion und Aufnahme sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen und häufig die Blase entleeren. Dies hält die Strahlenbelastung für den Körper niedrig. Während der Aufnahme sollten Sie Bewegungen vermeiden und auf eine entspannte Atmung achten! Bei Kleinkindern kann deswegen eine Sedierung oder Kurznarkose für die Dauer der Untersuchung notwendig sein.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen können auftreten?

Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei, und es treten auch keine Nebenwirkungen durch das Radiopharmakon auf. Aufgrund der geringen Strahlenbelastung ist die Untersuchung mit entsprechend niedrig dosierter radioaktiver Substanz auch bei Kindern möglich.

Wohin kann ich mich wenden?

Eine Skelettszintigraphie kann in speziellen Instituten bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Nuklearmedizin oder in Krankenhäusern mit nuklearmedizinischer Abteilung durchgeführt werden. Eine Überweisung durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt ist erforderlich.

Die Untersuchung selbst nimmt eine Radiologietechnologin/ein Radiologietechnologe unter ärztlicher Aufsicht vor. Zunächst wird ein venöser Zugang durch eine Ärztin/einen Arzt gestochen und dann das Radiopharmakon verabreicht. Nach Erstellung der Bilder folgt die Befundung durch die Fachärztin/den Facharzt für Nuklearmedizin.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Nuklearmedizin in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  • Krankenhäuser mit nuklearmedizinischer Abteilung in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Skelettszintigraphie benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Szintigraphie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse