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Frau hält ihre Hände vor die Beine © kei907

Vulvaveränderungen

Krankhafte Veränderungen im Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane kommen in verschiedensten Formen vor. Diese reichen von unangenehmen, aber relativ harmlosen Entzündungen über Rück- bzw. Fehlbildungen, Geschwüre, Verletzungen und Zysten bis hin zu gut- oder bösartigen Tumoren. Viele dieser Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten – selbst bei Kindern und Jugendlichen.

Die Vulva besteht aus dem Schamhügel, den kleinen und großen Schamlippen, der Klitoris und dem Scheidenvorhof. Veränderungen können im Rahmen regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen bei der Frauenärztin/beim Frauenarzt oft frühzeitig erkannt werden. Durch eine entsprechende Behandlung lassen sich vielfach schwere Verläufe und Komplikationen verhindern.

Krankheitsformen & Symptome

Vulvaveränderungen können in verschiedenen Formen vorkommen, v.a.:

  • Vulvaentzündung (Vulvitis),
  • Vulvadystrophie und Craurosis würde ich unter
  • Lichen sclerosus et atrophicus subsummieren
  • Rückbildung der Vulvahaut (Vulvadystrophie),
  • Fehlbildungen der Vulvahaut (Craurosis vulvae),
  • Verletzungen,
  • Zysten sowie
  • gut- und bösartige Tumoren.

Je nach zugrunde liegender Erkrankung können vielfältige Beschwerden im Genitalbereich auftreten, z.B.:

  • Juckreiz,
  • Brennen,
  • Schmerzen,
  • Schwellung,
  • Rötung,
  • verstärkter Ausfluss sowie
  • Knötchen oder Wucherungen.

Darüber hinaus können die Leistenlymphknoten geschwollen sein. Auch Fieber ist möglich.

Diagnose

Eine zentrale Rolle spielen Anamnese und gynäkologische Untersuchung. Nähere Informationen finden Sie unter Der Frauenarztbesuch. Gegebenenfalls folgt eine Betrachtung der Scheide unter Lupenvergrößerung (Kolposkopie). Bei infektiös bedingten Veränderungen kann mittels Scheidenabstrich der Krankheitserreger identifiziert werden. Anzeige

Bei unklaren Vulvaveränderungen – insbesondere bei Verdacht auf Vulvakrebs – wird eine Gewebeprobe (Biopsie) untersucht.

Früherkennung

Mit regelmäßigen gynäkologischen Früherkennungsuntersuchungen lassen sich viele Vulvaveränderungen frühzeitig erkennen. Durch eine adäquate Behandlung können häufig schwere Verläufe sowie Komplikationen verhindert werden.

Grundsätzlich wird von Gynäkologinnen/Gynäkologen eine sorgfältige, aber sanfte Intimhygiene empfohlen – einmal täglich mit lauwarmem Wasser duschen ist völlig ausreichend. Zu häufiges Baden in Schaumbädern sowie der Gebrauch von Seifen und Deodorantien im Intimbereich schaden hingegen dem Scheidenmilieu und begünstigen so die Entstehung von Infektionen. Beim Toilettengang ist es für Frauen wichtig, sich stets von vorne nach hinten abzuwischen.

Infektiös bedingte Vulvaveränderungen lassen sich meist durch konsequente Anwendung von Kondomen verhindern. Zudem schützen Kondome vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Auftreten von Beschwerden und Veränderungen im Genitalbereich sollten Sie sich umgehend an eine Frauenärztin/einen Frauenarzt wenden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Therapiemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

Ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich, wird über die Krankenhauskosten abgerechnet. Von der Patientin/dem Patienten ist pro Tag ein Kostenbeitrag zu bezahlen. Die weitere medikamentöse Behandlung zu Hause erfolgt per Rezept durch die Allgemeinmedizinerin/den Allgemeinmediziner bzw. durch die Fachärztin/den Facharzt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

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