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Holzbrett mit Räucherspeck © photocrew

Magenkrebs: Risikofaktoren & Symptome

Die Ursachen für die Entstehung von Magenkrebs sind noch weitgehend ungeklärt. Bestimmte Faktoren erhöhen jedoch das Erkrankungsrisiko nachweislich. Das Magenkarzinom verursacht anfangs kaum Beschwerden und wird daher häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Daher ist es wichtig, auf Warnsignale zu achten . . .

Von Lebensstil bis zu genetischer Veranlagung

Zu den Faktoren, die nachweislich das Risiko für Magenkrebs erhöhen, gehören

  • Ernährung: Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Magenkrebs. Schädlich sind v.a. der häufige Verzehr von stark gesalzenen, gepökelten oder geräucherten Speisen (hoher Nitratgehalt) und Gegrilltem (Karzinogene), weiters verdorbene, v.a. verschimmelte Nahrung (Aflatoxine) sowie geringer Konsum von frischem Obst und Gemüse. Mehr zu Ernährung.
  • Rauchen: Krebs erregende Rauchinhaltsstoffe lösen sich im Speichel und gelangen so in den Magen. Mehr zu Rauchstopp.
  • Infektionen: Die Besiedelung der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori kann zu Entzündungen (Gastritis) und Geschwüren und in der Folge zu Magenkrebs führen.
  • Vorerkrankungen des Magens: Das Magenkrebsrisiko ist z.B. nach chronischer Gastritis, chronischem Magengeschwür, Polypen, Vitamin-B12-Mangel (perniziöse Anämie) als Folge einer Autoimmungastritis und länger zurückliegenden Magenoperationen erhöht.
  • Genetische Veranlagung: Das Erkrankungsrisiko ist erhöht, wenn bereits ein Familienmitglied (z.B. Eltern, Geschwister) an einem Magenkarzinom erkrankt ist.

Vorbeugende Verhaltensmaßnahmen

Jeder Mensch kann durch die Vermeidung bestimmter Lebensstilfaktoren sein Risiko für Magenkrebs senken. Insbesondere werden folgende Verhaltensmaßnahmen empfohlen:

  • Ausgewogene Ernährung: Vermieden werden sollten v.a. stark gesalzene, gepökelte, geräucherte und gegrillte Speisen, verdorbene Nahrung (v.a. verschimmeltes Brot). Im Gegenzug sollte viel frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.
  • Nicht rauchen: Raucherinnen/Raucher haben ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.

Uncharakteristische Beschwerden

Anfangs verursacht Magenkrebs keine oder uncharakteristische Beschwerden. Oft werden diese kaum beachtet oder als vermeintliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten abgetan. Folgende Zeichen können auf ein Magenkarzinom hinweisen, jedoch auch harmlose Ursachen haben:

  • „empfindlicher Magen“, oft mit ausgeprägter Abneigung gegen verschiedene Speisen (z.B. Fleisch- und Wurstwaren),
  • neu aufgetretene Unverträglichkeiten, z.B. gegen Kaffee, Obst und Alkohol,
  • Druck-/Völlegefühl (oft bereits nach wenigen Bissen) und Schmerzen im Oberbauch,
  • Appetitlosigkeit,
  • Übelkeit, Aufstoßen, Brechreiz und Erbrechen,
  • ungewollter Gewichtsverlust,
  • Leistungsminderung und Schwäche,
  • Blutarmut (Anämie),
  • Schluckbeschwerden,
  • Bluterbrechen und Teerstühle (schwarzer, klebriger, übelriechender Stuhl, der wie Teer aussieht),
  • Bildung von Bauchwasser (Aszites).
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