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HNO-Untersuchung © SO K - photography

Nasenpolypen

Bei Nasenpolypen kommt es zu ödematösen Gewebswucherungen der Schleimhaut. Diese gehen von den Nasennebenhöhlen (NNH) aus – meist von einem Teil der Nasennebenhöhlen, der als Siebbeinzellen bezeichnet wird und sich hinter der Nase befindet. Eine spezielle Form der Polypen entwickelt sich aus der Kieferhöhle (Choanalpolypen). Die Wucherungen wachsen Richtung Nasenraum. Behandelt werden Nasenpolypen teils mittels topischer Steroide (Kortikosteroide) in Form von kortisonhaltigen Sprays.

Symptome bei Nasenpolypen

Nasenpolypen zeigen sich durch:

  • dauerhaft verstopfte Nase, erschwerte Nasenatmung – die Nase kann völlig verlegt sein;
  • nasales Sprechen;
  • herabgesetztes/vermindertes Riechvermögen;
  • Abfluss von Schleim in den Rachen.

Durch den verringerten Luftaustausch in den Nasennebenhöhlen kann es zu häufig auftretenden Kopfschmerzen kommen. Auch Schlafstörungen kommen vor.

Die Ursachen der Entstehung von Nasenpolypen sind noch nicht restlos geklärt. Als ein Grund kommt die Unverträglichkeit gegenüber Acetylsalicylsäure (ASS) oder eine Allergie infrage. Nasenpolypen können in Zusammenhang mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) stehen. Bei Kindern kommen Nasenpolypen sehr selten vor, oft liegt dann auch eine zystische Fibrose vor.

Diagnose von Nasenpolypen

Neben dem Anamnese-Gespräch klärt die Ärztin/der Arzt mögliche Ursachen der Beschwerden ab. Verschiedene Untersuchungen werden vorgenommen, z.B.:

Ein einfaches Übersichtsröntgen ist in der Regel nicht ausreichend. Eine Biopsie kann selten, je nach Befund, erforderlich sein. Eventuelle Allergien, gegebenenfalls auch Analgetikaunverträglichkeiten (Unverträglichkeit gegenüber Acetylsalicylsäure) werden abgeklärt. Es können weitere Erkrankungen der Atemwege bzw. des HNO-Bereichs vorliegen (z.B. Asthma, Sinusitis), die ebenfalls abgeklärt und behandelt werden müssen.

Therapie bei Nasenpolypen

Nasenpolypen werden mittels topischer Steroide (Kortikosteroide) behandelt – in Form von kortisonhaltigen Sprays. Kortison in Tablettenform kommt dagegen nur in besonders schweren Fällen und nur unter HNO-ärztlicher Aufsicht zur Anwendung.

Greift die Therapie nicht, kann ein operativer Eingriff erforderlich werden, bei dem die Schleimhautwucherungen entfernt werden. Die Operation wird unter Vollnarkose und meist durch die Nasenlöcher vorgenommen (endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie). Gleichzeitig zur Entfernung der Polypen können – falls notwendig – Korrekturen an der Nasenscheidewand, Vergrößerungen der natürlichen Öffnungen der Nase zu den Nasennebenhöhlen etc. vorgenommen werden, so dass Sekret besser abfließen kann.

Nach der Operation wird eine Nachbehandlung durchgeführt (kortisonhaltige Nasensprays).

Es kann – auch nach erfolgreicher Operation – zur erneuten Bildung der Polypen kommen. In der Folge kann eine Nachoperation und/oder medikamentöse Behandlung notwendig sein. Vorbeugend sollten Betroffene – in Abklärung mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt – auf ausreichende Feuchtigkeit der Schleimhaut achten (z.B. Nasenduschen mit Meersalz, Inhalationen, ausreichende Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen etc.).

Mögliche Allergien und eine Analgetikaunverträglichkeit sowie weitere Erkrankungen, die gleichzeitig vorkommen und die Atemwege bzw. den HNO-Bereich betreffen, werden ebenfalls in die Behandlung mit einbezogen (z.B. Asthma, Sinusitis etc.).

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpartner bei Symptomen von Nasenpolypen sind Hausärztin/Hausarzt sowie Fachärztin/-arzt für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen. Kleinere operative Eingriffe können ambulant durchgeführt werden. Bei Polypen der Nasennebenhöhlen und/oder größeren Polypen erfolgt der operative Eingriff stationär (HNO-Klinik).

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der Abklärung und Behandlung von Polypen der Nase bzw. Nasennebenhöhlen werden im Regelfall vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen.

Weitere Informationen zu Selbstbehalten etc. finden Sie unter

Über die jeweiligen Bestimmungen können Sie sich zudem bei Ihrem Krankenversicherungsträger informieren, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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