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Trichomonaden © Otto-Wagner-Spital

Trichomonas vaginalis

Trichomoniasis wird durch das Geißeltierchen (Protozoon) Trichomonas vaginalis ausgelöst. Sie ist weltweit die häufigste Geschlechtskrankheit. Auch wenn es sich bei Trichomoniasis um eine eher ungefährliche sexuell übertragbare Krankheit handelt, sollte sie ernst genommen werden. Bei infizierten Schwangeren kann sie das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen. Nach der Geburt kommt es häufiger zu einer Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) . . .

Übertragung & Erscheinungsbild

Die Krankheit korreliert mit der sexuellen Aktivität und der Anzahl der Sexualpartner, kann aber auch durch Kontaktinfektion in Bädern und Toiletten oder durch Badeschwämme etc. übertragen werden.

Die Infektion kann ohne Beschwerden verlaufen, aber auch Entzündungen im Bereich des Harnleiters, der Scheide, der Blase, der Nebenhoden oder der Prostata verursachen.

  • Typische Beschwerden bei Frauen: Etwa die Hälfte der Betroffenen zeigt folgende charakteristische Beschwerden: dünnflüssiger, gelb-grüner, übelriechender, meist schaumiger Ausfluss aus der Scheide, lokale Schmerzen, Beschwerden beim Harnlassen, Ödeme der Schamlippen, „Erdbeerflecken“ auf der Schleimhaut von Scheide und Gebärmutterhals. Die Vaginalschleimhaut ist entzündlich irritiert. Zu einer Entzündung von Harnleiter und Harnblase kommt es hingegen selten.
  • Typische Beschwerden bei Männern: Entzündung des Harnleiters, schaumiger oder eitriger Harnröhrenausfluss, Beschwerden beim Harnlassen. Sehr selten kommt es zu einer Entzündung der Nebenhoden (Epididymitis) oder der Prostata (Prostatitis).

Diagnose & Therapie

Die Diagnose wird mittels Abstrichen aus der Harnröhre oder Scheide (mikroskopisch bzw. Kultur) gestellt. Die Betroffenen und etwaige Sexualpartnerinnen/Sexualpartner werden mit Antibiotika behandelt (auch in der Schwangerschaft und Stillzeit möglich).

Hinweis Während der Behandlung muss auf sexuelle Aktivitäten verzichtet werden.

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