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Pärchen umarmt sich © Alfredo Campos

Geschlechtskrankheiten: Basis-Info

Zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (sexually transmitted diseases, kurz STDs) zählen neben den klassischen Geschlechtskrankheiten all jene Erkrankungen, die hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Verursacher sind in unseren Breiten v.a. Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller (Protozoen). Geschlechtskrankheiten betreffen Frauen und Männer aus allen sozialen Schichten. Der Häufigkeitsgipfel der sexuell übertragbaren Krankheiten liegt bei den 20- bis 30-Jährigen, da junge Menschen häufig eine höhere Mobilität und eine freiere Sexualität leben. Den sichersten Schutz vor STDs bietet die konsequente Verwendung von Kondomen, allerdings ist auch dieser Schutz nicht 100-prozentig . . .

Die „klassischen“ Geschlechtskrankheiten

Zu den „klassischen“ Geschlechtskrankheiten gehören Gonorrhoe (Tripper), Syphilis (Lues, harter Schanker), Ulcus molle (weicher Schanker) und das Lymphogranuloma venereum. Zusammen machen sie heute nur etwa zehn Prozent aller Fälle von STDs aus. Sie hatten bis vor wenigen Jahren nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Allerdings ist in der letzten Zeit wieder eine Zunahme der Erkrankungsfälle zu beobachten. International und auch in Europa wird ein Ansteigen der Infektionszahlen verzeichnet.

Ungeachtet dessen glauben viele, die „klassischen Geschlechtskrankheiten“ seien praktisch verschwunden. Viele Menschen wiegen sich daher in vermeintlicher Sicherheit und verzichten auf den Gebrauch von Kondomen und damit auf den sichersten (wenn auch nicht 100-prozentigen) Schutz vor einer Ansteckung.

Die „modernen“ STDs

Aktuell treten als sexuell übertragbare Krankheiten vor allem Infektionen mit Chlamydien und Trichomonaden (Trichomoniasis) sowie Herpes genitalis, Genitalwarzen und HIV/AIDS auf. Aber auch andere Krankheiten, wie z.B. Hepatitis B und die Candida-Infektion (Candidiasis), können durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Diese sind jedoch keine ausschließlichen Geschlechtskrankheiten, da auch andere Ansteckungswege zu einer Infektion führen können.

Ausführliche Informationen zu HIV/AIDS und Hepatitis B erhalten Sie unter folgenden Links:

Symptome & Folgeschäden

Die häufigsten Symptome von STDs sind: Ausfluss, genitale Geschwüre (Ulzerationen), entzündliche Schwellungen der Lymphknoten in der Leistengegend, Hodensackschwellung sowie Unterbauchschmerzen. Oft verursachen STDs jedoch keine Beschwerden und bleiben deshalb lange Zeit unbemerkt und unbehandelt. Einige STDs können zu teilweise schweren Folgeschäden wie Unfruchtbarkeit (z.B. bei Chlamydien, Gonorrhoe) oder Karzinomen (z.B. Humanes Papilloma Virus) führen. Bei infizierten Schwangeren kann es zum intrauterinen Tod des Fetus oder zur angeborenen Syphilis des Kindes kommen.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Vorliegen von Beschwerden oder einen Infektionsverdacht können Sie sich zwecks Diagnose und Therapie an folgende Stellen wenden:

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Dermatologie und Venerologie,
  • Fachärztinnen/Fachärzte für Urologie und Andrologie,
  • Fachärztinnen/Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für erforderliche Diagnoseverfahren sowie Therapien werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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