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Frau verwendet Nasentropfen © absolutimages

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Eine entzündliche Veränderung der Nasennebenhöhlen beziehungsweise deren Schleimhaut wird Sinusitis genannt. Zudem spricht man von einer Rhinosinusitis, wenn die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen sowie der Nase betroffen ist. Dies ist oftmals der Fall. Denn meist geht der Nasennebenhöhlenentzündung eine Entzündung der Nasenschleimhaut (beispielsweise durch einen „Schnupfen“) voraus. Die Nasennebenhöhlenentzündung kann akut oder chronisch auftreten. Die Behandlung ist unterschiedlich . . .

Sinusitis – was ist das?

Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung sind u.a.:

  • Behinderte Nasenatmung, verstopfte Nase,
  • gesteigerte Sekretion (Nase sowie hinter der Nase),
  • Verminderung oder Verlust des Geruchssinns,
  • Schmerzen (Kopf, Gesicht, Kiefer, Nase),
  • eitriges Sekret.

Zusätzlich können Abgeschlagenheit sowie Fieber auftreten. Auch Halsschmerzen, Husten und Beeinträchtigungen der Stimme können sich zeigen. Gesteigerte Schleimproduktion und Abfließen des Schleims über den hinteren Rachenraum kann u.a. zu Räuspern, Reizhusten etc. führen.

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann akut oder chronisch sein:

  • Akute Sinusitis: Diese entsteht oft infolge einer Erkältung oder Grippe, die durch Viren ausgelöst werden. Aber auch eine bakterielle Infektion ist möglich. Es kommt zur Schwellung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, gestörtem Abfluss und Stau von Sekret. Die Ventilation (Belüftung) der Nasennebenhöhlen wird behindert. Die akute Sinusitis kann wenige Tage bis mehrere Wochen dauern.
  • Chronische Sinusitis: Bei dieser ist die Schleimhaut dauerhaft entzündet. Man geht von einer solchen aus, wenn sie länger als drei Monate (mindestens zwölf Wochen) andauert. Eine akute Sinusitis geht selten in eine chronische Form über. Die chronische Sinusitis entsteht meist durch eine Veränderung der Nasenschleimhaut, die zu dauerhafter Schwellung oder Gewebsausstülpungen („Polypen“, Nasenpolypen) führen. Auch können Veränderungen der Nase bzw. Nasenscheidewand oder eine Allergie mit einer chronischen Sinusitis in Zusammenhang stehen. Auch bei geschwächtem Immunsystem kann es zu einer chronischen Sinusitis kommen. Die Gründe für die Entstehung einer chronischen Sinusitis sind letztlich noch nicht vollständig geklärt.

Diagnose einer Sinusitis

Die Diagnose setzt sich aus Anamnese und (klinischer) Untersuchung zusammen. Die Ärztin/der Arzt macht sich ein Bild von den Symptomen. Verschiedene Untersuchungen können durchgeführt werden. Dazu zählen z.B. nasale Endoskopie, Abstrich des Sekrets und Untersuchung auf Erreger (Labor), Ultraschall, Röntgen oder CT (Computertomographie).

Therapie einer Sinusitis

Eine akute Sinusitis wird behandelt mit:

  • Abschwellenden Nasentropfen,
  • Watteeinlagen, die mit abschwellenden Nasentropfen getränkt wurden,
  • abschwellenden Nasentropfen in Kombination mit feuchter oder trockener Wärme (z.B. Dampfinhalation, Sollux-Bestrahlung, Kurzwellen etc.),
  • meist sind Antibiotika und Analgetika notwendig,
  • Bettruhe bei Fieber.

Breitet sich die Entzündung aus oder kann das Sekret nicht abfließen, können weitere Therapien notwendig werden, z.B. Punktion und Spülung der Kieferhöhle sowie Antibiotikalösung bei Kieferhöhleneiterung, eventuell operative Eingriffe bei Stirnhöhleneiterung, wenn das Sekret nicht abfließen kann.

Eine chronische Sinusitis wird behandelt mit:

  • Nasentropfen (topische Steroide),
  • Spülungen mit 0,9-prozentiger Kochsalzlösung zur Linderung der Symptome,
  • Operation der betroffenen Nasennebenhöhle(n) (Entfernung der Entzündung, Polypenentfernung), Korrektur der Nasenscheidewandverkrümmung (Septumplastik), operative Erweiterung von Engstellen (z.B. durch Verkleinerung der Nasenmuscheln – Conchotomie).

Bei eitriger chronischer Sinusitis werden abschwellende Tropfen sowie Antibiotika bzw. Mukolytika eingesetzt. Zudem zählen der Einsatz von antibiotischer Lösung sowie operative Eingriffe zur Behandlung (siehe akute Sinusitis). Bei Nachweis einer Allergie sollte eine antiallergische Therapie eingeleitet werden. Trotz Behandlung ist mit Rezidiven zu rechnen.

Eine Sinusitis kann sich ausbreiten. Sind Stirn- und/oder Kieferhöhle beteiligt oder kommt es zu etwaigen Komplikationen, sind weitere Therapiemaßnahmen notwendig.
Weitere Informationen zu Medikamenten bzw. Wirkstoffen (z.B. Kortison, Antibiotika etc.) sowie den Behandlungsmöglichkeiten einer Nasennebenhöhlenentzündung erhalten Sie bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind meist die Hausärztin/der Hausarzt. Je nach Ursache der Sinusitis sind Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen (z.B. Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde) involviert.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten des Besuchs bei einer Ärztin/einem Arzt zur Abklärung sowie Therapiemaßnahmen werden normalerweise von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

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