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Symbolfoto für Bettlägerigkeit © Myimagine

Dekubitus: Symptome & Diagnose

Bei einem Dekubitus (Wundliegen) ermöglichen das Beschwerdebild (vorliegende Symptome) und die Patientengeschichte die Diagnose. Die mit einem Druckgeschwür einhergehenden Haut- und Gewebeschädigungen sind mit bloßem Auge zu erkennen (Blickdiagnose). Bei der Entstehung durchläuft der Dekubitus verschiedene Stadien. Der Schweregrad richtet sich nach der Ausdehnung in die Tiefe des Gewebes.

Dekubitus wird in vier Schweregrade eingeteilt:

  • Grad I: Nicht wegdrückbare Rötung
    Im Anfangsstadium tritt eine Rötung auf, die auch nach Entlastung bestehen bleibt. Das gerötete Hautareal wird auch nach kurzem Druck mit einem Finger nicht heller, sondern bleibt rot („Fingerdruck-Test“). Eventuell ist eine Erwärmung der Haut zu beobachten. Die Haut selbst ist jedoch noch intakt.
  • Grad II: Teilverlust der Haut
    An den oberflächlichen Hautschichten zeigen sich bereits Schäden, z.B. eine Blase, eine Hautabschürfung oder eine oberflächliche Wunde.
  • Grad III: Verlust der Haut
    Alle Hautschichten und große Teile des unter der Haut liegenden Bindegewebes sind zerstört. Es bildet sich eine tiefe Wunde. Muskel- und Knochengewebe sind jedoch noch intakt.
  • Grad IV: vollständiger Verlust von Haut oder Gewebe
    Die Wunde ist bereits so tief, dass Muskelgewebe und Knochen freiliegen. Es kommt zum Absterben von Gewebe (Nekrose).

Hinweis Ein Druckgeschwür stellt für Betroffene eine große Belastung dar und ist häufig mit starken Schmerzen verbunden.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Zunächst wird der Dekubitus sorgfältig untersucht. Erfasst werden u.a. Faktoren wie Lokalisation, Stadium und Größe des Druckgeschwürs, eventuelle Taschenbildungen, Erfassung von Wundheilungsphase, Wundrändern und Wundumgebung. Für ein genaue Beurteilung stellt die Ärztin/der Arzt Fragen zur Krankengeschichte (Anamnese). 

Dabei werden u.a. folgende Faktoren erhoben:

  • Grunderkrankung,
  • individuelles Dekubitusrisiko,
  • Ernährungszustand,
  • Einnahme von Medikamenten,
  • mögliche Störfaktoren der Wundheilung: z.B. Hautdurchblutung, abgestorbenes Gewebe, Wundinfektion, schlechter Gesamtzustand der/des Betroffenen,
  • bestehende Schmerzen.
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