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Sonne und Thermometer © pattilabelle

Notfall: Hitzschlag

Starke Hitze kann zu gesundheitlichen Problemen führen – unter anderem auch zu einem Hitzschlag. Hierbei kommt es zur Überhitzung des Körpers. Das heißt: Der Körper nimmt mehr Wärme auf, als er abgeben kann, die Temperaturregulation gerät aus dem Lot. Dies kann beispielsweise bei hohen Temperaturen der Fall sein, auch wenn keine zusätzliche Anstrengung vorliegt (klassischer Hitzschlag). Zudem können hohe Luftfeuchtigkeit und eine Kombination aus hohen Temperaturen bzw. hoher Luftfeuchtigkeit sowie sportlicher Betätigung, körperlicher Arbeit oder dem Tragen einer Schutzausrüstung zu einem Hitzschlag führen (Anstrengungshitzschlag) . . .

Symptome eines Hitzschlags

Ein Hitzschlag zeigt sich durch:

  • warme Haut,
  • erhöhte Körpertemperatur (Fieber bis über 40 Grad),
  • Bewusstseinsstörungen, (z.B. Benommenheit, Schwindel, in schweren Fällen Bewusstlosigkeit),
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck),
  • schneller Herzschlag (Tachykardie),
  • schnelle Atmung (Tachypnoe, „Hecheln“),
  • Kopfschmerzen,
  • Übelkeit, Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Muskelkrämpfe.

Der Hitzschlag ist eine ernstzunehmende Situation, die im schlimmsten Fall zu Organversagen und schließlich zum Tod führen kann.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Wesentlich sind schnelles und richtiges Handeln. Dies umfasst:

  • Kühlung! Person sofort in eine kühle Umgebung bringen.
  • Feuchte, kühle Tücher für Kopf und Körper.
  • Enge Kleidung lockern.
  • Bei Bewusstsein: schluckweise Flüssigkeit trinken bzw. verabreichen.
  • Bei Bewusstlosigkeit: betroffene Person in stabile Seitenlage bringen.
  • Notruf 112 oder 144 wählen und den Anweisungen der Notrufzentrale bis zum Eintreffen der Rettung Folge leisten.

Weitere Infos zu Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Wissenswertes

Ein Hitzschlag kann sich relativ rasch, aber auch über längere Zeit entwickeln.

Besonders gefährdet sind unter anderem Säuglinge, kleine Kinder, ältere und/oder chronisch kranke Personen. Menschen mit starkem Übergewicht, schlechtem Allgemeinzustand, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes, Nierenerkrankungen) sollten ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und unnötige Anstrengungen vermeiden. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten (z.B. Betablocker, Kalziumkanalblocker, Diuretika, Anticholinergika und viele mehr) kann Probleme im Zusammenhang mit Hitze begünstigen. Als Risikofaktoren gelten zudem Alkohol- und Drogenkonsum. 

Generell sollte starke körperliche Belastung während Hitzeperioden möglichst vermieden werden. Ausreichendes Trinken nicht alkoholischer Getränke ist wesentlich (z.B. ungesüßter Früchte- und Kräutertee, Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte). Leicht verdauliche Speisen und mehrere kleinere Portionen sind empfehlenswert. Weitere Infos zu Essen & Trinken bei Hitze.

Um gesundheitliche Probleme in Zusammenhang mit Hitze zu vermeiden, können zudem folgende Maßnahmen helfen:

  • Tragen leichter luftdurchlässiger Kleidung.
  • Auf möglichst angenehme Raumtemperatur achten (z.B. abdunkeln, feuchte Tücher).
  • Anstrengungen vermeiden, die nicht unbedingt sein müssen.
  • Aufenthalt in direkter Sonneneinstrahlung, z.B. zur Mittagszeit, vermeiden.
  • Körper kühlen (z.B. kühl duschen, Unterarme in kaltes Wasser halten, feuchte Tücher).

Weitere Infos finden Sie unter Der richtige Umgang mit Hitze

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