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Symbolgrafik von Blut mit Blutkörperchen © beawolf
Symbolgrafik von Blut mit Blutkörperchen © beawolf

Blut: Basis-Info

Blut ist für den Körper lebensnotwendig. Die normale Blutmenge richtet sich nach Größe und Gewicht eines Menschen. Sie beträgt ca. fünf Liter bei einer erwachsenen Person. Die Aufgaben des Blutes sind vielfältig.

Damit das Blut zudem ungehindert fließen, auf Veränderung der Zusammensetzung sowie Verletzungen der Gefäßwand reagieren kann, benötigt es ein Gleichgewicht zwischen Fibrinolyse (macht das Blut flüssiger) und Gerinnung (macht das Blut dicker). Erfahren Sie mehr über das Blut, seine Zusammensetzung und Funktionen.

Blut besteht aus ca. 45 Prozent unterschiedlichen Blutzellen und zu ca. 55 Prozent aus Blutplasma. Nähere Informationen zu Blutzellen und Blutplasma und wo diese gebildet werden, finden Sie unter Laborbefund: Wie Blut „funktioniert“.

Welche Aufgaben hat das Blut?

Zu den Aufgaben des Blutes zählen vor allem:

  • Transport von Stoffen: Dazu zählen der Sauerstofftransport von der Lunge in die Körperzellen, der Abtransport von Kohlendioxid zurück zur Lunge. Das Blut versorgt zudem den Körper mit Nährstoffen und transportiert Hormone. Abfallstoffe werden z.B. über das Blut, über die Leber, den Darm oder die Nieren ausgeschieden.
  • Immunabwehr: Das Blut schützt über Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und andere für die Immunabwehr zuständige Stoffe den Körper vor Infektionen und sonstigen schädlichen Faktoren.
  • Schutz der Blutgefäße: Die Thrombozyten (Blutplättchen) sowie bestimmte im Blut gelöste Stoffe im Blutplasma schützen die Blutgefäße. Bei Verletzungen verklumpen sie, damit die Blutung gestillt wird.
  • Regulation von Körperwerten: Das Blut spielt eine Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur. Es gibt Wärme ab oder nimmt sie auf. Je enger die Blutgefäße sind, desto weniger Wärme wird abgegeben. Zudem wird der pH-Wert im Blut auf einem optimalen Wert gehalten. 

Auf der Oberfläche der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) befinden sich zudem Merkmale (Antigene) für Blutgruppen. Die beiden Blutgruppensysteme AB0 und Rhesus haben besondere medizinische Bedeutung.

Was ist die Blutgerinnung?

Die Blutgerinnung ist notwendig, damit bei einer Verletzung eine Blutung rasch gestillt wird. Zudem hilft das entstandene Blutgerinnsel auch, dass eine Wunde nicht mit Keimen infiziert wird. Bei einer Gefäßverletzung verengen sich die Blutgefäße, und die Thrombozyten setzen sich an der verletzten Gefäßstelle an. Sie haften dort wie ein „Pfropf“. Der Körper aktiviert in der Folge sogenannte Gerinnungsfaktoren. Diese finden sich im Blut und im Gewebe. Sie bilden einen bestimmten Eiweißstoff (Fibrin), der den „Pfropf“ noch besser fixiert. Es gibt im menschlichen Körper 13 unterschiedliche Gerinnungsfaktoren sowie weitere Stoffe, die bei der Blutgerinnung zusammenwirken (sogenannte Co-Faktoren und Inhibitoren/Hemmer). Davon werden die meisten in der Leber gebildet. Um bestimmte Gerinnungsfaktoren zu produzieren, benötigt die Leber Vitamin K.

Blutgerinnsel können sich auch krankhaft (ohne Verletzung) bilden. Zum Beispiel bei einer Thrombose oder einem Schlaganfall.

Nähere Informationen finden Sie auch unter Thromboseneigung und Hämophilie

Tipp Viele weitere Informationen rund um das Thema Blut sowie eine umfassende Sammlung von Laborwerten finden Sie unter Laborbefund und unter Laborwerte-Tabelle.


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