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Frau schnäuzt sich in Taschentuch © WavebreakmediaMicro

Hausstaubmilbenallergie: Diagnose

Im Schlaf werden besonders viele Allergene eingeatmet. Typisch für eine Hausstaubmilbenallergie sind daher vor allem nachts oder in den Morgenstunden auftretende Beschwerden. Bei Kindern verschlimmern sich die Beschwerden oft nach Bettspringen, Polsterschlachten, Spielen mit Plüschtieren etc., bei Erwachsenen insbesondere bei Hausarbeiten wie Überziehen der Betten oder Staubsaugen . . .

Häufige Symptome bei Hausstaubmilbenallergie

Zu den häufigen Beschwerden zählen:

  • behinderte Nasenatmung,
  • Dauer- oder Fließschnupfen sowie Niesanfälle,
  • Bindehautentzündung mit tränenden, brennenden und geröteten Augen und verklebten Augenlidern,
  • Juckreiz in den Augen und in der Nase, in den Gehörgängen oder im Rachen,
  • „Verschleimtheitsgefühl“ in den Bronchien,
  • trockener Reizhusten,
  • Druckgefühl im Brustraum,
  • pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche, Atemnot,
  • Hautjuckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Hautekzeme.

Bei Kindern verschlimmern sich die Beschwerden oft nach Bettspringen, Polsterschlachten, Spielen mit Plüschtieren etc., bei Erwachsenen insbesondere bei Hausarbeiten wie Überziehen der Betten oder Staubsaugen. Auch in Hotelzimmern oder in feuchten, hausstaubbelasteten Räumen werden die Symptome stärker. Auch Betten, die nur selten benutzt werden (z.B. in Ferienwohnungen), sind erfahrungsgemäß besonders reich an Milbenallergenen. Sie machen sich so lange bemerkbar, wie der Kontakt zum Allergen besteht!

Verwechslungsgefahr mit Erkältung

Das Beschwerdebild ähnelt einer Erkältung oder einem grippalen Infekt. Daher wird die allergische Reaktion in vielen Fällen als harmlose „Verkühlung“ abgetan. Allerdings kann eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie schwerwiegende Folgen haben: Sie kann im Laufe der Zeit in die unteren Atemwege wandern und zum Beispiel allergisches Asthma verursachen, der sogenannte „Etagenwechsel“. Kinder, die gegen Milben allergisch sind, haben ein fünffach erhöhtes Risiko, Asthma zu bekommen! Durch eine Hausstaubmilbenallergie können auch Schübe von Neurodermitis ausgelöst oder verstärkt werden.

Tipp Dauern die Beschwerden länger als vier Wochen an, sollte dringend eine Fachärztin/ein Facharzt für Kinder-, Haut-, Lungen- oder HNO -Krankheiten oder ein Allergieambulatorium beziehungsweise eine Allergieambulanz aufgesucht werden, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Diagnostische Maßnahmen

Je früher eine allergische Atemwegserkrankung erkannt wird, desto eher kann sie behandelt werden. Dadurch lässt sich auch verhindern, dass die Beschwerden stärker oder chronisch werden. Allergische Symptome sind vielfältig und können leicht falsch interpretiert werden. Betroffene sollten daher genau darauf achten, wann und wo ihre Symptome auftreten.

Die Krankheitsgeschichte der Patientin/des Patienten und die Untersuchung bei einer allergologisch geschulten Fachärztin/einem allergologisch geschulten Facharzt (für Kinder-, HNO-, Haut- oder Lungenkrankheiten) sowie im Allergieambulatorium bzw. in einer Allergieambulanz sind die ersten wichtigen Schritte. Im so genannten Anamnesegespräch werden die Beschwerden mit möglichen Allergieauslösern in Zusammenhang gebracht. Weiters wird festgestellt, ob eine genetische Veranlagung vorliegt. Danach werden Allergietests, z.B. Prick-Test oder Provokationstest, durchgeführt. Eine Blutuntersuchung auf IgE-Antikörper unterstützt oder erhärtet die Diagnose.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Diagnose und Therapie einer Hausstaubmilbenallergie werden von einer allergologisch geschulten Fachärztin/einem allergologisch geschulten Facharzt (für Kinder-, HNO-, Haut- oder Lungenkrankheiten) sowie in speziellen Einrichtungen wie z.B. einem Allergieambulatorium durchgeführt.

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