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Milbe © Sebastian Kaulitzki

Hausstaubmilbenallergie: Auslöser

Hausstaubmilbenallergien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Dafür sind vor allem moderne bauliche Maßnahmen zur Wärmedämmung verantwortlich: Abgedichtete Fenster senken den Luftaustausch und erhöhen die Raumluftfeuchtigkeit. Damit werden beste Lebensbedingungen für Hausstaubmilben geschaffen. Verursacher der Überempfindlichkeit sind in erster Linie Hausstaubmilben (Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae), seltener auch Vorratsmilben. Zu diesen gehören Modermilbe (Tyrophagus putrescensciae), Pflaumenmilbe (Lepidoglyphus destructor) und Mehlmilbe (Acarus siro).

Mikroskopisch kleine Verursacher

In einem Gramm Staub können bis zu 2.000 Hausstaubmilben enthalten sein. Ihre Hauptnahrung sind Hautschuppen. Davon stößt ein Erwachsener täglich etwa 1,5 Gramm ab – das reicht aus, um etwa 100.000 Milben zu ernähren. Im Laufe ihres drei bis vier Monate langen Lebens produzieren sie das 300- bis 400-Fache ihres Körpergewichts an Exkrementen – ein Gramm Hausstaub enthält rund 25.000 Kotbällchen. Diese haften zunächst meist an Textilfasern und zerfallen mit der Zeit in winzige Teilchen. Sie werden mit dem Hausstaub aufgewirbelt, schweben in der Luft und werden unbemerkt eingeatmet. So kommen die Allergene mit den Schleimhäuten von Augen und Atemwegen in Berührung.

Heizperiode besonders belastend

Besonders belastend ist für sensibilisierte, das heißt überempfindliche Menschen der Beginn der Heizperiode: Durch das Aufdrehen der Heizung wird Staub aufgewirbelt, außerdem wird in der kalten Jahreszeit weniger gelüftet. Besonders wohl fühlen sich Hausstaubmilben in warmer und feuchter Umgebung (25 Grad und mehr als 50 Prozent Luftfeuchtigkeit) – also vor allem im Bett (Überzüge, Leintücher, Matratzen, Kissen), aber auch in Vorhängen, Polstermöbeln, Teppichböden oder Plüschtieren.

Hinweis Es gibt keine gesicherten Maßnahmen, um der Entstehung einer Hausstaubmilbenallergie vorzubeugen.

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