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Monitor einer medizinischen Intensivüberwachung © dan_alto

Organspende von Verstorbenen: Ablauf

Eine Organspende wird prinzipiell möglich, wenn bei einer Patientin/einem Patienten im Spital schwere Hirnschäden zum Ausfall des gesamten Gehirns führen. Intensivmedizinische Maßnahmen werden fortgesetzt, um die Organe für eine Transplantation zu erhalten. Die zuständigen Ärztinnen/Ärzte führen alle notwendigen Untersuchungen der potenziellen Organspenderin/des potentiellen Organspenders durch. Dazu zählen die Hirntod-Diagnostik, Blutuntersuchungen etc. Das Spenderspital verständigt das zuständige Koordinationszentrum. Es ist im gleichen Spital wie das Transplantationszentrum angesiedelt. Vom Koordinationszentrum werden die nächsten Schritte für die Organtransplantation organisiert . . .

Koordination der Transplantation 

Eine/ein Transplantkoordinator/in des Koordinationszentrums unterstützt das Team der Spenderkrankenanstalt in organisatorischen Belangen, bereitet die Gewebetypisierung und Organentnahme vor und meldet die Organspende an Eurotransplant.

Vor einer Organentnahme ist eine Abfrage im Widerspruchsregister bei der Gesundheit Österreich GmbH gesetzlich verpflichtend. Dabei wird geprüft, ob sich die verstorbene Person zu Lebzeiten gegen eine Organspende ausgesprochen hat. Die Angehörigen werden über eine mögliche Organentnahme informiert.

Untersuchungen der Spenderin/des Spenders

Die Organspenderin/der Organspender wird umfassend untersucht, um die Empfängerin/den Empfänger des Transplantats zu schützen und Komplikationen zu vermeiden. Anschließend informiert das Koordinationszentrum die internationale Organvermittlungsstelle Eurotransplant über die Verfügbarkeit des Organs und übermittelt die Spenderdaten.

Organvergabe

Eurotransplant prüft die Spenderdaten. Für die Vergabe eines Organs sind v.a. die Spendereignung, die Erfolgsaussichten und die Dringlichkeit entscheidend. Nach der Zuteilung nach von nationalen und internationalen Fachgesellschaften definierten Kriterien informiert Eurotransplant das zuständige Transplantationszentrum – jenes Spital, wo die Organtransplantation durchgeführt wird – über die Verfügbarkeit eines passenden Organs.

Organentnahme

Das Spenderorgan wird in der Spenderkrankenanstalt entnommen, gekühlt und für den Transport vorbereitet. Der Leichnam der Spenderin/des Spenders muss dabei pietätvoll behandelt werden. Das Spenderorgan wird auf schnellstem Weg zum zuständigen Transplantationszentrum transportiert.

Organtransplantation

Die Empfängerin/der Empfänger des Organs wird vom Transplantationszentrum verständigt und muss sich rasch im Spital einfinden. Nach den Vorbereitungen auf die Transplantation wird das Organ der Empfängerin/dem Empfänger rasch transplantiert.

Nachsorge im Spital

Nach einer Organtransplantation wird die Empfängerin/der Empfänger zunächst auf der Intensivstation und anschließend auf der normalen Bettenstation betreut. Mit regelmäßigen Untersuchungen wird kontrolliert, ob das Organ gut funktioniert und die notwendigen immunsuppressiven Medikamente in der richtigen Dosierung verabreicht werden. Kontrolliert wird besonders, ob Anzeichen für Abstoßungsreaktionen oder Infektionen auftreten.

Meist erholen sich die Patientinnen/Patienten von der Transplantation gut und können nach ca. zwei bis vier Wochen nach Hause entlassen werden. Bei manchen Transplantationen, z.B. bei Herz- oder Lungentransplantationen, wird nach dem Spitalsaufenthalt eine Rehabilitation (Anschlussheilverfahren) verordnet.

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