Transplantation: Immunsuppression
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Immunsuppression und Organtransplantation
Um eine akute Abstoßung in den ersten Wochen bis Monaten nach der Transplantation zu verhindern, werden spezielle Medikamente (Immunsuppressiva) eingesetzt, um die Reaktion des Immunsystems zu unterdrücken. Damit werden jedoch auch die Abwehrkräfte gegen Infektionen oder Tumorwachstum geschwächt. Um das Transplantat zu erhalten, muss die Patientin oder der Patient diese Medikamente nach einer Organtransplantation meist lebenslang einnehmen. Mit zunehmendem Abstand von der Transplantation kann jedoch die Dosis der Immunsuppressiva in Abstimmung mit dem zuständigen Transplantationszentrum fortlaufend reduziert werden.
Immunsuppression und Stammzelltransplantation
Bei der Durchführung von Stammzelltransplantationen werden nur sehr gut passende Stammzellspender ausgewählt und die Empfänger zur Unterdrückung ihres eigenen Immunsystems vorbehandelt. Daher sind Abstoßungsreaktionen nach Stammzelltransplantation sehr selten. Da sich nach einer Stammzelltransplantation das Immunsystem der Empfängerin oder des Empfängers vom Spender her regeneriert, müssen Patientinnen und Patienten nach Stammzelltransplantationen nicht lebenslang Immunsuppressiva einnehmen.
Bestimmung der Gewebemerkmale
Bei Transplantationen von Stammzellen oder Organen ist eine Bestimmung der Gewebemerkmale bzw. der Blutgruppe notwendig. Dabei werden die sogenannten HLA-Merkmale (Humane Leukozyten-Antigene) der spendenden und der empfangenden Person ermittelt. Die möglichst große Übereinstimmung der HLA-Merkmale ist für den Erfolg der Behandlung wichtig.
Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2026
Erstellt durch: Gesundheit Österreich GmbH, Abteilung ÖBIG – Transplant
Expertenprüfung durch: Priv.-Doz. Dr. Stephan Eschertzhuber