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Arzt mit Stethoskop und Herz © sector_2010

Organspende: Was ist das?

Die Transplantation eines Organs ist eine bewährte Therapie bei Patientinnen/Patienten mit unwiederbringlichem Organversagen. Etabliert sind Transplantationen von Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Meist stammen Spenderorgane von Personen, die im Spital verstorben sind und bei denen der Hirntod diagnostiziert wurde. Bei bestimmen Organen, z.B. Nieren oder Leber ist auch eine Lebendspende möglich. 

Die Zahl der Patientinnen/Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, ist höher als die Zahl der verfügbaren Spenderorgane. Deshalb warten Patientinnen/Patienten – je nach Organ – oft mehrere Monate bis Jahre auf ein passendes Spenderorgan.

Eine Transplantation läuft meist in folgenden Schritten ab:

  • Voruntersuchung, um abzuklären, ob eine Transplantation möglich ist.
  • Wartezeit bis zur Vermittlung einer Organspende.
  • Transplantation des Organs in einer mehrstündigen Operation.
  • Nachsorge mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und lebenslange medikamentöse Behandlung gegen eine Abstoßungsreaktion des Körpers auf das transplantierte Organ.

Hinweis Informationen über das Transplantationswesen in Österreich (Anzahl der Organspenden, durchschnittliche Wartezeiten, rechtliche Rahmenbedingungen etc.) finden Sie im jährlichen Transplant-Jahresbericht (erstellt vom Koordinationsbüro für das Transplantationswesen an der Gesundheit Österreich GmbH im Auftrag des Gesundheitsministeriums).

Wann ist eine Organtransplantation notwendig?

Zunächst werden bei einer schweren Erkrankung eines Organs alle anderen verfügbaren Therapien ausgeschöpft. Eine Transplantation ist jedoch oft die letzte Möglichkeit der Behandlung, wenn das erkrankte Organ nicht mehr ausreichend funktioniert oder komplett ausfällt.

Eine Organtransplantation kann medizinisch angezeigt sein, wenn eine Erkrankung durch einen genetischen Defekt verursacht wird oder im Lauf des Lebens irreversibel fortschreitet und das Leben gefährdet oder die Lebensqualität hochgradig einschränkt.

Indikationen für Organtransplantationen sind z.B.:

Wie kommen Patientinnen/Patienten auf eine Warteliste?

Stellt die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt fest, dass eine Transplantation medizinisch angezeigt ist, wird die Patientin/der Patient an ein Transplantationszentrum weiterverwiesen.

Im Transplantationszentrum werden weitere Untersuchungen durchgeführt (z.B. Erheben der Krankengeschichte, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen inkl. HLA- und Blutgruppenbestimmung). Dabei klärt die Ärztin/der Arzt am Transplantationszentrum, ob Kontraindikationen gegen eine Transplantation vorliegen. Dazu zählen z.B. schwere Infektionskrankheiten, bösartige Tumore oder schwere Erkrankungen anderer Organe. Geklärt wird auch die Bereitschaft der Patientin/des Patienten, nach der Transplantation die gegebenenfalls notwendige begleitende medikamentöse Behandlung konsequent durchzuführen.

Wenn nach den Untersuchungen eine Transplantation möglich und sinnvoll ist, wird die Patientin/der Patient auf die vom Zentrum geführte Warteliste genommen und die Daten werdden
san die Stiftung Eurotransplant weitergeleitet.

Vermittlung von Organspenden

Die Vermittlung von Organen (Allokation) verstorbener Personen erfolgt in Österreich über die Stiftung Eurotransplant (ET) nach speziellen von nationalen und internationalen Fachgesellschaften definierten Kriterien. Dazu zählen u.a. die Blutgruppe, das medizinische Spenderprofil, die Erfolgsaussichten, die Wartezeit und die Dringlichkeit einer Transplantation bei der Empfängerin/beim Empfänger.

Durchführung an Transplantationszentren

Organtransplantationen dürfen nur von Transplantationszentren durchgeführt werden. Transplantationszentren sind Spitäler, die von der jeweiligen Landesregierung mit einer speziellen Bewilligung ausgestattet wurden.

Hinweis Hier finden Sie eine Liste mit Transplantationszentren in Österreich.


Vorbereitung auf eine Transplantation

Die Patientin/der Patient wird von den Spezialisten des zuständigen Transplantationszentrums über den Ablauf der Transplantation aufgeklärt und muss ihre/seine schriftliche Zustimmung am Transplantationszentrum bekunden. Der Impfstatus wird überprüft. Ev. sollten empfohlene Impfungen rechtzeitig vor der Transplantation aufgefrischt werden.

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