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Streitendes Paar mit Kind © goodluz

Konstruktive Konfliktkultur

Die Basis jeglicher Konfliktbewältigung ist eine gute Kommunikation. Ein Weg zu einer konstruktiven Konfliktkultur ist, gemeinsam über das familiäre Kommunikationsverhalten zu sprechen. Z.B. Situationen zu „entlarven“, in denen es immer wieder zu ähnlichen Auseinandersetzungen kommt, und zu überlegen, wie diese in Zukunft besser zu bewältigen sein könnten. Oft hilft es auch, wenn über einen Vorfall (z.B. Wutausbruch eines Elternteils) gesprochen und dem anderen bzw. dem Kind das eigene Verhalten erklärt wird (etwa sich Sorgen machen).

Auf einen grünen Zweig kommen

Eltern sind sich nicht immer einig – sowohl ihre Paarbeziehung betreffend (z.B. gemeinsame Zeiteinteilung, Haushaltsführung) als auch bei der Kindererziehung. Das führt nicht selten zu Konflikten, denn jede/jeder bringt seine eigenen Erfahrungen und erlernten Kommunikationsmuster mit. Um sich zu einigen und einen guten, gemeinsamen Weg zu finden, Konflikte zu lösen, gilt es, neben Tipps zur Kommunikation (unter Kommunikation in der Familie) noch ein paar andere zu beherzigen: 

  • Anschuldigungen sind meistens kontraproduktiv und führen zu Widerstand beim „Beschuldigten“.

  • Über die eigenen Gefühle zu sprechen, hilft, besser verstanden zu werden.

  • Verallgemeinerungen sind zu wenig konkret, als dass sie zu einer Lösung beitragen könnten.

  • Die Wahrnehmung des anderen schildern: Wie nimmt man z.B. die Partnerin/den Partner wahr (z.B. das Verhalten betreffend). Oft unterscheiden sich Eigen- und Fremdwahrnehmung.

  • Am Punkt bleiben: Nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommen – nach dem Motto: „Wo wir schon dabei sind, kann ich gleich meinen ganzen Frust vom Stapel lassen.“

Gemeinsam als Familie Entscheidungen treffen

Es ist hilfreich, in der Familie wirklich als Einheit Unstimmigkeiten anzugehen und nicht in Grüppchen (z.B. Mutter/Tochter) herumzubasteln. Ein wesentliches Element für ein ausgewogenes Familienleben ist es, Verantwortlichkeiten aufzuteilen. Ab einem gewissen Alter können auch Kinder im Haushalt mithelfen (z.B. ihr Zimmer selbst aufräumen) bzw. Geschwister sich gegenseitig unterstützen (z.B. Ältere passen auf Jüngere auf). Dabei ist es natürlich wichtig, auf die Reife des Nachwuchses zu achten.

Um sich gemeinsam Arbeitsaufteilungen zu überlegen und weitere Familienthemen zu besprechen, kann z.B. eine „Familienversammlung“ vereinbart werden. Dabei finden sich Eltern und Kinder immer in regelmäßigen Abständen bewusst zusammen und sprechen Probleme bzw. neu zu planende Abläufe an. Eine „Familienversammlung“ unterliegt auch gewissen Regeln, die im Vorhinein festgelegt werden (z.B. gegenseitiger Respekt, nicht durcheinander reden). Das kann Konflikte zwar nicht vermeiden, aber diese können in der gesamten Runde besprochen werden und es kommt zu keiner „Anstauung“ von Frust oder Missverständnissen. Zudem verbringt man gemeinsam Zeit und kann die Versammlung etwa mit einer netten Unternehmung (z.B. einem Ausflug) oder einem Spiel (z.B. Brettspiel) abschließen.

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