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Seminarteilnehmer © Yuri Arcurs

Berufliche Auszeit für die persönliche Weiterentwicklung

Georg möchte sein Studium im Ausland abschließen und Spanisch lernen, Birgit will ihr Wissen als Krankenschwester in einem Sozialprojekt für Kinder anwenden. Oft lässt die berufliche Routine jedoch nicht ausreichend Freiraum für eigene Ideen und Wünsche. Geplante berufliche Auszeiten bieten allerdings die Chance, das Wissen zu erweitern und die Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Einige Zeit Abstand vom Arbeitsdruck zu gewinnen, kann nachhaltig positiv auf die seelische Gesundheit wirken und Überlastungen im Beruf oder einem Burnout vorbeugen.

Bildungskarenz

Eine Möglichkeit, sich bei aufrechtem Arbeitsverhältnis freistellen zu lassen, ist die Bildungskarenz. Dabei wird die Zeit für Weiterbildung genutzt. Die steigenden Zahlen der letzten Jahre zeigen: Diese Form der beruflichen Auszeit wird immer beliebter. Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, gilt es zunächst, den Zeitpunkt und den zeitlichen Umfang der Bildungskarenz mit der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber schriftlich zu vereinbaren.

Die Dauer der Bildungskarenz kann maximal ein Jahr betragen. Auch eine Aufteilung in mehrere Abschnitte ist möglich. Dabei muss ein Teil mindestens zwei Monate dauern. Nach der schriftlichen Vereinbarung mit der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber kann beim Arbeitsmarktservice (AMS) Weiterbildungsgeld für die Dauer der Freistellung beantragt werden (siehe Formular AMS).

Weitere Informationen:

Freijahr/Sabbatical

In Österreich gibt es für Beamte und Vertragsbedienstete des Bundes und der Länder die Möglichkeit, ein Freijahr zu nehmen. Diese berufliche Auszeit ist nicht an eine Weiterbildung gekoppelt. Voraussetzungen sind, dass keine dienstlichen Gründe dagegensprechen und die/der Bedienstete bereits eine bestimmte Zeit im öffentlichen Dienst gearbeitet hat. Während eines Freijahres bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen – auch kürzere Auszeiten, z.B. mehrere Monate, können vereinbart werden. Für die Ansparung wird eine Rahmenzeit vereinbart, während derer die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter nur einen Teil des üblichen Monatsbezugs erhält. Zum Beispiel: Während einer fünfjährigen Rahmenzeit werden 80 Prozent des Monatsbezugs ausbezahlt, dafür kann ein Jahr Auszeit genommen werden.

Auch in der Privatwirtschaft können grundsätzlich befristete berufliche Auszeiten (Sabbaticals) vereinbart werden, allerdings gibt es dafür keine gesetzlichen Grundlagen.

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