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Lungenszintigraphie © Michael Lehner zur Verfügung gestellt von Klinikum Wels-Grieskirchen

Lungenszintigraphie

Die Lungenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung zur Beurteilung der Lungenfunktion. Dabei kann einerseits die Durchblutung der Lungen (Lungenperfusionsszintigraphie), andererseits die Belüftung (Lungenventilationsszintigraphie) quantitativ und seitengetrennt bestimmt werden. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei, auch Nebenwirkungen durch das Radiopharmakon treten nicht auf. Die Strahlenbelastung ist sehr gering . . .

Wann ist eine Lungenszintigraphie erforderlich?

Eine Lungenszintigraphie wird überwiegend zur Diagnose von Lungenembolien durchgeführt. Durchblutungsstörungen in der Lunge aufgrund eines Gerinnsels in einem Lungengefäß zeigen in der Perfusionsszintigraphie eine verminderte Speicherung in jenem Areal der Lunge, das durch das betreffende Lungengefäß mit Blut versorgt wird. Zeigt sich in demselben Areal in der Ventilationsszintigraphie eine normale Belüftung, ist eine Lungenembolie wahrscheinlich.

Eine Lungenszintigraphie wird auch für die Bestimmung der Lungendurchblutung des rechten bzw. linken Lungenflügels vor einer geplanten Operation durchgeführt. Auch die typischen Folgen von Asthma bronchiale oder COPD lassen sich mit der Lungenszintigraphie nachweisen.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Für eine Lungenszintigraphie sind keine Vorbereitungen erforderlich.

Hinweis Sollten Sie schwanger sein bzw. ist eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit auszuschließen, oder wenn Sie stillen, teilen Sie dies vor der Untersuchung unbedingt der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt mit. In diesen Fällen wird – außer es liegen schwerwiegende Gründe vor – auf eine Untersuchung mit radioaktiven Substanzen verzichtet, um das ungeborene Kind nicht dem Risiko einer Schädigung durch radioaktive Strahlung auszusetzen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach Injektion des Radiopharmakons in eine Armvene werden im Liegen mit der Gammakamera Aufnahmen der Lungen gemacht (Perfusionsszintigraphie). Bei Verdacht auf Lungenembolie wird unmittelbar anschließend eine Ventilationsszintigraphie durchgeführt. Dabei werden radiokative Partikel über einen Inhalator bei geschlossener Nase durch den Mund eingeatmet und anschließend wiederum Aufnahmen im Liegen angefertigt.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen können auftreten?

Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei, auch Nebenwirkungen durch das Radiopharmakon treten nicht auf. Die Strahlenbelastung ist sehr gering.

Wohin kann ich mich wenden?

Eine Lungenszintigraphie kann in speziellen Instituten bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Nuklearmedizin oder in Krankenhäusern mit nuklearmedizinischer Abteilung durchgeführt werden. Eine Überweisung durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt ist erforderlich.

Die Untersuchung selbst nimmt eine Radiologietechnologin/ein Radiologietechnologe unter ärztlicher Aufsicht vor. Zunächst wird ein venöser Zugang durch eine Ärztin/einen Arzt gestochen und dann das Radiopharmakon verabreicht. Nach Erstellung der Bilder folgt die Befundung durch die Fachärztin/den Facharzt für Nuklearmedizin.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Nuklearmedizin in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  • Krankenhäuser mit nuklearmedizinischer Abteilung in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalsuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Lungenszintigraphie benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Szintigraphie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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