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Symbolfoto Lunge © yodiyim

Ganzkörperplethysmografie

Die Ganzkörperplethysmografie (auch: Bodyplethysmographie) ist ein Verfahren, das im Rahmen der Lungenfunktionsdiagnostik eingesetzt wird. Sie ist für die Abklärung und Verlaufskontrolle verschiedener Probleme und Erkrankungen von Atemwegen und Lunge wichtig. Zur vollständigen Lungenfunktionsdiagnostik zählen neben dieser Untersuchung verschiedene weitere, z.B. Blutgasanalyse und Spirometrie. Die Ganzkörperplethysmografie kann in Kombination mit diesen vorgenommen werden. Sie wird aber auch eingesetzt, wenn beispielsweise eine Spirometrie nicht möglich ist.

Wann ist eine Ganzkörperplethysmografie notwendig?

Die Ganzkörperplethysmografie dient der Abklärung verschiedener gesundheitlicher Probleme und Erkrankungen von Atemwegen und Lunge. Zu diesen zählt beispielsweise der Nachweis von Erkrankungen, die mit Verengung oder Überblähung der Atemwege (obstruktive oder restriktive Lungenerkrankungen bzw. Ventilationsstörungen) einhergehen. Eingesetzt wird sie beispielsweise bei

Sie wird durchgeführt zur Abklärung von

  • Atemnot (Dyspnoe) sowie von
  • atemwegsbelastenden Allergien.

Die Ganzkörperplethysmografie ist relevant für die Bestimmung des Atemwegswiderstandes sowie des sogenannten ITGV (intrathorakales Gasvolumen nach normaler Ausatmung).

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Für eine Ganzkörperplethysmografie sind keine speziellen Vorbereitungen und Vorkenntnisse seitens der Patientin/des Patienten notwendig. Sie ist auch für Kinder geeignet. Sie kann zudem vorgenommen werden, wenn bei Patientinnen/Patienten aufgrund schwererer Erkrankungen eine Spirometrie nicht oder schwer durchführbar ist. Die Mitarbeit der Betroffenen ist zwar notwendig, die Anforderungen sind jedoch weniger komplex als bei einer Spirometrie. Auch die körperliche Leistungsanforderung ist geringer. Die Untersuchung ist schmerzfrei.

Wie läuft die Ganzkörperplethysmografie ab?

Vor Beginn wird der Ablauf des Messverfahrens erklärt. Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Unklarheiten zu besprechen. Die Untersuchung findet in einer Kammer mit gläsernen Seitenwänden statt. Sie hat in etwa die Größe einer Duschkabine, ist jedoch durch eine Decke geschlossen. Die Türe der Kammer wird während der Untersuchung geschlossen, kann aber auch von innen geöffnet werden.

Die Ganzkörperplethysmografie erfolgt möglichst aufrecht sitzend. Die Patientin/der Patient bekommt eine Nasenklemme. Sie/er atmet durch den Mund und durch ein Mundstück (das mit den Lippen gut verschlossen wird) ein und aus. Ein spezielles angeschlossenes Gerät wird als Pneumotachograph bezeichnet. Die Ganzkörperplethysmografie erfolgt in Ruheatmung – das bedeutet bei normaler ruhiger Ein- und Ausatmung. Die Apparate zur Aufzeichnung und Auswertung der Messung befinden sich außerhalb der Kabine. Von dort aus überwacht das Fachpersonal die Untersuchung.

Durch die Atembewegung der Patientin/des Patienten werden Veränderungen erfasst, Strömungswiderstand beim Atmen, Volumenverschiebung in der Kammer oder (meist) Kammerdruck. Auf Basis dessen können relevante Werte errechnet werden. Wichtig sind für die Ärztin/den Arzt beispielsweise das Volumen der Luft, die nach der Ausatmung in der Lunge verbleibt, sowie das maximale Volumen bei der Einatmung. Ergebnisse werden in Form von Kurven optisch dargestellt, ebenso werden Zahlenwerte angegeben. Beurteilung der Messergebnisse und Befundbesprechung erfolgen durch die Ärztin/den Arzt.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Da die Durchführung in einer kleinen Kammer erfolgt, ist sie für Personen mit Klaustrophobie nicht geeignet. Auch bei lebensbedrohlichen Situationen kann eine Ganzkörperplethysmografie nicht durchgeführt werden.

Wo wird die Ganzkörperplethysmografie durchgeführt?

Die Ganzkörperplethysmografie kann bei einer niedergelassenen Ärztin/einem niedergelassenen Arzt (Fachärztinnen/Fachärzte für Pulmologie) oder im Krankenhaus erfolgen.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Pulmologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche.
  • Krankenhäuser (mit pulmologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.
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