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Elektroenzephalographie © Marcus Scholz

Elektroenzephalographie (EEG)

Mithilfe der Elektroenzephalographie (EEG) kann die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen und grafisch dargestellt werden. Sie wird in der Neurologie eingesetzt. Die elektrische Aktivität im Gehirn entsteht durch Reiz- und Informationsübertragung von Nervenzellen der Hirnrinde. Die aufgezeichneten Impulse stellen die Summe von elektrischen Aktivitäten vieler Nervenzellen einer bestimmten Gehirnregion dar . . .

Wann ist eine EEG notwendig?

Die Elektroenzephalographie wird vorwiegend zur Diagnostik neurologischer Erkrankungen eingesetzt. Mögliche Einsatzbereiche sind beispielsweise

  • Diagnose und Verlauf von Epilepsien,
  • Schlafmedizin und
  • Bestätigung des Hirntods vor Organspende.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Die Aufzeichnung eines Enzephalogramms erfolgt über Elektroden, die an der Kopfhaut befestigt werden. Dafür ist ein optimaler Kontakt zwischen Hautoberfläche und Elektroden erforderlich. Die Haare sollten aus diesem Grund frisch gewaschen sein, auf Haargel oder -spray sollte verzichtet werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung findet meistens im Liegen statt, ist aber auch im Sitzen möglich. Sie dauert ca. 20-30 Minuten. Das Elektroenzephalogramm wird dabei mittels Elektroden an der Kopfhaut aufgezeichnet. Um die Position der Elektroden eindeutig zu bestimmen, sind diese in eine Kopfhaube eingearbeitet, die von der Patientin/vom Patienten während der Untersuchung getragen wird. Ein Kontaktspray oder -gel sorgt für eine optimale Verbindung zwischen Kopfhaut und Elektrode.

Bei einer Routineuntersuchung wird üblicherweise mit 21 Elektroden gemessen. Die „Haube“ ist durch ein Kabel mit einem Computer verbunden, der die relativ schwachen Impulse verstärkt und wellenförmige Bilder erzeugt. Die Untersuchung findet unter Ruhebedingungen in einem abgedunkelten Raum statt. Die Augen sollten geschlossen bleiben. Während des Aufzeichnungsvorgangs sollte die Patientin/der Patient nicht sprechen und sich möglichst wenig bewegen.

Für bestimmte Fragestellungen, besonders in der Epilepsiediagnostik, erfolgen während der Untersuchung sogenannte Provokationstests, um bestimmte Hirnrindenregionen anzuregen (z.B. Augen öffnen, Lichtblitze, schnelles Ein- und Ausatmen).

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Die EEG ist ein risikofreies Routineverfahren. Nebenwirkungen und Komplikationen sind nicht bekannt.

Wo wird eine EEG durchgeführt?

Eine Elektroenzephalographie kann bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Neurologie oder in Krankenhäusern mit neurologischer Abteilung durchgeführt werden. Eine Überweisung/Zuweisung durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt ist je nach Situation erforderlich. Wird eine Neurologin/ein Neurologe direkt in Anspruch genommen, ist keine Überweisung/Zuweisung notwendig.

  •  Fachärztinnen/Fachärzte für Neurologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche.
  • Krankenhäuser (mit neurologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Elektroenzephalographie benötigen Sie je nach Situation eine ärztliche Überweisung/Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Elektroenzephalographie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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