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Zystoskopie © sudok1

Urethrozystoskopie (Blasenspiegelung)

Die Urethrozystoskopie ist eine Betrachtung der Blase und Harnröhre von innen mithilfe eines Zystoskops. Dieses besteht aus einem dünnen Metallrohr mit einer Lichtquelle und einer Kameraoptik am Ende. Alternativ werden auch biegsame, dünnere Endoskope aus Kunststoff eingesetzt, deren Spitze beweglich ist. Mit dieser Untersuchungsmethode lassen sich krankhafte Veränderungen der Blase, Harnröhre und Prostata erkennen und manchmal auch gleichzeitig behandeln . . .

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Zystoskopie erfolgt üblicherweise in der Ordination einer niedergelassenen Urologin/eines niedergelassenen Urologen, kann aber auch ambulant oder in Sonderfällen stationär durchgeführt werden. Die Untersuchung erfolgt im Liegen und dauert nur wenige Minuten. Bei Erwachsenen ist meistens keine Narkose erforderlich, bei Kleinkindern kann mitunter eine Narkose erforderlich sein.

Zuerst wird die Harnröhrenmündung desinfiziert, anschließend wird mit einer Spritze ein Gemisch aus Gleit- und Schmerzmittel in die Harnröhre eingebracht. Das Zystoskop wird dann vorsichtig über die Harnröhre bis in die Harnblase vorgeschoben. Dies ist der unangenehmste Teil der Untersuchung, vor allem für Männer, da deren Harnröhre länger ist und gekrümmt verläuft. Anschließend wird die Harnblase mit Flüssigkeit gefüllt, damit sich die Schleimhaut gut entfalten und genau beurteilt werden kann.

Manchmal wird für spezielle Fragestellungen wie z.B. in der Krebsdiagnostik ca. eine Stunde vor der Untersuchung ein Photosensitizer in die Blase eingebracht. Bei Bestrahlung mit Blaulicht leuchtet diese Substanz rot. Da sie insbesondere von Krebszellen aufgenommen wird, können auch flache Tumoren der Blase erkannt werden. Man nennt diese Methode photodynamische Diagnostik (PDD).

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Die Urethrozystoskopie ist ein risikoarmes Routineverfahren. Folgende Nebenwirkungen und Komplikationen können dennoch auftreten:

  • Leichte Schmerzen treten überwiegend beim Einführen des Zystoskops über die Harnröhre auf. Diese können zwar durch zuvor verabreichte Schmerzmittel gelindert werden, völlig schmerzfrei ist die Untersuchung jedoch nur unter Narkose möglich. Durch eine Reizung der Schleimhaut von Blase und Harnröhre können leichte Schmerzen auch noch nach der Untersuchung anhalten.
  • Geringe Blutungen sind durch leichte Schleimhautverletzungen oder nach einer Probenentnahme möglich, bedürfen meist jedoch keiner weiteren Behandlung.
  • Extrem selten kommt es zu schwereren Verletzungen durch das Zystospkop bis hin zum Durchbruch (Perforation) der Blasen- oder Harnröhrenwand. Diese machen eventuell eine Operation erforderlich.
  • Extrem selten treten Entzündungen im Bereich der ableitenden Harnwege auf, die eine Behandlung mit Antibiotika erfordern können.

Hinweis Nach der Untersuchung sollten Sie möglichst viel trinken, um den mit Kontrastmittel versetzten Harn rasch zu verdünnen und auszuscheiden. So kann eine Verbreitung von Keimen und damit eine Infektion verhindert werden!

Wo wird eine Urethrozystoskopie durchgeführt?

Eine Urethrozystoskopie kann bei Fachärztinnen und Fachärzten für Urologie oder in Krankenhäusern mit einer Abteilung für Urologie durchgeführt werden. Eine Überweisung ist erforderlich.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Urologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  •  Krankenhäuser (mit urologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Urethrozystoskopie benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Urethrozystoskopie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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