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Kühlpad am Arm © Peter Atkins

Muskelprellung

Nach einer Muskelprellung können sich sehr rasch ein Bluterguss und eine Muskelschwellung entwickeln. Diese sind von außen kaum sichtbar, weil die Muskeln oder Muskelgruppen von relativ festen Bindegewebshüllen (Faszien) umgeben sind. Diese Faszien bilden eine räumliche Unterteilung in sogenannte Kompartments oder Muskellogen. Infolge der Einblutung und Muskelschwellung kann es zur Erhöhung des Gewebedrucks und einer Durchblutungsstörung innerhalb einer oder mehrerer Kompartments kommen. Es entwickelt sich ein sogenanntes akutes Kompartment- oder Muskellogensyndrom (häufig an Unterschenkel, Unterarm oder Oberschenkel), das unbehandelt zur Gewebeschädigung bis hin zum Untergang von Muskulatur (Muskelnekrose) führen kann.

Ursache & Vorbeugung

Stumpfe Gewalteinwirkung, z.B. Sturz, Schlag oder Stoß, ist die hautsächliche Ursache für eine Muskelprellung. Das Risiko einer Muskelprellung lässt sich durch das Tragen von Schutzausrüstung und geeigneter Sportausrüstung (z.B. gute Schuhe), gezieltes Aufwärmtraining sowie Vermeidung von Übermüdung und Überanstrengung senken.

Symptome & Diagnose

Zu den Beschwerden zählen u.a. starke Schmerzen (insbesondere bei Druck und Belastung), Gefühlsstörungen, meist erhebliche harte Schwellung der Muskulatur und Funktionsstörung mit Ausfall von betroffenen Nerven. Die Diagnose wird aufgrund der Symptome und der auslösenden stumpfen Gewalteinwirkung gestellt.

Therapie

Die Erstbehandlung erfolgt nach dem PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung). Bei einem akuten Kompartmentsyndrom ist zwingend eine Notfalloperation (mit Spaltung der betreffenden Faszien) erforderlich, um ein Absterben von Muskelgewebe und eine dadurch eventuell notwendige Amputation von Arm oder Bein zu verhindern.

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