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Symbolbild Schilddrüse © goa novi

Schilddrüse: Funktion

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ist ein schmetterlingsförmiges Organ und liegt im Hals knapp unterhalb des Kehlkopfes an der Vorderwand der Luftröhre. Sie gehört zu den lebensnotwendigen Hormondrüsen des Körpers. Die von ihr erzeugten Hormone Thyroxin und Trijodthyronin sind Voraussetzung für eine normale Funktion vieler Organsysteme. Bei Kindern sind sie darüber hinaus auch für eine normale körperliche und geistige Entwicklung wichtig.

Warum die Schilddrüse Jod benötigt

Für die Erzeugung der Schilddrüsenhormone benötigt die Schilddrüse Jod, das als lebenswichtiges Spurenelement mit der Nahrung zugeführt werden muss, da es der Körper nicht selbst bereitstellen kann.

Österreich ist ein Jodmangelgebiet – die normale Ernährung enthält demnach zu wenig Jod. Der Jodmangel ist auf die letzte Eiszeit zurückzuführen, als es zu einer Ausschwemmung in die Weltmeere gekommen ist. Um diesen Mangel auszugleichen, ist in Österreich eine Jodierung von Kochsalz seit 1963 gesetzlich vorgeschrieben.

Die Speisesalzjodierung wurde 1990 nochmals erhöht. Jodmangel kann trotzdem auch in Österreich vorkommen.

Wie Schilddrüsenhormone im Körper wirken

Die Schilddrüse wird von einem Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), dem Thyroidea-stimulierenden Hormon (TSH), gesteuert. Über einen Rückkopplungsmechanismus erhöht oder vermindert es je nach Schilddrüsenhormonspiegel im Blut die Hormonproduktion in der Schilddrüse.

Schilddrüsenhormone erhöhen den Grundumsatz und Energieverbrauch des Organismus. Ihre wichtigsten Funktionen sind:

  • Wärmeproduktion durch gesteigerten Sauerstoffverbrauch und Energieumsatz,

  • Steigerung der Kohlenhydrataufnahme und der körpereigenen Produktion von Kohlenhydraten und Eiweiß,

  • verstärkte Freisetzung körpereigener Fettbestände und Beschleunigung des Cholesterinabbaus,

  • Erhöhung von Puls und Blutdruck,

  • Steigerung von Knochenumbauvorgängen,

  • Wachstum und Reifung von Skelett, Gehirn und Muskulatur.

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