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Junger Bub beim Arzt © Photographee.eu
Junger Bub beim Arzt © Photographee.eu

Vorhautverengung (Phimose)

Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel des Penis zurückschieben. Im Kindesalter ist dies in den meisten Fällen völlig normal und bedarf keiner Therapie. Nur wenn es dadurch zu Beschwerden, wie etwa zu Problemen beim Wasserlassen oder zu Entzündungen kommt, ist eine Behandlung notwendig. Im Erwachsenenalter kann es infolge wiederholter Entzündungen und Vernarbungen der Penisspitze (Eichel) zu einer krankhaften, verengten Vorhaut (sekundäre Phimose) kommen. Um solche Narbenbildungen zu vermeiden, sollte eine zu enge oder verklebte Vorhaut nie gewaltsam zurückgeschoben werden.

Phimose: Was ist das?

Die Vorhaut ist jene Hautschicht, die die Spitze (Eichel) des schlaffen Penis umschließt. Sie dient als Hautreserve für die Vergrößerung des Penis bei der Erektion. Zudem schützt sie die Eichel vor Krankheitserregern und spielt im Erwachsenenalter eine wichtige Rolle für das sexuelle Empfinden. 

Bei einer Phimose kann die Vorhaut des männlichen Gliedes gar nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückgeschoben werden. In den ersten Lebensjahren ist dies völlig normal und kein Grund zur Besorgnis: Fast jeder Bub wird mit einer natürlichen Phimose (physiologische Phimose) geboren. Dabei sind Vorhaut und Eichel miteinander verklebt, und die Vorhautöffnung ist noch so eng, dass die Eichel nicht hindurchpasst. Dadurch wird die Eichel vor Verunreinigungen und Keimen geschützt. Die natürliche Phimose verursacht in der Regel keine Probleme, und die Verklebung der Vorhaut löst sich im Laufe der Zeit von selbst. Der Zeitpunkt ist von Fall zu Fall verschieden. Bei den meisten Kindern ist die Phimose im Alter von drei Jahren nicht mehr vorhanden. Bleibt diese länger bestehen, müssen sich die Eltern, sofern sonst keine Probleme, wie Schmerzen oder Entzündungen auftreten, dennoch keine Sorgen machen. Zum Zeitpunkt der Einschulung (sechs bis sieben Jahre) haben noch bis zu acht von 100 Jungen eine Phimose, während in der Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen nur noch einer von 100 Jugendlichen betroffen ist. 

Von der natürlichen Phimose unterscheiden muss man die krankhafte Phimose. Bei dieser ist die Vorhaut tatsächlich zu eng und verursacht zum Teil massive Beschwerden. 

Welche Formen der Phimose gibt es?

Bei der Vorhautverengung unterscheidet man:

  • Vollständige (absolute) Vorhautverengung: Ein Zurückschieben der Vorhaut ist auch bei erschlafftem Penis nicht möglich.
  • Unvollständige (relative) Vorhautverengung: Die Vorhaut kann nur beim versteiften (erigierten) Penis nicht zurückgeschoben werden.  

Hinweis Von der Vorhautverengung abzugrenzen ist eine Verkürzung des Vorhautbändchens (Frenulum breve), die sich im einfachsten Fall durch die Durchtrennung des unten am Penis verlaufenden Bindegewebsbandes behandeln lässt.

Welche Ursachen hat eine Phimose?

In der Medizin wird unterscheiden zwischen:

Primäre Phimose

Bei den meisten Buben verschwindet die physiologische Phimose zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr, spätestens bis zur Pubertät ist diese bei 99 von 100 Jugendlichen weg. In seltenen Fällen lösen sich die Verklebungen der Vorhaut bis zum Abschluss der Pubertät nicht oder nur teilweise. Dieser Umstand kann die tägliche Hygiene erschweren und einen idealen Nährboden für Krankheitserreger darstellen. Wiederholte Entzündungen und Harnwegsinfekte können die Folge sein.

Sekundäre Phimose 

Diese entwickelt sich im Laufe des Lebens (erworbene Phimose) und kann verschiedene Gründe haben:

  • Wiederholt auftretende Entzündungen der Eichel und Vorhaut, die narbig abheilen.
  • Ungewollt herbeigeführte Verletzungen der Vorhaut: Beim gewaltsamen Versuch, die Vorhaut zurückzuschieben, können kleine Risse in der Vorhaut entstehen, die mit der Zeit vernarben. Da Narbengewebe dazu neigt zu schrumpfen, verliert die Vorhaut an Elastizität und wird zunehmend verengt. Dadurch kann der Weg zu einer krankhaften Phimose (sekundäre Phimose) geebnet werden. Nicht nur aus diesem Grund sollten Eltern auf keinen Fall versuchen, bei ihrem Kind die Vorhaut gewaltsam über die Eichel zu schieben! Im schlimmsten Fall kann es dabei zu einer sogenannten Paraphimose kommen. Dabei kann die über die Eichel gestreifte Vorhaut nicht mehr zurückgeschoben werden, wodurch die Eichel abgeschnürt wird. Das kann zu schweren Schäden des Penis führen, umgehende ärztliche Hilfe ist dann erforderlich. 
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Bei Erwachsenen kann hinter einer neu aufgetretenen Phimose auch ein Diabetes mellitus stecken. Grund dafür ist, dass Diabetiker zu Entzündungen der Haut neigen. Dabei kann es gehäuft zu Entzündungen der Eichel und der Vorhaut (Balanoposthitis) und in weiterer Folge zu einer sekundären Phimose kommen. 
  • Lichen sclerosus: In manchen Fällen ist eine sekundäre Phimose auf eine seltene, chronisch entzündliche Hauterkrankung (Lichen sclerosus) zurückzuführen. Dabei kommt es zu einer starken Schrumpfung und Verhärtung der Vorhaut.  

Welche Symptome können bei krankhafter Vorhautverengung auftreten?

Eine Vorhautverengung kann ein Leben lang bestehen, ohne Probleme zu verursachen. In den meisten Fällen kommt es erst dann zu Beschwerden, wenn die Verengung bis ins Jugend- oder Erwachsenenalter bestehen bleibt. Dabei kann sie beispielsweise Ursache von immer wiederkehrenden Infekten der Harnwege (rezidivierenden Harnwegsinfekten) oder Entzündungen des Penis (Balanoposthitis) sein. Bei Erwachsenen kann es durch eine Verengung der Vorhaut zu Problemen bei der Erektion und beim Geschlechtsverkehr kommen. Hauptsymptom der Vorhautverengung ist, dass sich die Vorhaut nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückschieben lässt.

Bei folgenden Anzeichen sollte eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden:

  • Probleme beim Urinieren: Beim Wasserlassen kann der Harnstrahl durch die verengte Vorhaut abgeschwächt oder verdreht sein. Mitunter bläht sich die Vorhaut beim Urinieren wie ein Ballon auf (Ballonierung). Auch Schmerzen und Brennen beim Urinieren können Anzeichen einer Vorhautverengung sein. Selten kann es zum Harnverhalt kommen, bei dem überhaupt kein Wasser mehr gelassen werden kann. 
  • Schmerzhafte Entzündungen an der Eichel und Vorhaut (Balanoposthitis): Bei Jugendlichen und Erwachsenen, selten bei Kindern, kann der Bereich unter einer zu engen Vorhaut nur schlecht gereinigt werden. Dadurch entsteht ein idealer Nährboden für Krankheitskeime – Entzündungen können die Folge sein. Dann ist die Penisspitze gerötet, geschwollen und sehr schmerzhaft. Häufige Entzündungen können zur Bildung von Narben und zu einer sekundären Phimose führen. Mitunter breitet sich die Entzündung auch auf die Harnröhre aus, und es kommt zu einem Harnwegsinfekt. Auch immer wiederkehrende Harnwegsinfekte können auf eine Phimose deuten.
  • Paraphimose: Die über die Eichel zurückgezogene, zu enge Vorhaut lässt sich nicht mehr zurückstreifen und schnürt diese ab. Ein sogenannter Schnürring („Spanischer Kragen“) entsteht. Infolgedessen schwillt die Eichel nach und nach massiv an, wodurch ein Zurückschieben der Vorhaut immer mehr erschwert wird. Nach einiger Zeit wird die Penisspitze nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und verfärbt sich. Eine Paraphimose ist äußerst schmerzhaft und stellt einen absoluten Notfall dar, der umgehend ärztlich behandelt werden muss! Ohne rechtzeitige Behandlung kann der Penis schwer geschädigt werden, er kann sich entzünden, und im schlimmsten Fall kann die Eichel absterben (Nekrose). Zu solch einer Paranephrose kann es kommen, wenn Betroffene oder deren Eltern versuchen, eine zu enge Vorhaut gewaltsam über die Eichel zu ziehen! Selten kann es auch beim Geschlechtsverkehr oder Masturbieren oder als Komplikation beim Setzen eines Blasenkatheters dazu kommen. 

Folgende zusätzliche Anzeichen sprechen für eine Vorhautverengung bei Erwachsenen:

  • Die Vorhaut kann beim erigierten und nicht erigierten Glied nicht oder nur teilweise zurückgezogen werden.
  • Die Verengung kann zu einem schmerzhaften Spannungsgefühl bei der Erektion führen.
  • Beim Geschlechtsverkehr treten Schmerzen im Bereich der zu engen Vorhaut auf.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen untersucht die Kinderärztin/der Kinderarzt immer auch den Penis und steht den Eltern mit Rat und Tat bezüglich der richtigen Pflege des Intimbereichs zur Seite. Falls bereits Probleme mit der Vorhaut bestehen, kann sich der Betroffene oder dessen Eltern an eine Kinderärztin/einen Kinderarzt oder eine Fachärztin/einen Facharzt für Urologie wenden. Diese/dieser kann in einem ersten Gespräch und einer körperlichen Untersuchung klären, ob eine behandlungsbedürftige Phimose besteht. Dabei überprüft die Ärztin/der Arzt, ob sich die Vorhaut ganz oder teilweise über die Eichel zurückschieben lässt und ob beim Zurückstreifen über die Eichel ein Schnürring zu erkennen ist. Falls bereits eine Entzündung vorliegt, wird ein Abstrich der entzündeten Stelle genommen und in einem Labor mikroskopisch auf Keime untersucht. Wenn eine Phimose erstmals im Erwachsenenalter auftritt, ordnet die Ärztin/der Arzt mitunter eine Untersuchung des Blutzuckerspiegels an. 

Wie kann einer Phimose vorgebeugt werden?

Durch regelmäßige Hygiene und sanftes Zurückschieben der Vorhaut beim Urinieren und Reinigen können Jugendliche und Männer Entzündungen und damit einer Phimose vorbeugen.

Um Entzündungen im Genitalbereich von Kindern zu vermeiden, raten Fachleute:

  • Gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut vermeiden! Das kann zu ungewollten Verletzungen führen. Vernarben die kleinen Risse, kann es in weiterer Folge zu einer behandlungsbedürftigen, sekundären Phimose kommen.
  • In den ersten Lebensjahren ist es nicht notwendig, die Vorhaut beim Reinigen des Penis zurückzuschieben. Auch später sollte die Vorhaut nur so weit zurückgestreift werden, wie dies ohne Probleme möglich ist. Es reicht aus, den Penis von außen, so wie auch den übrigen Körper, zu waschen.
  • Windeln häufig wechseln, um Hautreizungen zu vermeiden.
  • Ältere Buben sollten so früh wie möglich über die richtige Pflege des Penis aufgeklärt werden: Sie sollten den Penis täglich mit Wasser, unter vorsichtigem Zurückschieben der Vorhaut, reinigen, um das weißliche Smegma zu entfernen. Dieses sammelt sich Tag für Tag unter der Vorhaut an und bietet einen guten Nährboden für Krankheitserreger. Mit der Zeit riecht dieses auch unangenehm. Nach dem Waschen sollte die Vorhaut (wenn bereits verschiebbar) wieder über die Eichel geschoben werden. 

Wie erfolgt die Behandlung einer Phimose?

Da eine natürliche Phimose in den meisten Fällen bis zur Pubertät von selbst verschwindet, ist eine Behandlung in der Regel nur dann erforderlich, wenn die Phimose Beschwerden (z.B. wiederkehrende Entzündungen, Probleme beim Urinieren etc.) verursacht. Je nach Alter des Patienten sowie nach Ausprägung der Beschwerden stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl. Prinzipiell wird bei diesen die Vorhaut gedehnt oder entfernt. Ziele der Therapie sind, eine problemlose Harnentleerung und Hygiene des Penis sowie ein unbeeinträchtigtes Sexualleben zu ermöglichen. 

Hinweis Die Meinungen, in welchem Alter eine Phimose bei Kindern zu behandeln ist, gehen weit auseinander. Die aktuelle Tendenz zeigt aber deutlich eine abwartende Haltung.

Nicht operative (konservative) Behandlung

Bildet sich die Vorhautverengung nicht von selbst zurück UND verursacht diese Beschwerden, empfiehlt die Ärztin/der Arzt in den meisten Fällen zunächst eine Behandlung mit einer kortisonhaltigen Salbe. Diese soll über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen zweimal täglich auf die Spitze des Penis aufgetragen werden. Dadurch soll die Vorhaut elastischer werden. Etwa ab der dritten Woche können die Eltern oder kann der Patient selbst damit beginnen, die Vorhaut behutsam zurückzuschieben und diese nach und nach zu dehnen. Mit dieser Methode kann vielen betroffenen Buben geholfen werden. Da sich die Vorhaut mitunter nach einiger Zeit erneut verengt, muss die Behandlung oft nach einer Weile wiederholt werden.

Operative Therapieverfahren

Führt die Salbentherapie nicht zum Erfolg, empfiehlt die Ärztin/der Arzt eine kleine Operation (Beschneidung). Bei immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten, starken Vernarbungen im Bereich der Eichel, Problemen beim Geschlechtsverkehr oder einer Paraphimose rät die Ärztin/der Arzt mitunter gleich zur Operation. Kinder werden in der Regel unter Vollnarkose, aber ambulant operiert. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann der Eingriff auch unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. 

Je nach Schwere der Phimose kommen dabei unterschiedliche operative Methoden infrage:

Vollständige Beschneidung 

Bei der vollständigen Beschneidung wird die gesamte Vorhaut entfernt, und die Eichel liegt anschließend frei. In weiterer Folge kann es daher zu keiner erneuten Phimose kommen. Ärztinnen/Ärzte raten oft zu dieser Methode, wenn starke Vernarbungen vorliegen oder der Patient an einer chronischen Hauterkrankung (Lichen sclerosus) leidet. Manchmal kann sich durch die Operation die Empfindlichkeit (Sensibilität) der Eichel verändern. Sehr selten kann dies zu Beeinträchtigungen im Sexualempfinden führen. 

In der Regel ist der Heilungsverlauf bei einer vollständigen Beschneidung nach zwei Wochen abgeschlossen. Mithilfe von desinfizierenden Sitzbädern oder Gliedbädern – ab dem ersten Tag nach dem Eingriff – lässt sich der Heilungsverlauf zusätzlich unterstützen. Drei Tage nach dem Eingriff darf geduscht werden. Ein Vollbad ist erst nach Auflösen der Fäden angezeigt (zwischen sieben und zwölf Tagen). Bei einem guten Heilungsverlauf ist Geschlechtsverkehr in der Regel nach drei Wochen wieder möglich. 

Hinweis Bei Rötung, zunehmender Schwellung oder Fieber sollte eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden.

Vorhauterhaltende Verfahren

  • Teilbeschneidung: Bei der sparsamen Beschneidung (partielle Zirkumzision) wird nur der zu enge Anteil der Vorhaut entfernt. Ein Teil der Vorhaut bleibt zurück und bedeckt die Eichel. Die verbleibende Vorhaut sollte danach problemlos über die Eichel bewegt werden können. Bei dieser Methode besteht das Risiko, dass sich durch Narbenbildung die verbleibende Vorhaut erneut verengt (Rezidiv). Dann muss in einer weiteren Operation die Vorhaut komplett entfernt werden.
  • Erweiterungsplastik: Hierbei wird die zu enge Vorhaut lediglich geweitet. Dabei schneidet die Chirurgin/der Chirurg die verengte Vorhaut an mehreren Stellen längs ein und verschließt diese Schnitte mit einer speziellen Nahttechnik. Auch hier besteht das Risiko eines sogenannten Rezidivs: Bei 11-20 von 100 operierten Personen kommt es nach einiger Zeit zu einer erneuten Verengung der Vorhaut. Dieses Verfahren kann nicht bei Patienten, die an Lichen sclerosus erkrankt sind, angewandt werden.  

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kommt es im Rahmen von Beschneidungen zu Komplikationen. In den meisten Fällen sind diese harmlos und gut behandelbar. Treten nach der Operation leichte Schmerzen auf, können Schmerzmittel eingenommen werden. Auch für Kinder stehen schmerzstillende Zäpfchen zur Verfügung. Bei etwa zwei von 100 Patienten kommt es nach dem Eingriff zu ernsteren Komplikationen, wie Nachblutungen, Wundinfektionen oder zu einer narbigen Verengung der Harnröhrenöffnung (Meatusstenose).

Notfall Paraphimose

Lässt sich die hinter die Eichel zurückgestreifte Vorhaut nicht mehr zurückschieben und wird sie dadurch eingeschnürt (Paraphimose), muss umgehend eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden. Diese/dieser versucht, die Vorhaut unter örtlicher Betäubung (gegebenenfalls auch in Narkose) mit der Hand wieder an den richtigen Platz (Reposition) zu bringen. In manchen Fällen ist dies nur dann möglich, nachdem die Ärztin/der Arzt den Vorhautschnürring, im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs, eingeschnitten hat. Um ähnliche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden, raten Fachleute in den meisten Fällen, zu einer späteren Beschneidung. 

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Verdacht auf eine Vorhautverengung können Sie sich betreffs Diagnose und Behandlung an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin
  • Fachärztin/Facharzt für Urologie
  • Kinderärztin/Kinderarzt 

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für eine medizinisch begründete Beschneidung werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVAEB, SVS, SVS, BVAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

Wenn ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist

Für die Behandlung kann mitunter ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein. Dabei wird über die Krankenhauskosten abgerechnet. Vom Patienten ist pro Tag ein Kostenbeitrag zu bezahlen. Die weitere medikamentöse Behandlung zu Hause erfolgt per Rezept durch die Allgemeinmedizinerin/den Allgemeinmediziner bzw. durch die Fachärztin/den Facharzt.

Hinweis Die Kosten für eine kosmetische oder religiöse Beschneidung werden nicht übernommen. 

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