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Rothaarige junge Frau © ave_mario

Hautkrebs: Basaliom

Das Basaliom (Basalzellkarzinom, weißer Hautkrebs) ist der weitaus häufigste bösartige Hauttumor. In Mitteleuropa sind etwa 60 von 100.000 Einwohnern betroffen. Besonders gefährdet sind Menschen mit sonnenempfindlicher Haut, blonden oder roten Haaren sowie blauen Augen. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter. So entwickelt beinahe jede/jeder Zweite über 70 Jahren zumindest Vorstufen bzw. Frühformen von weißem Hautkrebs. Dabei kommt es zur Entartung der Basalzellen in der Oberhaut . . .

Ursachen

Eine genetische Veranlagung für besonders hohe UV-Empfindlichkeit begünstigt in Kombination mit auslösenden Faktoren die Ausbildung eines Basalioms. Der Hauptfaktor ist häufige und intensive Sonneneinstrahlung. Daher entwickeln sich mehr als 90 Prozent aller Basaliome an besonders sonnenexponierten Hautarealen, v.a. im unbehaarten Kopf- und Halsbereich. Daneben können auch Verbrennungen, Röntgenstrahlen oder bestimmte Chemikalien wie Arsen, das z.B. früher im Weinbau als Insektenvertilgungsmittel verwendet wurde, die Bildung eines Basalioms begünstigen.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung besteht in einem vernünftigen Umgang mit der Sonne. Sonnenschutzmittel bieten einen gewissen Schutz, insbesondere vor Sonnenbrand. Sie können jedoch die Entstehung von Hautkrebs nicht komplett verhindern. Daher sollte man sich durch Sonnenschutzmittel nicht in trügerischer Sicherheit wähnen.

Basaliome bleiben oft über lange Zeit unbemerkt, weil sie weder Schmerzen noch Juckreiz verursachen und sehr langsam wachsen. Daher ist eine regelmäßige Selbstuntersuchung der gesamten Haut wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und diese zu beobachten. Zusätzlich sollte eine jährliche Untersuchung durch die Hautärztin/den Hautarzt erfolgen. Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko sollten zweimal jährlich zur Kontrolle gehen.

Erscheinungsbild

Ein Basaliom besteht aus kleinen, oft gruppenweise angeordneten, hautfarbenen bis bräunlichen Knötchen mit perlmuttartigem Glanz, die zu einem größeren Knoten verschmelzen können. Dieser bricht oft geschwürig auf und kann bluten. Auch kleine rötliche Flecken mit kleinen Knötchen am Rand sowie offene Stellen, die bluten und trotz Salbenbehandlung über Wochen und Monate nicht abheilen, können vorkommen. 
Prinzipiell bilden Basaliome keine Metastasen. Bleiben sie unerkannt bzw. unbehandelt, wachsen Basaliome jedoch in die Tiefe und zerstören Gewebe, im Extremfall sogar Knorpel und Knochen. Im Gesicht besteht die Gefahr von Entstellungen.

Diagnose & Therapie

Meist sind die Veränderungen typisch und werden von einer Hautärztin/einem Hautarzt leicht erkannt. Eine Sicherung der Diagnose kann durch die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe erfolgen.Die Standardbehandlung ist die vollständige operative Entfernung des Basalioms. Sie kann in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung von einer Hautärztin/einem Hautarzt durchgeführt werden und ist mit einer relativ geringen Belastung für die/den Betroffenen verbunden.

Bei Tumoren in oberflächlicher Lage kommt alternativ die photodynamische Therapie infrage. Dabei wird auf den Tumor eine lichtsensibilisierende Creme aufgetragen und dieser anschließend mit rotem Licht bestrahlt. Eine weitere Möglichkeit für flache Tumoren bietet die Anwendung immunmodulierender Cremes wie z.B. Imiquimod. Diese unterstützen die körpereigene Immunabwehr dabei, die Krebszellen zu bekämpfen.

Beide Methoden haben gegenüber der operativen Entfernung den Nachteil, dass keine histologische Untersuchung der veränderten Zellen erfolgt und daher die Gefahr eines Rezidivs größer ist. 

Sind die Tumoren bereits größer oder befinden sich in ungünstiger Lage (z.B. in Augennähe), wird die Operation in mehreren Schritten durchgeführt: Wenn nach der Entfernung und mikroskopischen Kontrolle noch Tumorreste vorhanden sind, werden diese in einer zweiten Operation entfernt und erneut kontrolliert. Erst dann erfolgt der Wundverschluss.

Andere Verfahren wie Bestrahlungen oder Vereisung des Tumors kommen nur in besonderen Fällen zum Einsatz, z.B. wenn eine Operation aufgrund des Alters oder einer schweren Erkrankung der/des Betroffenen nicht infrage kommt. Bei rechtzeitig erkannten und behandelten Basaliomen können rund 95 Prozent aller Patientinnen/Patienten geheilt werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei nicht heilenden Hautverletzungen und verdächtig erscheinenden Hautveränderungen sollten Sie sich umgehend an eine Hautärztin/einen Hautarzt wenden. Basaliome bilden zwar keine Metastasen, je früher jedoch eine operative Entfernung erfolgt, desto harmloser sind sie und desto kleinere Narben bleiben zurück.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für Diagnose und Therapie von Basaliomen werden zur Gänze von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

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