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Symbolfoto Kniegelenk © BigBlueStudio
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Sehnen und Bänder

Mit der Hilfe von Bändern und Sehnen werden die unterschiedlichen Teile des Stütz- und Bewegungsapparats, wie Knochen, Muskeln und Gelenke verbunden und in der richtigen Stellung gehalten. Bänder und Muskeln stellen außerdem sicher, dass Bewegungsabläufe kontrolliert ablaufen. Auch im Bereich der inneren Organe sorgen Bandstrukturen für deren Lagesicherung und schützen sie vor mechanischer Belastung von außen, z.B. Druck oder Stöße.

Bänder und Sehnen werden dem straffen Bindegewebe zugeordnet. Sie bestehen aus kollagenen Fasern, wenigen elastischen Fasern und Bindegewebszellen. Durch eine parallel angeordnete Faserausrichtung verfügt das Gewebe über eine speziell hohe Zugfestigkeit.

Die Durchblutung und der Stoffwechsel von Bändern und Sehnen sind im Vergleich zu jenen der Muskeln oder der Haut geringer. Bänder und Sehnen werden daher auch als bradytrophes Gewebe bezeichnet. Bei einer Überlastung oder Verletzung dauert die Heilung daher länger als bei anderen Gewebeteilen. Ebenso erfolgt die Anpassung an höhere Beanspruchungen langsamer.

Welche Aufgaben haben Bänder und Sehnen?

Ein Band (lat.: Ligamentum) am Bewegungsapparat verbindet zwei Knochen miteinander, meistens in der Umgebung eines Gelenks. Bänder dienen zur Stabilisierung von Gelenken, aber auch zur Führung und Begrenzung des Bewegungsumfanges. Bänder des Gastrointestinaltraktes halten Organe an ihrer Position, z.B. Leber, Darm und Magen in der Bauchhöhle.

Bänder können je nach Funktion unterschiedliche Formen wie beispielsweise breite Streifen, dünne Schnüre, Schlaufen etc. haben.

Eine Sehne (lat.: Tendo) stellt die Verbindung zwischen Muskeln und Knochen her. Bei Bewegung oder beim Halten überträgt eine Sehne die Muskelkraft auf den Knochen. Im Querschnitt sind sie rund, oval oder bilden dünne Platten.  

Welche Aufgaben haben Sehnenscheiden und Schleimbeutel?

Manchmal liegen Muskelbauch und Knochenansatz weit voneinander entfernt, sodass Sehnen über eine lange Strecke und über mehrere Gelenke ziehen müssen, z.B. im Bereich der Hand und des Fußes.

Um ein reibungsloses Gleiten der Sehne im Gewebe zu gewährleisten, gibt es Sehnenscheiden. Eine Sehnenscheide ist eine flüssigkeitsgefüllte Gleithülle aus Bindegewebe, die eine Sehne umgibt. Durch Verletzungen oder Überbeanspruchung kann es zu schmerzhaften Entzündungen entlang der Sehnenscheide kommen.

Ein weiterer Schutz für Sehnen können Schleimbeutel (lat.: Bursa) sein, welche ganz ähnlich aufgebaut sind wie Sehnenscheiden. An Stellen mit vermehrter Reibung bildet ein Schleimbeutel eine Art Polster zwischen einem Knochen und einer Sehne.

Haltebänder (lat.: Retinacula) verhindern, dass sich manche Sehnen bei Anspannung stark abheben würden, z.B.  an Händen und Füßen. An Gelenken mit starkem Anpressdruck können Sehnen auch durch einen Knochen (Sesambein) umgelenkt werden. Das größte Sesambein bildet die Kniescheibe.

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