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Ärztin untersucht Patientin am Bein ©jpc-prod

Krampfadern: Symptome & Diagnose

Besenreiser und retikuläre (netzförmige) Krampfadern sind in der obersten Hautschicht verlaufende kleine rötlich-bläuliche Äderchen, die sich fächerartig v.a. an der Außenseite der Oberschenkel, seltener am Unterschenkel oder in den Kniekehlen ausbreiten. Sie entstehen manchmal ohne ersichtlichen Grund, treten jedoch gehäuft in der Schwangerschaft auf und verschwinden danach oft wieder. Die Varikose kann von rein kosmetischen Beeinträchtigungen bis zu schweren Erkrankungen reichen. Die Diagnose ist mittels körperlicher und gegebenenfalls auch weiterführender Untersuchungen möglich . . .

Symptome

Sie sehen zwar nicht schön aus, sind jedoch meist harmlos und führen zu keinen Beschwerden. Sie können jedoch auch erstes Anzeichen einer Venenerkrankung sein.

Eine stärkere Ausprägung von Krampfadern ist vor allem an folgenden Krankheitszeichen erkennbar:

  • Die Beine fühlen sich schwer, müde und gespannt an, v.a. abends und in der warmen Jahreszeit.
  • Unterschenkel und Knöchel schwellen an, besonders am Abend.
  • Die Beschwerden nehmen bei längerem Sitzen oder Stehen und bei Wärme zu.
  • Insbesondere in der Nacht kommt es zu Wadenkrämpfen, Kribbeln und Unruhegefühl der Beine.
  • An Unter- und/oder Oberschenkeln treten geschlängelte Venen hervor, die gelegentlich auch schmerzhaft sind.
  • An Füßen und Beinen sind rote oder braun pigmentierte Flecken sichtbar.

Komplikationen des Krampfaderleidens

Krampfadern können in der Haut zu Ernährungsstörungen sowie zu bräunlichen Verfärbungen und Verdickungen führen. In fortgeschrittenen Fällen kann dies zur Entstehung von Unterschenkelgeschwüren oder einem „offenen Bein“ (Ulcus cruris) führen.
Durch den gestörten Blutfluss in einer Krampfader kann sich – örtlich begrenzt – eine oberflächliche Venenentzündung mit deutlicher Erwärmung und Rötung sowie Druckschmerzhaftigkeit im Bereich der betroffenen Vene entwickeln. Diese wird auch Variko-Phlebitis genannt.

Das „Platzen“ einer Krampfader – beispielsweise als Folge einer Verletzung – kann zu einer starken Blutung führen. In diesem Fall sind folgende Sofortmaßnahmen zu treffen:

  • Lagern Sie das Bein hoch, möglichst über Herzhöhe.
  • Üben Sie mit den Fingern oder einer Kompresse einen konstanten Druck auf die Wunde aus.
  • Sobald die Blutung stoppt, sollten eine saubere, am besten sterile Wundauflage und ein Druckverband angelegt werden.
  • In jedem Fall sollte sofort eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden.

Hinweis Eine Krampfaderruptur sollte zum Anlass genommen werden, die Varizen behandeln zu lassen.


Diagnose

Die Ärztin/der Arzt erhebt die Anamnese und führt eine körperliche Untersuchung, insbesondere auch der Haut an den Beinen, durch. Weiters können mittels Ultraschall die Durchgängigkeit der Venen und die Funktion der Venenklappen überprüft werden. Die sogenannte Plethysmographie erlaubt eine Beurteilung, wie gut das Blut bei Bewegung des Beines aus den Venen abgepumt werden kann. Darüber hinaus können weiterführende bildgebende Verfahren erforderlich sein. Diese dienen nicht zuletzt dem Ausschluss anderer Venenerkrankungen wie beispielsweise einer tiefen Venenthrombose.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Verdacht auf Varikose sollten Sie Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt bzw. eine Fachärztin/einen Facharzt für Innere Medizin konsultieren. Eine Heilung ist bei Krampfadern praktisch nicht möglich. Wenn Sie jedoch frühzeitig eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen und Ihr Venenleiden entsprechend behandeln lassen, haben Sie gute Aussichten, dass sich die Krankheit nicht verschlimmert, sondern sogar verbessert. Ob und wie ein Krampfaderleiden behandelt werden muss, hängt vom Typ der Krampfadern, vom Ort und dem Ausmaß der Venenveränderungen sowie von den Beschwerden ab.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Therapien werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

Bei von der Ärztin/vom Arzt verschriebenen Kompressionsstrümpfen gibt es einen Selbstbehalt, den die Patientin/der Patient selbst zu tragen hat. Je nach Krankenkasse ein wenig unterschiedlich, wird ein Paar Kompressionsstrümpfe pro sechs Monate genehmigt. Aus kosmetischen Gründen gewünschte Behandlungen müssen selbst bezahlt werden.

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