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Älterer Mann beim Training © fotolia/Monkey Business

Schlaganfall: Prävention

Jeder Mensch kann einen Schlaganfall erleiden – ob jung oder alt. Denn der Schlaganfall ist nicht – wie oft vermutet – eine Alterserscheinung. Auch wenn das Risiko mit zunehmendem Alter steigt, können jüngere Menschen ebenso davon betroffen sein. Denn auch vererbbare Faktoren spielen eine Rolle. So besteht bei Personen, bei denen in der Familie bereits ein Schlaganfall vorgekommen ist, ein erhöhtes Risiko . . .

Risikofaktoren

Alter und genetische Einflüsse sind Risikofaktoren, die wir nicht beeinflussen können. Andere Risikofaktoren, die das Auftreten eines Schlaganfalls begünstigen, sind jedoch vermeidbar, wie z.B.:

  • Bluthochdruck: Je höher der Blutdruck, desto höher ist das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Bluthochdruck schädigt über einen längeren Zeitraum die Blutgefäße.
  • Vorhofflimmern: Personen mit Vorhofflimmern haben im Durchschnitt ein 5-fach erhöhtes Schlaganfall-Risiko im Vergleich zu Personen ohne Vorhofflimmern.
  • Carotis-Stenose: Jedes Jahr werden in Österreich rund 2.000 Schlaganfälle durch eine Arteriosklerose-bedingte Verengung der Halsschlagader (Carotis-Stenose) verursacht – sie ist damit eine der Hauptursachen für einen Schlaganfall.
  • Erhöhtes Cholesterin: Zu hohe Cholesterinwerte im Blut fördern das Entstehen einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und erhöhen das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Diabetes mellitus: Bei der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus sind die Zuckerwerte im Blut erhöht. Diabetikerinnen/Diabetiker haben ein etwa zwei- bis dreifach höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, als Personen, die nicht an dieser Erkrankung leiden.
  • Rauchen: Wer regelmäßig zur Zigarette greift, erhöht sein Schlaganfall-Risiko um das Zwei- bis Dreifache gegenüber Menschen, die nicht rauchen.
  • Alkohol: Langfristiger Alkoholkonsum führt neben einer Abhängigkeit zu gesundheitlichen Problemen (u.a. Bluthochdruck, Schädigungen von Organen wie z.B. Leber).
  • Übergewicht: Mäßiges Übergewicht alleine ist vermutlich kein ausgeprägter Risikofaktor für einen Schlaganfall. Übergewicht begünstigt aber Folgekrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes. Dadurch erhöht sich dann das Schlaganfall-Risiko.
  • Bewegungsmangel: Mangelnde körperliche Bewegung begünstigt das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit das Entstehen von Arteriosklerose.
  • Pille: Laut Expertinnen und Experten besteht ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Schlaganfall bei jungen Frauen, die gleichzeitig die Pille einnehmen. Sowohl das Rauchen als auch die Pille erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose. In Kombination erhöht sich dadurch auch das Risiko für einen Schlaganfall.
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