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Notfälle von A-Z

Frau setzt Notruf ab © Peter Atkins

Erste Hilfe ist einfach zu erlernen. Trotzdem ist es wichtig, für den Ernstfall gerüstet zu sein. Dies gelingt mit „gesundem“ Hausverstand, Basiswissen über medizinische Notfälle und einem praktischen Erste-Hilfe-Kurs. Zum besseren Verständnis sind im folgenden Kapitel die einzelnen Notfälle klar und leicht verständlich aufbereitet. Alle Erste-Hilfe-Tipps werden Schritt für Schritt erklärt . . .



Notfall: Allergische Reaktion

Zu einer allergischen Reaktion kommt es, weil die Immunabwehr im Körper harmlose Stoffe wie Blütenpollen, Nahrungsmittel oder andere Substanzen als Fremdstoff identifiziert und angreift (Allergie). Dabei reicht das klinische Erscheinungsbild von einer lokalen bis zu einer den gesamten Körper betreffenden Reaktion, diese wird auch als Anaphylaxie bezeichnet. Vor allem im Sommer kommt es aufgrund von Insektengiftallergien immer wieder zu Todesfällen . . .

Notfall: Bewusstlosigkeit

Bewusstlosigkeit ist ein Zustand, bei dem die erkrankte oder verunfallte Person die Fähigkeit zur räumlichen, örtlichen und zeitlichen Orientierung verloren hat. Die Betroffenen reagieren weder auf Ansprache noch auf körperliche Kontaktaufnahme. Bewusstlosigkeit kann viele Ursachen haben – wie z.B. Vergiftung, Schädelverletzung, Unterzuckerung, Gehirnschlag oder eine Gehirnblutung. Neben dem Bewusstseinsverlust können lebenswichtige Schutzreflexe wie z.B. Husten ausfallen. Es besteht daher bei jeder bewusslosen Person in Rückenlage akute Lebensgefahr . . .

Notfall: Blutungen

Verletzungen von großen Blutgefäßen können starke Blutungen hervorrufen. Bei diesen Notfällen muss sofort gehandelt werden, da die Gefahr des Verblutens besteht. Aufgrund des Blutverlustes kommt es zu einem sogenannten Schock. In diesem Schockzustand stimmt das Verhältnis Blutvolumen zu Gefäßvolumen nicht mehr, so dass der Körper auf ein Notprogramm umschaltet . . .

Notfall: Erfrierung und Unterkühlung

Bei einer Erfrierung wird das Gewebe durch Kälteeinwirkung geschädigt. Besonders gefährdet sind kälteexponierte Körperstellen (Ohren, Nase) und ungenügend geschützte Gliedmaßen wie Finger und Zehen. Manchmal treten Erfrierungen zeitgleich mit einer allgemeinen Unterkühlung auf. Ein örtlich begrenzter direkter Kontakt mit extrem kalten Substanzen, wie z.B. Trockeneis oder flüssigem Stickstoff, führt zu verbrennungsähnlichen Symptomen. Dies bezeichnet man als Kälteverbrennung . . .

Notfall: Ertrinken

Ertrinken ist eine Form des Erstickens. Dabei kommt Flüssigkeit über die Atemöffnungen in die Lunge. Anschließend durchläuft die/der Ertrinkende verschiedene Phasen. Nach vier bis fünf Minuten unter Wasser kommt es zum Atemstillstand. Daher sollte eine Rettung so schnell wie möglich erfolgen. Laienrettungen sind ein großes Risiko für das eigene Leben, daher versuchen Sie nur bei entsprechenden Kenntnissen eine Rettung. Bei erwachsenen Ertrinkungsopfern benützen Sie vorhandene Hilfsmittel wie z.B. Schwimmweste oder Rettungsring . . .

Notfall: Herzinfarkt

Brustschmerzen könnten ein Hinweis auf einen Herzinfarkt sein. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie z.B. erhöhter Blutdruck. Ungefähr 30 Prozent der Herzinfarkte verlaufen tödlich. Bei einem derartigen Notfall ist schnelles Handeln entscheidend. Denn verschließt sich eines der großen Herzkranzgefäße, wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine effiziente Erste Hilfe kann bei einem Herzinfarkt nicht nur lebensentscheidend sein, sondern auch vor schweren Folgeschäden bewahren . . .

Notfall: Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns und gehört in die Gruppe der Herz-Kreislauf-Erkrankungen Bei dieser Erkrankung wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Die Ursache ist ein verstopftes oder ein geplatztes Gefäß. Mit jeder Minute der Durchblutungsstörung wird das Gehirn mehr geschädigt. Wie beim Herzinfarkt, spielt auch beim Schlaganfall Zeit eine entscheidende Rolle. Eine optimale Versorgung beginnt bereits bei der Ersten Hilfe . . .

Notfall: Verbrennung

Eine Verbrennung ist eine Schädigung der Haut durch Hitze. Je nach Dauer und Intensität der Hitzeeinwirkung kommt es zu unterschiedlichen Hautschäden. Großflächige Verbrennungen sind besonders gefährlich, da sich diese Verletzungen neben der unmittelbaren Zerstörung der Haut auf den ganzen Körper auswirken . . .

Notfall: Epileptischer Anfall

Der Begriff Epilepsie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie „Anfall“. Aufgrund des damaligen Mythos wurde sie auch als heilige, von den Göttern gesandte Krankheit bezeichnet. Die wirkliche Ursache sind Fehler in der Kommunikation der Gehirnzellen. Beim gesunden Menschen ist die „Kommunikation“ der vielen Nervenzellen unseres Gehirns durch elektrische und chemische Signale genau aufeinander abgestimmt. Bei einem Anfall entladen sich viele Nervenzellen gleichzeitig und ohne exakte Abfolge. Diese Entladungen breiten sich aus und reizen einzelne Regionen oder das gesamte Gehirn. Das erklärt auch die unterschiedlichen Ausprägungen der Symptome eines epileptischen Anfalls . . .

Notfall: Atemnot bei Erwachsenen

Atemnot wird in der medizinischen Fachsprache als Dyspnoe bezeichnet. Die Ursache dafür kann sehr vielseitig sein und wird subjektiv unterschiedlich stark wahrgenommen. Neben der Belastungsatemnot, die während körperlichen Betätigungen auftritt, gibt es noch die Ruheatemnot, die in Ruhe auftritt. Die Schwere der Atemnot ist von vielen Faktoren abhängig. Einerseits von der Ursache, anderseits vom Ausgleichspotenzial des Körpers . . .

Notfall: Verlegung der Atemwege

Das Eindringen von flüssigen oder festen Stoffen in die Atemwege während des Einatmens wird in der medizinischen Fachsprache als Aspiration bezeichnet. Es kann sich dabei um Mageninhalt, Blut oder andere Fremdkörper handeln. Eine Aspiration kann einen akuten Verschluss der Atemwege mit daraus resultierendem Sauerstoffmangel auslösen. Besonders bei Flüssigkeiten wie z.B. Magensaft ist in Folge eine Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) oder ein akutes Lungenversagen (Schocklunge) möglich. Feste Stoffe können zu einem plötzlichen Verschluss der Atemwege führen. Dadurch kommt es zu einer akuten Atemnot, die lebensbedrohlich sein kann. In diesem Fall ist die schnelle und adäquate Erste Hilfe lebensrettend . . .

Notfall: Verletzungen

Knochenbrüche, Ausrenkungen, Verstauchungen oder Prellungen sind Verletzungen, die fast immer mit Schmerzen verbunden sind. Die Unterscheidung eines Knochenbruchs von einer Verstauchung oder Prellung ist für den Laien oft nicht möglich. Eine Verrenkung ist eine Verletzung, die immer im Krankenhaus begutachtet und behandelt werden muss. Bei dieser Verletzung verliert ein Gelenksteil den Kontakt zum dazugehörigen Gelenkspartner. Die Folge sind eine massive Bänderüberdehnung und Verletzung der Gelenkskapsel . . .

Notfall: Kopfverletzung

Unter Kopfverletzung versteht man eine Vielzahl von Verletzungsmustern. Dabei können verschiedene Gewebe wie Kopfhaut, Knochen, Gehirnmasse oder auch Gefäße alleine bzw. gemeinsam betroffen sein. Eine Gehirnbeteiligung wird in der medizinischen Fachsprache als Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet. Schwere Kopfverletzungen erleiden besonders junge und alte Menschen. Besonders gefährdet sind auch Menschen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Zusätzlich besteht bei Kopfverletzungen immer die Gefahr von weiteren Verletzungen, besonders der Halswirbelsäule . . .

Notfall: Verätzung des Auges

Verätzungen des Auges können durch verschiedene Chemikalien entstehen – Säuren sowie Laugen. Sowohl im Haushalt als auch in vielen Arbeitsbereichen werden diese Substanzen eingesetzt, z.B. in Form von Natronlauge, Ammoniak, Essigsäure etc. Sie finden sich in vielen Produkten, etwa in Putz- und Waschmitteln, Entkalken, Autobatterien u.v.m. Sehr häufig sind auch Kalkverätzungen, wenn beim Betonmischen, z.B. beim Hausbau, Kalkmörtel in das unvorschriftsmäßig ungeschützte Auge gelangt . . .

Notfall: Stromunfall

Der Kontakt mit elektrischem Strom kann im Körper – je nach Stromstärke – leichte bis schwere, sogar tödliche Verletzungen verursachen. Spannungen unter 50 Volt sind meist harmlos für den Menschen. Ungefähr die Hälfte aller Stromunfälle passieren mit Niedrigspannung (bis 1.000 Volt). Dazu zählen die meisten Stromunfälle im Haushalt. Niedrigspannungsunfälle können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Hochspannungsunfälle (über 1.000 Volt) verursachen meist schwere Verbrennungen bis hin zur Verkohlung. Blitzunfälle bei einem Gewitter zählen zu den Hochspannungsunfällen . . .

Notfall: Blitzschlag

In Österreich erleiden rund fünf bis zehn Personen pro Jahr einen Blitzunfall. Rund ein Drittel der Unfälle endet tödlich. Noch vor einigen Jahrzehnten waren Blitzunfälle deutlich häufiger, weil mehr Menschen im Freien arbeiteten. Heute passieren Blitzunfälle meistens bei Freizeitaktivitäten. Blitze sind elektrische Entladungen in einer Wolke oder von Wolke zu Boden. Für den Menschen ist ein direkter Blitzschlag am gefährlichsten. Menschen können auch von Nebenästen eines Blitzes getroffen werden. Wenn ein Blitz in den Boden einschlägt, breitet sich im Umkreis Kriechstrom aus . . .

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