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Kurzsichtigkeit

Wer kurzsichtig ist, kann nahe Gegenstände und Personen scharf sehen, entfernte allerdings nur unscharf. Der Grund dafür liegt meist in der Länge des Augapfels. Grob gesprochen ist das Auge bei Kurzsichtigkeit oft „zu lang“. Manchmal hat Kurzsichtigkeit auch andere Ursachen.

Der Augenarzt oder die Augenärztin kann die Kurzsichtigkeit durch Untersuchungen abklären. Häufig wird eine solche mithilfe von Brille oder Kontaktlinsen korrigiert. Kurzsichtigkeit wird in der Medizin auch als Myopie bezeichnet.

Welche Ursachen hat eine Kurzsichtigkeit?

Damit ein Bild entsteht, treffen Lichtstrahlen im vorderen Bereich des Auges auf Hornhaut und Linse. Das Licht wird so gebrochen und gebündelt, dass es auf spezielle lichtempfindliche Zellen der Netzhaut, die sogenannte Photorezeptoren, trifft. Diese liegen im hinteren Bereich des Auges. Die Zellen leiten Lichtimpulse an die Sehzentren des Gehirns weiter. Weitere Infos finden Sie unter Der Sehvorgang.

Bei Kurzsichtigkeit ist der Abstand vom vorderen Teil des Auges zum hinteren Bereich meist größer als beim normalsichtigen Auge. Die Achsenlänge des Auges ist im Verhältnis zur Brechkraft länger. Dadurch treffen parallel einfallende Lichtstrahlen beim Blick in die Ferne nicht genau auf der Netzhaut des Auges auf, sondern davor.

Kurzsichtigkeit kann in seltenen Fällen auch andere Gründe haben, z.B. zu große Brechkraft. Dies kann beispielsweise durch stärkere Hornhautwölbung oder eine Linsenverlagerung nach vorne bedingt sein. Auch ein Grauer Star kann vorliegen.

Beim normalsichtigen Auge liegt die Netzhautebene ca. 24 mm hinter der Hornhaut. Mit jedem Millimeter Länge nimmt die Kurzsichtigkeit um etwa drei Dioptrien zu (–3 dpt) zu. Der Wert an Dioptrien gibt an, wie stark Brille und Kontaktlinsen sind. Die Stärke der Kurzsichtigkeit wird mit vorangestelltem Minus angegeben.

Welche Formen der Kurzsichtigkeit gibt es?

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden unter anderem:

  • Einfache Myopie oder Schulmyopie: Zu dieser Kurzsichtigkeit kommt es etwa im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Ab dem 30. Lebensjahr nimmt sie meist nicht mehr zu. In vielen Fällen geht diese nicht über –6 dpt hinaus.
  • Myopia magna, hohe Myopie oder progressive Myopie: Dabei handelt es sich um eine voranschreitende Krankheit. In ihrem Zusammenhang können starke Sehschwächen auftreten sowie Netzhautablösungen mit schweren Augenschädigungen.

Ein Video mit Simulation der Kurzsichtigkeit können Sie auf der Website der MedUni Wien ansehen.

Welche Symptome zeigen sich?

Kurzsichtige Menschen haben Schwierigkeiten, in der Ferne scharf zu sehen. Bei Kindern kann sich eine Kurzsichtigkeit etwa dadurch zeigen, dass sie näher am Fernseher oder PC sitzen. Oder sie können in der Schule das auf der Tafel Geschriebene nicht oder nur schwer erkennen – v.a. aus den hinteren Sitzreihen.

Auch im Straßenverkehr, z.B. beim Fahrradfahren oder Autofahren, macht sich dies bemerkbar. So können etwa Straßenschilder schwerer erkannt werden. Dämmerung verstärkt das schlechte Sehen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Für die Diagnose führt die Augenärztin oder der Augenarzt ein Gespräch, bei dem unter anderem auf Gründe für den Besuch bzw. eventuelle Probleme eingegangen wird.

Verschiedene Tests können vorgenommen werden. Mithilfe von Messinstrumenten untersucht die Augenärztin oder der Augenarzt verschiedene Strukturen des Auges, z.B. Netzhaut, Glaskörper, Hornhaut. Sie oder er klärt mögliche Veränderungen, Fehlsichtigkeiten und Erkrankungen ab. Denn schlechtes oder unscharfes Sehen kann verschiedene Ursachen haben.

Für bestimmte Untersuchungen kann die Verwendung von speziellen pupillenerweiternden Augentropfen notwendig sein.

Informationen zu Vorsorge und augenärztlicher Untersuchung finden Sie auf der Website der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft.

Wie erfolgt die Korrektur der Kurzsichtigkeit?

Häufig wird eine Kurzsichtigkeit mithilfe einer Brille oder von Kontaktlinsen korrigiert. Die verwendeten Gläser werden auch konkave Gläser, Minusgläser oder Streulinse genannt. Nähere Informationen zu Brillen, Kontaktlinsenarten, Pflege und Kontrolluntersuchungen erhalten Sie bei der Augenärztin oder dem Augenarzt.

Chirurgische Eingriffe wie Einschnitte der Hornhaut oder Abschleifen der Hornhaut mittels Laserbehandlungen, um die Brechkraft zu schwächen, sind möglich. Auch korrigierende Kunstlinsen können eingesetzt werden. Über eine Notwendigkeit und Durchführung entscheidet die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit den Betroffenen. Sie oder er informiert über Vorteile sowie Risiken.

Im Zuge einer Kurzsichtigkeit können regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Augenärztin oder der Augenarzt diagnostiziert eine Kurzsichtigkeit und ordnet korrigierende bzw. weitere therapeutische Maßnahmen an. Sie/er wird auch als Ophthalmologin oder Ophthalmologe sowie Fachärztin oder Facharzt für Augenheilkunde bezeichnet.

Probleme und Auffälligkeiten beim Sehen können bei Kindern auch mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt sowie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden. Sie/er kann zum Besuch einer Augenärztin oder eines Augenarztes raten.

In Diagnose und Behandlung können Orthoptistinnen und Orthoptisten involviert sein. Optikerinnen und Optiker fertigen und passen unter anderem Sehhilfen an, informieren über die Handhabung von Sehhilfen, können die Sehschärfe prüfen etc. Untersuchungen des Auges nehmen jedoch ausschließlich Augenärztinnen und Augenärzte vor.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Informationen unter anderem zum Kostenanteil und zur Befreiung vom Kostenanteil für Brillen, zu einem eventuellen Kostenzuschuss für Kontaktlinsen sowie zur Kostenübernahme für refraktive Laseroperationen erhalten Sie bei Ihrem Krankenversicherungsträger. Diesen finden Sie über die Website der Sozialversicherung.

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2022

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Priv.-Doz. Dr. Wolf Bühl, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie

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