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Weitsichtigkeit

Bei Weitsichtigkeit liegt der Grund für das Unscharfsehen meist in der Länge des Augapfels. Grob gesprochen ist das Auge bei Weitsichtigkeit „zu kurz“. Weitsichtigkeit kann sich durch verschiedene Symptome zeigen, z.B. durch Kopfschmerzen und verschwommenes Sehen in der Nähe.

Die Augenärztin oder der Augenarzt klärt die Weitsichtigkeit durch verschiedene Untersuchungen ab. Häufig erfolgt die Korrektur mithilfe einer Brille oder von Kontaktlinsen. In der Medizin wird Weitsichtigkeit auch als Hyperopie oder Hypermetropie bezeichnet.

Welche Ursachen hat eine Weitsichtigkeit?

Damit ein Bild entsteht, treffen Lichtstrahlen im vorderen Bereich des Auges auf Hornhaut und Linse. Das Licht wird so gebrochen und gebündelt, dass es auf spezielle lichtempfindliche Zellen der Netzhaut, die sogenannten Photorezeptoren, trifft. Diese liegen im hinteren Bereich des Auges. Die Zellen leiten Lichtimpulse an die Sehzentren des Gehirns weiter. Weitere Infos finden Sie unter Der Sehvorgang.

Bei Weitsichtigkeit ist der Abstand vom vorderen Teil des Auges zum hinteren Bereich meist kleiner als beim normalsichtigen Auge. Die gebrochenen Lichtstrahlen werden dadurch theoretisch erst hinter der Netzhaut scharf abgebildet – wodurch auf der Netzhaut ein unscharfes Bild entsteht.

Meist haben Weitsichtige nicht mehr als 4–5 dpt (Dioptrien). Der Wert an Dioptrien gibt an, wie stark Brille und Kontaktlinsen sind. Die Stärke der Weitsichtigkeit wird mit vorangestelltem Plus angegeben.

Neugeborene sind in der Regel „weitsichtig“. Die Akkommodation – die Wölbungszunahme der Linse bei Naheinstellung – prägt sich erst aus. Nahe Objekte können durch Akkommodation scharf fokussiert werden. Im Laufe des ersten Lebensjahres erfolgen Wachstum des Auges sowie Abnahme der Weitsichtigkeit. Die endgültige Größe des Auges in Abstimmung mit der Brechkraft von Linse sowie Hornhaut bildet sich erst langsam aus. Bis ca. zum siebenten Lebensjahr erreicht der Augapfel bei Normalsichtigkeit die Länge von etwa 24 mm. Die Netzhautebene liegt dabei ca. 24 mm hinter der Hornhaut.

Junge Menschen können durch eine gutes Naheinstellungsvermögen meist ihr „zu kurzes Auge“ zumindest zu einem bestimmten Grad ausgleichen. Sie verändern mit Muskelarbeit die Form der Augenlinse. Das findet beim gesunden Auge normalerweise statt, um von Fern- auf Naheinstellung zu wechseln. Bei jungen Menschen jedoch auch, um eine Weitsichtigkeit „auszugleichen“. Eine Weitsichtigkeit kann sich daher zum Teil erst im Alter bemerkbar machen, wenn die Akkommodationsfähigkeit der Linse nachlässt.

Eine Simulation der Weitsichtigkeit können Sie auf der Website der MedUni Wien ansehen.

Hinweis

Weitsichtigkeit ist nicht gleich Alterssichtigkeit. Mit der Zeit kommt es dazu, dass die Linse nicht mehr so gut verformbar ist. Ihre Elastizität lässt nach. In der Nähe kann dann nicht mehr so scharf gesehen werden. Man sagt auch: die Akkommodationsfähigkeit der Linse nimmt ab, und diese kann sich nicht mehr so gut auf die Nähe einstellen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Alterssichtigkeit.

Welche Formen gibt es?

Ist das Auge im Verhältnis zur Brechkraft etwas „zu kurz“, sprechen Ärztinnen und Ärzte von Achsenhypermetropie. In seltenen Fällen kann auch eine Brechungshypermetropie vorliegen, bei der die Brechkraft des Auges zu gering ist, z.B. durch abgeflachte Hornhaut.

Welche Symptome können auftreten?

Die Symptome hängen von der Stärke der Ausprägung der Weitsichtigkeit sowie vom Alter ab. Es kann zu rascher Ermüdbarkeit kommen. Durch die Überanstrengung im Zuge der ständigen Akkommodation können auftreten:

  • Kopfschmerzen im Stirnbereich und um das Auge,
  • Magenprobleme,
  • brennende Augen,
  • Fremdkörpergefühl im Auge,
  • müde Augen und gerötete Augen,
  • verschwommenes Sehen – insbesondere in der Nähe.

Bei Kindern kann vor allem hohe Weitsichtigkeit an Schielen und Amblyopie mitbeteiligt sein.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Für die Diagnose führt die Augenärztin oder der Augenarzt ein Gespräch, bei dem sie oder er unter anderem auf eventuelle Probleme bzw. Gründe für den Besuch eingeht.

Verschiedene Tests können vorgenommen werden. Mithilfe diverser Messinstrumente untersucht die Augenärztin oder der Augenarzt verschiedene Strukturen des Auges, z.B. Netzhaut, Glaskörper, Hornhaut etc. Sie oder er klärt mögliche Veränderungen, Fehlsichtigkeit und Erkrankungen ab. Denn schlechtes oder unscharfes Sehen kann verschiedene Ursachen haben.

Die Ärztin oder der Arzt kann Brechungsfehler bzw. organische Ursachen erkennen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Sie oder er kann weitere Erkrankungen feststellen oder ausschließen, z.B. Makulaödeme bedingt durch verschiedene Erkrankungen wie diabetische Makulopathie, senile Makuladegeneration etc. 

Für bestimmte Untersuchungen kann die Verwendung von speziellen pupillenerweiternden Augentropfen notwendig sein. Auch bei Kindern können spezielle Augentropfen eingesetzt werden, die das Scharfstellen des Auges für kurze Zeit hemmen und zudem die Pupille erweitern.

Informationen zu Vorsorge und augenärztlicher Untersuchung finden Sie auf der Website der  Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft.

Wie erfolgt die Korrektur der Weitsichtigkeit?

Häufig wird mithilfe einer Brille oder von Kontaktlinsen korrigiert. Die bei der Korrektur verwendeten Gläser werden auch als Sammellinse, konvexe Linse oder Plusglas bezeichnet. Nähere Informationen zu Brillen, Kontaktlinsenarten, Pflege und Kontrolluntersuchungen erhalten Sie bei Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.

Über die Notwendigkeit und Durchführung von chirurgischen Eingriffen wie refraktive Chirurgie bzw. Laserbehandlungen entscheidet die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit den Betroffenen. Sie oder er informiert über Vorteile sowie Risiken.

Im Zuge einer Weitsichtigkeit können regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Augenärztin oder der Augenarzt diagnostiziert eine Weitsichtigkeit und ordnet therapeutische bzw. korrigierende Maßnahmen an. Sie/er wird auch als Ophthalmologin oder Ophthalmologe sowie Fachärztin oder Facharzt für Augenheilkunde bezeichnet.

Probleme und Auffälligkeiten beim Sehen können bei Kindern auch mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt sowie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden. Sie/er kann zum Besuch einer Augenärztin oder eines Augenarztes raten.

In Diagnose und Behandlung können Orthoptistinnen und Orthoptisten involviert sein. Optikerinnen und Optiker fertigen und passen unter anderem Sehhilfen an, informieren über die Handhabung von Sehhilfen und prüfen die Sehschärfe etc. Untersuchungen des Auges nehmen jedoch ausschließlich Augenärztinnen und Augenärzte vor.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Informationen unter anderem zum Kostenanteil und zur Befreiung vom Kostenanteil für Brillen, zu einem eventuellen Kostenzuschuss für Kontaktlinsen sowie zur Kostenübernahme für refraktive Laseroperationen erhalten Sie bei Ihrem Krankenversicherungsträger. Diesen finden Sie über die Website der Sozialversicherung.

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2022

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Priv.-Doz. Dr. Wolf Bühl, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie

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