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Lungenhochdruck

Bei Lungenhochdruck ist der arterielle Blutdruck im Lungenkreislauf krankhaft erhöht. Der chronisch erhöhte Druck betrifft Blutgefäße, die Blut vom Herz zur Lunge transportieren.

Lungenhochdruck tritt unter anderem bei verschiedenen Erkrankungen auf. Zu diesen zählen Erkrankungen der Lunge wie COPD oder Lungenfibrose sowie Erkrankungen des linken Herzens, z.B. der Herzklappen. Eine bestimmte Form tritt familiär gehäuft auf. Manchmal ist kein konkreter Auslöser bekannt. Lungenhochdruck wird in der Medizin auch als pulmonale Hypertonie, kurz PH, bezeichnet.

Symptome sind vor allem anfangs für Betroffene und Angehörige schwer einzuordnen. Es zeigen sich z.B. geringere körperliche Belastbarkeit, Kurzatmigkeit und Müdigkeit. Mit fortschreitendem Lungenhochdruck werden lebenswichtige Vorgänge zunehmend eingeschränkt. Es kommt zu Atemnot und verminderter Leistungsfähigkeit auch bei Ruhe.

Die Behandlung besteht je nach Form aus verschiedenen Ansätzen, z.B. Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung, Medikamente, bei bestimmten Formen eventuell eine Operation etc.

Welche Ursachen hat ein Lungenhochdruck?

Bislang konnten Forscherinnen und Forscher noch nicht alle Hintergründe klären. Es können Grunderkrankungen vorhanden sein, es kann eine genetisch bedingte Veranlagung vorliegen, aber auch keine Ursache nachweisbar sein.

Zu den häufigsten Ursachen zählen Herzinsuffizienz, Erkrankungen der Herzklappen und bestimmte Lungenerkrankungen. Seltener sind die sogenannte pulmonal arterielle Hypertonie und die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie. Weitere Infos: siehe Formen.

Bei Lungenhochdruck sind Blutgefäße, die Blut vom Herz zur Lunge transportieren, verengt. Durch das Verengen steigt der Blutdruck in den Blutgefäßen. Die Gefäße werden mit der Zeit geschädigt. Das Herz muss gegen einen erhöhten Widerstand arbeiten. Allmählich wird auch das Herz geschädigt. Blut kann immer weniger gut transportiert werden. Das führt dazu, dass der Körper nicht mehr so gut versorgt werden kann, z.B. mit Sauerstoff. Zusätzlich treten Verschlüsse in den kleinen Gefäßen auf, sogenannte Mikrothrombosen.

Welche Formen gibt es bei Lungenhochdruck?

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden verschiedene Formen:

  • Pulmonal arterielle Hypertonie, kann z.B. auftreten:
    • ohne erkennbare Ursache,
    • erblich,
    • in Zusammenhang mit Giften, Arzneimitteln oder Drogen, z.B. Appetitzügler, Amphetamine,
    • in Zusammenhang mit Bindegewebserkrankungen, 
    • in Zusammenhang mit HIV-Infektion,
    • in Zusammenhang mit portaler Hypertension,
    • in Zusammenhang mit angeborenem Herzfehler,
    • in Zusammenhang mit Schistosomiasis, einer tropischen Wurmerkrankung,
    • mit Merkmalen einer venösen/kapillären Beteiligung,
    • spezielle Form bei Neugeborenen.
  • Pulmonale Hypertonie in Zusammenhang mit Erkrankungen des linken Herzens, z.B.
  • Pulmonale Hypertonie in Zusammenhang mit Lungenerkrankungen sowie Hypoxie, z.B.
    • bei COPD, Lungenfibrose, schlafbezogenen Atemstörungen, langem Aufenthalt in großer Höhe, angeborenen Lungenkrankheiten
  • Pulmonale Hypertonie aufgrund chronischer Thromboembolien
  • Pulmonale Hypertonie unklarer und/oder multifaktorieller Entstehung, z.B. 
    • bestimmte hämatologische Erkrankungen wie chronisch hämolytische Anämie
    • systemische Erkrankungen wie Sarkoidose oder
    • metabolische Erkrankungen
    • chronische Nierenkrankheit

Welche Symptome können bei Lungenhochdruck auftreten?

Anfangs liegen keine Einschränkungen bzw. Symptome vor. Je nach Schweregrad des Lungenhochdrucks treten unterschiedliche Symptome auf:

  • Mit zunehmendem Krankheitsverlauf kommt es zu leichten Einschränkungen bei körperlicher Belastung, später zu deutlichen. Es zeigen sich z.B. Symptome wie Atemnot und Müdigkeit, im Lauf der Zeit Brustschmerzen, Schwächeanfall bei körperlicher Belastung und Ödeme in den Beinen.
  • Bei fortgeschrittenem Lungenhochdruck bestehen Beschwerden auch in Ruhe. Es kommt zu zunehmender Einschränkung von lebensnotwendigen Vorgängen, denn Sauerstoffaustausch und Kohlendioxidabgabe funktionieren nicht mehr so gut. Die Sauerstoffversorgung ist zunehmend eingeschränkt. Schlimmstenfalls kommt es zur lebensbedrohlichen Situation.
  • Je nach Grunderkrankung können weitere Symptome hinzukommen.

Durch einen langfristig erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf wird unter anderem der rechte Herzteil stärker belastet, da er gegen den höheren Druck arbeiten muss. Es kann zur Schädigung des Herzens bis zur Herzinsuffizienz kommen.

Wie wird die Diagnose eines Lungenhochdrucks gestellt?

Die Ärztin oder der Arzt macht sich ein Bild von der gesundheitlichen Situation der Patientin oder des Patienten. Vorgeschichte, Symptome, bereits vorliegende Befunde, bestehende Erkrankungen, Medikamenteneinnahme etc. werden miteinbezogen. Zur Abklärung zählen verschiedene Untersuchungen, z.B.:

Aufgrund von relativ spät auftretenden und meist unspezifischen Symptomen kann es sein, dass die Diagnose erst in einem fortschrittenem Stadium gestellt wird.

Wie erfolgt die Behandlung eines Lungenhochdrucks?

Die Therapie orientiert sich an der Form und an der individuellen Situation der betroffenen Person. Sie besteht je nach Form unter anderem aus nachfolgenden Behandlungen, teils auch aus Teilen davon:

  • Rauchstopp, Vermeidung bzw. Reduzierung von ev. bestehendem Übergewicht, teils betreutes moderates Training, teils körperliche Schonung, Infektionsprophylaxe, z.B. Impfungen
  • Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung
  • Medikamenteneinnahme je nach diagnostizierter Form, zugrunde liegender Erkrankung bzw. Beschwerden: z.B. zur Senkung des Lungenhochdrucks, zur Erweiterung der Gefäße, zur Hemmung der Blutgerinnung, zur Entwässerung etc.
  • Sauerstofftherapie bei chronischem Sauerstoffmangel
  • Operation mit Entfernung von Thromben aus den Lungenarterien, z.B. bei Lungenhochdruck aufgrund chronischer Thromboembolien
  • Ballondilatation der verengten Lungenarterien bei pulmonaler Hypertonie aufgrund chronischer Thromboembolien bei Patienten, die nicht operiert werden können
  • Pulmonale Rehabilitation
  • Psychologische Unterstützung
  • In sehr schweren Fällen Transplantation von Lunge oder Herz-Lunge

Wohin kann ich mich wenden?

In den Diagnose- und Therapieprozess sind Fachärztinnen und Fachärzte verschiedener Disziplinen involviert, z.B. für Innere Medizin mit Spezialisierung auf Lungenheilkunde oder Kardiologie. Diagnose und Therapie erfolgen zudem in spezialisierten Abteilungen eines Krankenhauses.

Erste Ansprechpartner sind unter anderem Hausärztinnen oder Hausärzte. Diese können Überweisungen in die Wege leiten.

Bei starker Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Atemnot, Bewusstseinsstörungen, blau-roten Verfärbungen der Haut, die neu auftreten oder zunehmen etc., muss sofort die Notärztin bzw. der Notarzt gerufen werden (144)!

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen.

Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2022

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch:
  • Dr. Gabor Kovacs
  • mit Unterstützung der PH Austria – Initiative Lungenhochdruck

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