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Arzt verschreibt Medikament am Computer © Fotolia/18percentgrey
Arzt verschreibt Medikament am Computer © Fotolia/18percentgrey

ELGA: e-Medikation

Alle Medikamente auf einen Blick: dafür sorgt die e-Medikation, eine Funktion der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA), die österreichweit in Apotheken, Kassenordinationen und öffentlichen Krankenhäusern zur Verfügung steht. Von Ärztinnen/Ärzten verordnete und in der Apotheke abgegebene Medikamente werden in Form einer sogenannten „e‑Medikationsliste“ für ein Jahr in ELGA verfügbar gemacht. ELGA-Teilnehmerinnen/ELGA-Teilnehmer können über das ELGA-Portal ihre e-Medikationsliste einsehen. In ihrer e-Medikationsliste am ELGA-Portal sehen sie sowohl Ihre verschriebenen und in der Apotheke bereits abgeholten Medikamente als auch noch offene Rezepte. Einträge, die älter als ein Jahr sind, werden automatisch aus der e-Medikationsliste entfernt.

Was ist der Nutzen von e-Medikation?

Mit der e-Medikationsliste haben auch Ihre ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (ELGA-GDA), also z.B. Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt oder ein Krankenhaus, sofern sie ELGA verwenden, einen aktuellen Überblick über Ihre verordneten und in der Apotheke an Sie abgegebenen Medikamente. Damit können diese besser auf unerwünschte Wechselwirkungen überprüft werden, es können so aber auch unnötige Doppelverschreibungen vermieden werden. Apothekerinnen und Apotheker können ebenfalls auf die e-Medikationsliste zugreifen und so eine bessere Beratung beim zusätzlichen Kauf von rezeptfreien Medikamenten anbieten.

e-Medikation bei Ärztinnen/Ärzten

Niedergelassene Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sind verpflichtet, verordnete Medikamente in e-Medikation zu speichern. Ihre behandelnden Ärztinnen/Ärzte können Ihre Medikationsliste einsehen und haben damit eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage für Diagnostik und Therapie.

e-Medikation in der Apotheke

Durch Scannen eines Codes auf Ihrem Rezept kann die Apotheke die ärztliche Verordnung auslesen und die Abgabe der verordneten Medikamente in Ihrer ELGA speichern. Durch Stecken Ihrer e-card kann die Apotheke auch rezeptfreie Medikamente (sogenannte „OTC-Produkte“), die wechselwirkungsrelevant sind, eintragen und Ihre gesamte e-Medikationsliste für eine Wechselwirkungsprüfung oder Beratung abrufen.

Wer kann auf die e-Medikationsliste zugreifen?

Auf Ihre e-Medikationsliste dürfen nur jene ELGA-GDA zugreifen, bei denen Sie aktuell in Behandlung bzw. Betreuung sind. Apotheken, die nur Ihr Rezept einlesen, haben ausschließlich Zugriff auf jene Medikamente, die auch auf dem Rezept angeführt sind. Damit die Apotheke die gesamte e-Medikationsliste einsehen darf, ist das Stecken Ihrer e-card in der Apotheke nötig.

Weitere Informationen, Erklärvideos, Fragen und Antworten etc. finden Sie unter e-Medikation (SVC).

Beratung & Hilfe

ELGA: Beratung & Hilfe (Informationen zur ELGA-Serviceline, zur ELGA-Widerspruchstelle und zur ELGA-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland sowie verschiedene Formulare zum Herunterladen und Ausfüllen.)

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