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Männer beim Ballspielen im Büro © ant236

Sitzender Beruf – Bewegung gefragt!

Der menschliche Körper ist von seiner Entwicklungsgeschichte her auf Bewegung programmiert. Trotzdem ist für die meisten Menschen unserer Gesellschaft eine überwiegend sitzende Lebensweise typisch. Für stundenlanges ruhiges Sitzen ist der Körper jedoch nicht ausgelegt. Fehlt die Bewegung, die der Körper braucht, beginnt er abzubauen . . .

Negative Anpassungsvorgänge sind z.B.:

  • Das Herz-Kreislauf-System verliert an Leistungsfähigkeit und arbeitet weniger ökonomisch.
  • Die Muskeln werden schwächer.
  • Der Fett- und Zuckerstoffwechsel verschlechtert sich.

Auch langes Sitzen bzw. eine schlechte Sitzhaltung kann den Körper stark belasten.

Mögliche Folgen sind z.B.:

  • Die Durchblutung der Muskulatur wird eingeschränkt und es kann zu Muskelverspannungen kommen.
  • Die Bauchmuskulatur wird schwächer und es kann sich eine Rundrückenhaltung bilden.
  • Eine Rundrückenhaltung belastet die Bandscheiben ungleichmäßig und beeinträchtigt deren Versorgung mit Nährstoffen.

Bewegungsmangel in Verbindung mit einseitigen Belastungen durch vorwiegend sitzende Tätigkeiten spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Rückenschmerzen und anderen chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes. Wirbelsäulenbeschwerden sind das häufigste chronische Gesundheitsproblem der Österreicherinnen und Österreicher. Rund 2,3 Millionen Menschen im Alter von über 15 Jahren sind laut der Österreichischen Gesundheitsbefragung 2006/2007 der Statistik Austria davon betroffen.

Auflockerung in den Arbeitspausen

Bei einem sitzenden Beruf sollte so viel Bewegung wie möglich in den Arbeitsalltag eingebaut werden, um Beschwerden vorzubeugen. Das beginnt beim dynamischen Sitzen, bei dem so oft wie möglich die Sitzposition variiert wird. Abwechslung bieten auch selbstverständliche, aber etwas anstrengendere Alltagsbewegungen wie

  • Stiegen steigen statt Aufzug fahren oder Rolltreppe nehmen,
  • Arbeitswege und Besorgungen zu Fuß oder mit dem Rad erledigen statt mit dem Auto bzw.
  • die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang nutzen.

Einseitige Haltungen am Arbeitsplatz können durch tägliche Ausgleichsübungen aufgelockert werden. Übungsbeispiele für die gesunde Bewegungsdosis zwischendurch finden Sie unter:

Regelmäßige Bewegung beugt vor

Regelmäßige Bewegung in der Freizeit oder auf dem Weg zur Arbeit hilft gesunden Menschen, die einem sitzenden Beruf nachgehen, Wirbelsäulenproblemen und anderen Beschwerden des Bewegungsapparats wirksam vorzubeugen. Wie viel Bewegung ist notwendig, um von den gesundheitsfördernden Wirkungen körperlicher Aktivität zu profitieren? Und welche körperliche Aktivität sollte es sein? Eine Antwort darauf geben die Österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung. Demnach sollten Erwachsene jede Gelegenheit nützen, körperlich aktiv zu sein. Denn jede Bewegung ist besser als keine Bewegung!

Um die Gesundheit zu fördern und aufrechtzuerhalten, sollten Erwachsene

  • z.B. mindestens 150 Minuten (2½ Stunden) pro Woche Bewegung mit mittlerer Intensität durchführen und
  • an zwei oder mehr Tagen der Woche muskelkräftigende Bewegung mit mittlerer oder höherer Intensität durchführen, bei der alle großen Muskelgruppen beansprucht werden.

Tipp Fit für Österreich bietet in ganz Österreich qualitätsgeprüfte Angebote für gesundheitsfördernde Bewegung an.

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