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Paprika © 5seconds

Vorbeugen mit Ernährung: Sekundäre Pflanzenstoffe

Wie der Name schon verrät, kommen diese strukturell teils sehr unterschiedlichen Stoffe ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Diese Pflanzenstoffe sind auch unter dem Überbegriff „gesundheitsfördernde Substanzen“ bekannt. Sie haben teils sehr ähnliche Eigenschaften wie Vitamine. Bisher sind ca. 30.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe mit unterschiedlichsten Wirkungen bekannt. Bekannte Vertreter der sekundären Pflanzenstoffe sind Carotinoide, Phytosterine und Flavonoide. So vielfältig wie ihre Wirkungen sind auch die einzelnen Vertreter der sekundären Pflanzenstoffe . . .

Sekundäre Pflanzenstoffe wirken . . .

  • schützend gegen freie Radikale (antioxidativ),
  • das Immunsystem unterstützend,
  • unterstützend in der Abwehr gegen Bakterien, Viren und Pilze,
  • krebshemmend und
  • cholesterinsenkend (z.B. Phytosterine) etc.

Weitere Informationen finden Sie unter Sekundäre Pflanzenstoffe: Vorkommen & Wirkungen. Wichtige Vertreter sind z.B. Carotinoide, Phytosterine, Polyphenole oder Phytoöstrogene.

Personen, die viel carotinoidreiches Obst und Gemüse essen, erleiden Untersuchungen zufolge seltener einen Herzinfarkt oder erkranken weniger an Krebs als Personen mit geringem Verzehr.

Phytosterine hemmen aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit zu Cholesterin dessen Aufnahme im Darm. Aus diesem Grund haben sie einen cholesterinsenkenden Effekt und wirken präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Besonders interessante Vertreter der Polyphenole sind die sogenannten Flavonoide, die Obst und Gemüse gelb bis kräftig blau färben. Untersuchungen weisen darauf hin, dass ihre Wirkungen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsformen reduzieren.

Von den als Pflanzenhormonen bekannten Phytoöstrogenen wird vermutet, dass sie auf hormonabhängige Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs hemmende Wirkung haben. Weiters schützen Phytoöstrogene möglicherweise gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eventuell Osteoporose

Wo sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten?

  • Carotinoide: z.B. Karotten, Tomaten, Paprika, grünes Gemüse (Spinat, Grünkohl), Grapefruit, Marillen, Melonen, Kürbis
  • Phytosterine: z.B. Nüsse, Pflanzensamen (Sonnenblumenkerne, Sesam, Soja), Hülsenfrüchte
  • Saponine: z.B. Hülsenfrüchte, Soja, Spargel, Hafer
  • Glukosinolate: z.B. alle Kohlarten, Rettich, Radieschen, Kresse, Senf
  • Flavonoide: z.B. Äpfel, Birnen, Trauben, Kirschen, Zwetschken, Beerenobst, Zwiebel,  Grünkohl, Melanzani, Soja, schwarzer und grüner Tee
  • Phenolsäuren: z.B. Kaffee, Tee, Vollkornprodukte, Weißwein, Nüsse
  • Monoterpene: z.B. Minze, Zitronen, Kümmel
  • Phytoöstrogene: z.B. Getreide und Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, Leinsamen
  • Sulfide: z.B. Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch

Genauere Informationen erhalten Sie im Saisonkalender Obst und Gemüse sowie in den Steckbriefen: Kräuter und Gewürze.

Hinweis Auch bei den sekundären Pflanzenstoffen gelten Vielfalt und Verbund als wesentlich für deren Wirkung. Sie sollten daher in natürlicher Form über Obst, Gemüse, Kräuter, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie Samen aufgenommen werden.

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