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Junger Mann mit Salat © StockPhotoPro

„Schutzschild Nahrung“

Was wir essen und wie viel davon, kann sich auf die Gesundheit auswirken – vor allem auf Stoffwechsel, Herz und Blutgefäße. Einige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können beispielsweise dabei helfen, das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu reduzieren. So üben Vitamine und Mineralstoffe, Ballaststoffe oder Omega-3-Fettsäuren einen positiven Effekt auf die Gesundheit aus. Andere Inhaltsstoffe der Nahrung hingegen, wie tierische Fette oder ein Zuviel an Salz, können bei überhöhter Zufuhr der Gesundheit Schaden zufügen . . .

Schutzfunktion der Nahrung

Zahlreiche Untersuchungen weisen darauf hin, dass es zwischen dem Auftreten sowie dem Verlauf bestimmter Krankheiten und der Ernährungs- und Lebensweise einen Zusammenhang gibt. Um die Schutzwirkung durch die Nahrung zu ermöglichen, ist eine ausgewogene Zusammenstellung der Kost wichtig. Dabei kommt es weniger auf die Summe aller notwendigen Nährstoffe oder das Hervorheben einzelner Stoffe an. Vielmehr ist es die Ausgewogenheit der Ernährung um positive Wechselbeziehungen zu ermöglichen, die die Gesundheit erhalten.

Laut den Ernährungsgesellschaften aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (D-A-CH-Referenzwerte) wird eine obst- und gemüsereiche Kost den Vorgaben einer vorbeugenden, gesundheitsfördernden Ernährung gerecht. Die Österreichische Ernährungspyramide stellt eine gute Orientierung zur Umsetzung dieser Ernährungsempfehlungen dar. Weitere Informationen finden Sie unter Die Österreichische Ernährungspyramide

Hinweis Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse schafft Schutzmechanismen, die die Gesundheit erhalten.

Einseitige Diäten und Nahrungsergänzungsmittel

Kurzfristige Änderungen im Ernährungsverhalten, wie etwa z.B. Entschlackungskuren, Diäten, Saftkuren, Detox und Co. zeigen bezüglich der Vermeidung von Krankheiten keine effektive Wirkung mit langfristigem Nutzen. Auch das Hervorheben einzelner Stoffe ersetzt nicht die wichtigen positiven Wechselbeziehungen durch ausgewogene Ernährung. Der Verbrauch von Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen) ist tendenziell steigend. Nutzen und eventuelle Risiken werden dabei von Expertinnen und Experten eher kontrovers eingeschätzt. Abgesehen von einer möglichen Überdosierung eines bestimmten Stoffes besteht die Gefahr, ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen und folglich auf eine optimale Ernährung zu verzichten.

Hinweis Ernährungsgesellschaften empfehlen, möglichst auf Supplemente zu verzichten und eine optimale Ernährung zu praktizieren. In bestimmten Situationen kann der Einsatz von Supplementen dennoch sinnvoll sein (z.B. vegane Ernährung). Auf jeden Fall sollten Sie eine eventuelle Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorab mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt abklären!

Als anerkannte Einsatzgebiete von Nahrungsergänzungsmitteln gelten:

Aktive & gesunde Lebensweise

Gesunde Ernährung kann ihr präventives Potenzial gegenüber gesundheitlichen Beschwerden und bestimmten Krankheiten am besten entfalten, wenn eine langfristige Änderung in der persönlichen Lebensweise und in allen Lebensphasen erreicht wird. Zur langfristigen Änderung des Lebensstils gehören auch ein gesundes Maß an Bewegung und Nichtrauchen. Eine Lebensstiländerung ist oft nicht leicht. Menschen sind „Gewohnheitstiere“. Oft hilft es, gemeinsam mit der Partnerin/dem Partner oder Freunden einen Anlauf zu nehmen (z.B. gemeinsam Nordic-Walken oder zusammen kochen).

Von der sogenannten präventiven Ernährung unterscheidet man die Ernährungstherapie, die bei bereits bestehenden Erkrankungen zum Einsatz kommt.

Vorbeugende Stoffe in der Nahrung

Ausgewogene Ernährung ist die Basis für die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen und der Gesundheit. Grundlegend dient sie dem Körper dazu, Unterversorgung und Mangelerscheinungen zu vermeiden. Darüber hinaus kann sie die Gesundheit fördern. Wichtig hierfür sind neben dem richtigen Verhältnis der energieliefernden Nährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße und Fett zueinander auch deren qualitative Zusammensetzung.

So sind das Fettsäuremuster, das Verhältnis von kurz- zu langkettigen Kohlenhydraten und das Muster der

Aminosäuren in den Eiweißen für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit wichtig. Wesentlich ist auch die bedarfsdeckende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen. Manche Inhaltsstoffe der Nahrung liefern dem Körper darüber hinaus zusätzlichen Nutzen. Diese sogenannten bioaktiven Stoffe werden vorrangig von Pflanzen und Mikroorganismen gebildet. Dazu zählen Ballaststoffe, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe.

Hier erfahren Sie Näheres zu den einzelnen präventiven Stoffen:

Wichtig ist die Vielfalt der Nährstoffe und deren Wechselwirkungen untereinander. Zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vorbeugung von Krankheiten sollten schützende Inhaltsstoffe als Teil einer ausgewogenen Ernährung zugeführt werden – auf den Gesamtmix kommt es also an.

Hinweis Eine obst- und gemüsereiche Kost wird in besonderem Maße den Vorgaben einer präventiven und gesundheitsfördernden Ernährung gerecht.

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