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Stethoskop und grüner Apfel © L. Klauser

Ernährungsabhängige Krankheiten

Gesundheit wird nicht nur als alleinige Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern umfasst zudem körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden (Gesundheit). Die in Gesundheit verbrachten Lebensjahre sind somit ein Maß für die Lebensqualität. Das vorbeugene Potenzial der Ernährung trägt wesentlich dazu bei, die Gesundheit zu erhalten bzw. zu fördern. Die optimale Zufuhr aller Nährstoffe soll bestimmte Risikofaktoren ausschalten und ernährungsabhängigen Krankheiten vorbeugen . . .

Lebensjahre in Gesundheit 

Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge, ist innerhalb Europas der Verlust vieler „Lebensjahre in Gesundheit“ häufig Erkrankungen zuzuschreiben, bei deren Entwicklung Ernährung eine bedeutende Rolle spielt. Relevant sind hier vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen sowie Diabetes mellitus.

Die WHO misst der Prävention im Vorgehen gegen nicht übertragbare chronische Krankheiten eine entscheidende Rolle zu und empfiehlt deshalb Maßnahmen gegen das „tödliche Quartett“. Laut europäischer Kommission sind in Europa ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung die Hauptursachen vermeidbarer Krankheiten und einer niedrigen Lebenserwartung.

Hinweis Das „tödliche Quartett“ umfasst Fehlernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholmissbrauch.

Je nach Krankheitsart spielen auch Rauchen, Alkoholkonsum, Umweltschadstoffe sowie Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle. Der mit steigendem Wohlstand verbundene Lebensstil bedingt einen Anstieg dieser, häufig chronisch verlaufenden Erkrankungen.

Zivilisationserkrankungen

Erkrankungen, die durch Über- oder Fehlernährung entstehen bzw. in ihrem Verlauf beeinflussbar sind, werden als ernährungsassoziierte bzw. ernährungsabhängige Krankheiten bezeichnet. Ernährungsabhängige Krankheiten kommen meist durch das Zusammenspiel vieler Faktoren zum Ausbruch. Neben Fehlernährung sind Umweltfaktoren, aber auch Vererbung von Bedeutung. Ernährungsabhängige Krankheiten sind in westlichen Industrieländern wesentliche Ursachen der Sterblichkeit.

Die bekanntesten ernährungsassoziierten Krankheiten sind:

Neben bestimmten Einzelrisikofaktoren zählen chronische Über- und Fehlernährung zu den Hauptrisiken für die Entstehung ernährungsabhängiger Krankheiten. Auch Gicht, Leberzirrhose, Karies, Nahrungsintoleranzen und -allergien, bestimmte Krebserkrankungen sowie rheumatoide Arthritis zählen dazu. Allen diesen Krankheiten ist gemeinsam, dass ihre Entstehung sowie der Verlauf – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung – durch Ernährung beeinflussbar sind. Bei bereits bestehenden Krankheiten kann es in der Behandlung auch zu ernährungsmedizinischen bzw. ernährungstherapeutischen Maßnahmen kommen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Ernährungsberatung und -therapie.

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