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Embryo © Juan Gärtner

Eine Schwangerschaft beginnt

Die ersten Wochen einer Schwangerschaft sind entscheidend, ob sich eine Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann und die Entwicklung des Embryos beginnt. Die Schwangerschaft beginnt, wenn eine Samenzelle eine Eizelle (Oozyte) im Eileiter befruchtet. Voraussetzung ist, dass gesunde Samenzellen (Spermien) durch den Gebärmutterhals (Zervix) in die Gebärmutter (Uterus) vordringen. Spermien können in der Gebärmutter ungefähr drei Tage überleben. Deshalb kann eine Schwangerschaft auch dann entstehen, wenn der Geschlechtsverkehr einige Tage vor oder nach dem Eisprung stattgefunden hat.   

Die weibliche Eizelle ist die größte Zelle des menschlichen Organismus. Die männliche Samenzelle die kleinste. Erst durch die Verschmelzung der beiden Zellkerne mit jeweils 23 einzelnen Chromosomen ist die Erbinformation vollständig und aus der neu entstandenen Zelle mit 46 Chromosomen kann sich ein Mensch entwickeln. Zirka vier Tage nach der Befruchtung wandelt sich die befruchtete Eizelle (Zygote) zu einer Keimblase (Blastozyste) und es entstehen Zellschichten, aus denen sich später Organe, Knochen, Muskulatur und/oder andere Gewebe herausbilden. 

Hormonelle Veränderungen

Ungefähr sechs Tage nach der Befruchtung nistet sich die Keimblase in der Gebärmutter ein und beginnt, das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren. Ein weiteres Hormon namens Progesteron bereitet die Gebärmutter auf die Einnistung der Eizelle vor und verhindert gleichzeitig, dass die Gebärmutter die befruchtete Eizelle wieder abstößt.

Hormone spielen eine wichtige Rolle beim Immunschutz und für den Erhalt der Schwangerschaft. Die höchste hCG-Konzentration ist in der zehnten bis zwölften Woche nach der Befruchtung erreicht. Wenn die hCG-Konzentration hoch genug ist, kann das Hormon im Blut oder Harn durch Schwangerschaftstests nachgewiesen werden. Das ist meistens ab dem Zeitpunkt der Fall, an dem die nächste Regelblutung zu erwarten wäre. 

Der Embryo entwickelt sich

In der zweiten Schwangerschaftswoche beginnt sich die embryonale Zelle mit der Gebärmutter zu verbinden. In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft entwickelt sich der Embryo mit allen Gliedmaßen vollständig.

Blutungen in der Frühschwangerschaft können ein Zeichen sein, dass sich die Hormonproduktion im Körper noch nicht vollständig auf die Schwangerschaft umgestellt hat. Die Zeit der hormonellen Anpassung während der ersten sieben bis acht Wochen zeigt, ob sich die befruchtete Eizelle richtig in der Gebärmutter einnistet und sich der Embryo weiterentwickelt.  

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