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Spermien © fotoliasrender

Spermiengewinnung & Insemination

Sowohl für eine künstliche Befruchtung als auch für andere Methoden der Kinderwunschbehandlung wie die Insemination (Samenflüssigkeit wird in die Gebärmutter gebracht) ist die Gewinnung von Spermien notwendig. Die einfachste Art ist ein natürlicher Samenerguss mittels Masturbation. Ist dies aus medizinischen Gründen (z.B. verschlossene Samenleiter) nicht möglich, gibt es noch andere Möglichkeiten – etwa die direkte Entnahme von Samen aus dem Hoden . . .

MESA, PESA und TESE – was steckt dahinter?

Hinter den Begriffen MESA, PESA und TESE verbergen sich folgende Methoden:

  • Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (MESA): Samenzellen werden unter lokaler Betäubung durch Freilegung des Samenleiters aus dem Nebenhoden (Epididymis) gewonnen.

  • Perkutane epididymale Spermienaspiration (PESA): Hier erfolgt die Entnahme auch aus dem Nebenhoden, allerdings direkt durch die Haut.

  • Testikuläre Spermienextraktion (TESE): Spermien werden in lokaler Betäubung aus dem Hoden entnommen, wenn aus dem Nebenhoden keine gewonnen werden konnten.

Die Spermien aus Hoden oder Nebenhoden sind noch unreif oder eingeschränkt beweglich. Daher ist in der Folge die ICSI-Methode (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) im Rahmen der künstlichen Befruchtung notwendig.

Intrauterine Insemination

Gelangen Spermien nicht auf natürlichem Wege funktionsfähig zum Ort der Befruchtung (z.B. leichte Verringerung schneller Spermien), kommt auch die sogenannte intrauterine Insemination zur Anwendung. Die Eileiter der Frau müssen für diese Methode durchgängig sein. Bei der intrauterinen Insemination wird der Samen nach spezieller Vorbereitung direkt in die Gebärmutter eingebracht.

Zuvor erfolgt fast immer eine hormonelle Vorbehandlung der Frau, um sicherzustellen, dass eine befruchtungsfähige Eizelle bereit für die Samenzelle ist. Die Hormonbehandlung birgt das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften in sich. Es besteht auch die Möglichkeit der Verwendung eines Spendersamens, falls die Spermien des Partners nicht zur Fortpflanzung fähig sind.

Informationen zur gesetzlichen Lage finden Sie im Fortpflanzungsmedizingesetz

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