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Hebamme im Kreißsaal tastet Bauch ab © Kzenon

Die Geburt kündigt sich an

Gegen Ende der Schwangerschaft treten die ersten Symptome auf, die darauf hindeuten, dass das Kind nicht mehr lange auf sich warten lässt. Bereits ca. zwei bis vier Wochen vor Geburtsbeginn senkt sich der Bauch der schwangeren Frau. Das kann oft sehr deutlich empfunden werden, da die Senkung des Bauches meistens mit leichten Wehen verbunden ist. Gleichzeitig tritt auch der Kopf des Kindes ins mütterliche Becken. Dadurch senkt sich die Gebärmutter und drückt jetzt noch mehr auf die mütterliche Blase, wodurch es zu einem verstärkten Harndrang kommen kann . . .

In den letzten Tagen vor der Geburt treten oft unregelmäßige Vorwehen ein, die von der schwangeren Frau nicht immer als schmerzhaft empfunden werden müssen, aber für den baldigen Geburtsbeginn sprechen. Es gibt typische Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Geburt beginnt. Dazu zählen das Platzen der Fruchtblase, regelmäßige Wehen und ein blutiger Schleimabgang (Zeichnungsblutung).

Abgang des Schleimpfropfens

Der Schleimpfropfen bildet sich zu Beginn der Schwangerschaft und verschließt den Muttermund. Er sorgt dafür, dass keine Keime in die Gebärmutter eindringen können. Der Schleimpfropfen kann wässrig, schleimig oder auch blutig sein. Wenn er abgeht, bedeutet das, dass das Kind wahrscheinlich innerhalb der nächsten zehn Tage zur Welt kommen wird.

Vorzeitiger Blasensprung

Bei ca. zwanzig Prozent der schwangeren Frauen platzt die Fruchtblase, noch bevor es zu Wehen kommt. Geburtshelfer/innen sprechen von einem vorzeitigen Blasensprung. Dabei geht das Fruchtwasser tröpfchenweise oder schwallartig ab. In den meisten Fällen setzt nach dem Blasensprung eine starke Wehentätigkeit ein, da der Kopf des Kindes jetzt direkt auf den Muttermund drückt. 

Hinweis Bei einem vorzeitigen Blasensprung am Ende der Schwangerschaft sollten werdende Mütter in Einzelfällen auf dem Weg ins Krankenhaus im Liegen transportiert werden, um einen Nabelschnur- oder Armvor-fall zu vermeiden. Dies ist dann notwendig wenn, der führende Teil des Kindes (meist der kindliche Kopf) die Gebärmutter nicht „abdichtet“. Schwangere sollten sich bei ihrem betreuenden Ärzten und Ärztinnen anlässlich der letzten Schwangercshaftsruntersuchungen über die Einschätzung des kindlichen Höhenstandes erkundigen. „Dichtet“ der Kopf die Gebärmutter ab, kann sich die Schwangere eigenständig in die Klinik begeben.

Regelmäßige Wehen

In den letzten Wochen der Schwangerschaft können vermehrt schmerzhafte Krämpfe (Kontraktionen) auftreten, die als Schwangerschaftswehen bezeichnet werden. Eine Abgrenzung der echten Geburtswehen von den Schwangerschaftswehen ist oft schwierig. Wenn sich Wehen länger als eine Stunde im regelmäßigen Abstand von fünf Minuten oder kürzer wiederholen, ist das ein Zeichen, dass die Geburt beginnt.

Weitere Anzeichen für die beginnende Geburt

  • Schmerzen im Kreuz
  • Körperliche Unruhe
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstärkter Harndrang
  • Durchfallartiger Stuhl

Hinweis Es müssen nicht alle Anzeichen zwingend auftreten. Manche können bereits Wochen vor der Geburt, andere auch erst während der Geburt auftreten.

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