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Mann nimmt Kapseln und Shake © Photographee.eu

Nahrungsergänzung im Sport

In Fitnessstudios, Sportgeschäften und im Internet werden zahlreiche Präparate angeboten, die damit werben, sportliche Leistungen zu steigern oder beim Abnehmen zu unterstützen. Immer mehr Hobby- und Breitensportler lassen sich von den tollen Versprechungen verleiten, derartige Produkte zu konsumieren. Problematisch ist, dass meist unkontrolliert und ohne professionelle Betreuung zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen wird. Helfen Nahrungsergänzungen wie Taurin oder L-Carnitin beim sportlichen Training bzw. gibt es negative Auswirkungen?

Taurin

Bei Taurin handelt es sich um eine Aminosäure, die in den Körperzellen beim Abbau der beiden Aminosäuren Cystein bzw. Methionin entsteht. Gebildet wird Taurin bevorzugt in Leber und Gehirn unter Beteiligung von Vitamin B6. Mit der Nahrung wird Taurin aus Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch aufgenommen. Taurin ist an der Bildung der Gallensalze beteiligt, die wesentlich für die Fettverdauung im Darm sind. Diese Funktion ist wissenschaftlich gesichert.

Weitere Funktionen von Taurin – jedoch ohne wissenschaftliche Grundlage – sind u.a. eine positive Wirkung auf den Herzmuskel, als Fänger freier Radikale und ev. eine „entgiftende“ Funktion durch die Bindung von Fremdstoffen. Bei sehr intensiver sportlicher Betätigung kann der Taurin-Gehalt im Körper absinken.

Hinweis Ein leistungssteigernder Effekt durch die Einnahme von Taurin-Präparaten konnte wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden. Nach derzeitigem Wissensstand kann eine zusätzliche Taurin-Einnahme nicht empfohlen werden.

L-Carnitin

Häufig wird im Ausdauersport auch L-Carnitin empfohlen, es wird auch oft als Schlankheitsmittel angepriesen. Carnitin eine Substanz, die in natürlichen Lebensmitteln enthalten ist. Relativ hohe Mengen an L-Carnitin befinden sich in Schweine- sowie Rindfleisch, Milchprodukten und Pilzen. Der Körper ist auch in der Lage, aus bestimmten Eiweißbestandteilen L-Carnitin selbst zu bilden. Wird L-Carnitin zusätzlich eingenommen und wird es zu hoch dosiert, scheidet der Körper diese Substanz über die Nieren schnell und vollständig aus. Hierbei besteht die Gefahr, dass die körpereigene Bildung von L-Carnitin länger gehemmt wird.

Hinweis Für die Verbesserung im Ausdauersport bzw. für die Wirkung als Schlankheitsmittel gibt es keine aussagekräftigen Studien oder biochemische Erklärungen, sodass die Einnahme von L-Carnitin nicht empfohlen werden kann.

Was beim Sport wichtig ist

Unerlässlich beim Sport ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei unter 60-minütiger Trainingsdauer ist es ausreichend, den Flüssigkeitsverlust nach dem Training mit Wasser (oder auch Mineralwasser) auszugleichen. Wird jedoch über 60 Minuten trainiert, sollte man von Beginn an alle 20 Minuten etwas trinken. Da mit dem Schweiß auch Mineralstoffe und Spurenelemente verloren gehen, müssen diese wieder ersetzt werden.

Bei einer längeren Belastung sollten auch die Kohlenhydratspeicher wieder aufgefüllt werden. Als Sportgetränk eignet sich z.B. eine Mischung aus einem Teil Fruchtsaft (ideal: Johannisbeer- oder Apfelsaft), zwei Teilen (Mineral-)Wasser und einer Prise Speisesalz (bei niedrigem Natriumgehalt des Mineralwassers).

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