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Symbolfoto Läufer und Herz © manu

Der gesundheitliche Nutzen von Bewegung

Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Baustein für ein Leben in Gesundheit, denn: Bewegung wirkt auf den ganzen Körper. Nur mit ausreichender Aktivität bleibt die normale Funktion der meisten lebenswichtigen Organe erhalten, bleiben die Energiebilanz im Gleichgewicht und das Körpergewicht im Normalbereich. Nur so können wir unsere körperliche Leistungsfähigkeit erhalten beziehungsweise verbessern.

Bewegung wirkt den meisten gesundheitlichen Risikofaktoren entgegen, Bewegungsmangel hingegen fördert sie. Ob wir gesund bleiben, hängt maßgeblich davon ab, ob wir uns ein Leben lang bewegen.
 

Wie Bewegung auf den Körper wirkt

Die folgende Tabelle zeigt, wie Bewegung oder Bewegungsmangel auf den Körper wirken.

Einfluss von Bewegung auf   Bewegung Bewegungsmangel
Energieumsatz steigt sinkt
Körpergewicht (bei gleichbleibender Kalorienzufuhr) nimmt ab nimmt zu
Herz-Kreislauf-System wird leistungsfähiger wird schwächer
Ausdauer verbessert sich verschlechtert sich
Blutdruck  sinkt steigt
Fettstoffwechsel verbessert sich verschlechtert sich
Gesamtcholesterin   sinkt  steigt
LDL-Cholesterin sinkt steigt
HDL-Cholesterin steigt sinkt
Triglyceride sinken steigen
Zuckerstoffwechsel verbessert sich  verschlechtert sich
Insulinspiegel   sinkt  sinkt nicht
Blutzuckerspiegel sinkt   sinkt nicht 
Bewegungsapparat wird leistungsfähiger wird schwächer
Muskelkraft  verbessert sich verschlechtert sich
Knochendichte nimmt zu nimmt ab
Stützfunktion, Stabilität verbessert sich verschlechtert sich
Beweglichkeit, Belastbarkeit der Gelenke nimmt zu nimmt ab
Immunabwehr verbessert sich verschlechtert sich
Gehirnfunktionen verbessern sich verschlechtern sich
Gehirndurchblutung verbessert sich verschlechtert sich
Neubildung von Nervenzellen wird gefördert wird nicht gefördert
Psyche antidepressive Wirkung keine antidepressive Wirkung

Bewegung fördert die Gesundheit

Der Energieumsatz hat einen zentralen Einfluss auf die Gesundheit und die Fitness des gesamten Körpers, weil er die meisten anderen bekannten Risikofaktoren beeinflusst, z.B. den Körperfettanteil (Bauchumfang), die Knochendichte, die Insulinempfindlichkeit, die Blutfette und den Blutdruck. Kraft und Ausdauer sind hingegen grundlegende Voraussetzungen für die körperliche Leistungsfähigkeit.

Etwa ab dem 35. Lebensjahr beginnt die Leistungsfähigkeit des Körpers aufgrund natürlicher Alterungsprozesse abzunehmen. Mit zunehmendem Alter steigt daher das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Körperliche Inaktivität verursacht beziehungsweise fördert diese Abbauvorgänge. Ausreichend Bewegung und gezieltes Training helfen, die Risikofaktoren für Erkrankungen zu senken und gesund älter zu werden.

Hinweis Bestimmte Wirkungen von Bewegung können schon nach kurzer Zeit eintreten, z.B. verbessern sich die Muskelkraft und der Fettstoffwechsel in zirka vier bis sechs Wochen nach dem Trainingsbeginn. Um das Risiko für Erkrankungen zu senken und möglichst lange in Gesundheit leben zu können, muss Bewegung jedoch regelmäßig, im richtigen Ausmaß und lebenslang betrieben werden.

Bewegung senkt das Erkrankungsrisiko

Wie Untersuchungen – unter anderem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – zeigten, senkt Bewegung das Risiko für viele weitverbreitete und häufig chronische Erkrankungen sowie Verletzungen. Dazu zählen:


Therapie und Reha: So wirkt Bewegung

Bewegung kann bei vielen Erkrankungen zur Heilung beitragen oder Beschwerden lindern, wenn sie gezielt, ähnlich wie ein Medikament, eingesetzt wird. Voraussetzung für die gezielte Anwendung ist das Wissen, welche körperlichen Wirkungen durch Bewegung ausgelöst werden können und warum. Mit anderen Worten: Welche Bewegungsdosis bewirkt welche Reaktion im Körper?

So haben verschiedene Trainingsmaßnahmen, z.B. das Training der motorischen Fähigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit oder Koordination unterschiedliche Effekte auf den Körper. Auch der Schweregrad der Erkrankung einer Patientin/eines Patienten oder ihre/seine körperliche Fitness beeinflussen den Erfolg einer Bewegungsmaßnahme. Diese Faktoren werden bei einer ärztlichen Verordnung berücksichtigt, um Bewegung gezielt in der Therapie und Rehabilitation, z.B. Bewegungstherapie, einsetzen zu können.

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