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Elektromyographie © Andrey Popov

Elektromyographie (EMG)

Mithilfe der Elektromyographie werden elektrische Aktivitäten in Muskeln untersucht. Damit sich Muskeln anspannen können, muss das Nervensystem kleine elektrische Impulse auf die Muskulatur übertragen. Die Potenziale, die mittels EMG gemessen und dargestellt werden, sind beim gesunden und erkrankten Muskel unterschiedlich. Prinzipiell kann eine Elektromyographie von fast jedem Muskel abgeleitet werden. Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder Liegen . . .

Wann ist eine Elektromyographie notwendig?

Durch die EMG können neuromuskuläre Erkrankungen voneinander abgegrenzt werden. Die wichtige Frage, ob eine Erkrankung vom Muskel selbst ausgeht (Myopathie) oder ob der zugehörige Nerv erkrankt ist (Neuropathie), kann damit beantwortet werden.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Für eine EMG sind keine speziellen Vorbereitungen erforderlich. Kleinkindern und Säuglingen werden vor der Untersuchung manchmal beruhigende Medikamente verabreicht.

Hinweis Blutverdünnende Medikamente (wie Marcoumar oder Sintrom) sollten nach Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt einige Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden!

Wie läuft die Untersuchung ab?

Prinzipiell kann eine EMG von fast jedem Muskel abgeleitet werden. Die Untersuchung erfolgt im Sitzen oder Liegen. Zur Ableitung der elektrischen Aktivität wird eine dünne sterile Nadelelektrode mit einem Durchmesser von 0,45 mm und ca. 5 cm Länge durch die Haut in den zu untersuchenden Muskel gestochen. Zunächst wird bei völlig entspanntem Muskel untersucht, im Anschluss daran bei leichter und starker Anspannung. Die Elektrodennadel muss dabei mehrmals vor- und zurückgeschoben werden. Die aufgenommenen elektrischen Signale werden verstärkt und computergestützt dargestellt.

Welche Komplikationen/Nebenwirkungen gibt es?

Die EMG ist ein risikoarmes Routineverfahren. Der Einstich und das Verschieben der Elektrodennadeln im Muskel sowie das Anspannen des Muskels während der Untersuchung können schmerzhaft sein.

Selten treten folgende Komplikationen auf:

  • vorübergehende Schmerzen nach Einstechen der Elektroden.
  • Verletzung kleiner Blutgefäße (mit größeren Blutungen ist nicht zu rechnen, falls keine erhöhte Blutungsneigung besteht, etwa durch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten, wie Marcoumar oder Sintrom)
  • Verletzung benachbarter Strukturen bei Untersuchung von speziellen Muskeln (z.B. Augen-, Schließ-, Beckenbodenmuskeln)

Wo wird eine Elektromyographie durchgeführt?

Eine Elektromyographie kann bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Neurologie oder in Krankenhäusern mit neurologischer Abteilung durchgeführt werden. Eine Überweisung/Zuweisung durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt ist je nach Situation erforderlich. Wird eine Neurologin/ein Neurologe direkt in Anspruch genommen, ist keine Überweisung/Zuweisung notwendig.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Neurologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche.
  • Krankenhäuser (mit neurologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Elektromyographie benötigen Sie je nach Situation eine ärztliche Überweisung/Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Elektromyographie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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