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MRI Gehirn © stockdevil

Bösartige Gehirntumoren: Diagnose

Je nach Lokalisation und Größe bzw. Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors können sich unterschiedliche Symptome zeigen. Häufig machen sich neu aufgetretene Kopfschmerzen oder plötzlich auftretende epileptische Anfälle bemerkbar. Eine gründliche Abklärung ist unabdingbar und muss rasch erfolgen. 

Gründliche Abklärung von Symptomen wichtig

Aber auch etwa Lähmungen, Sprach- und/oder Gangstörungen, Seh-/Hörprobleme, Persönlichkeitsveränderungen, Konzentrationsschwäche, rasche Ermüdbarkeit oder getrübte Stimmung sind mögliche Anzeichen für einen Gehirntumor. Andere Erkrankungen können diese Symptome ebenso aufweisen, daher ist eine gründliche Abklärung notwendig. Nimmt der Tumor größeren Raum ein, kann sich das Gehirn nicht weiter als über die Schädeldecke ausdehnen. Dadurch entsteht gefährlicher erhöhter Hirndruck. Zeichen für hohen Hirndruck können etwa starke Kopfschmerzen und Übelkeit/Erbrechen sein. Steigt der Druck weiter, kommt es zum Koma bis hin zum Tod.

Diagnose

Liegt ein Verdacht auf einen Hirntumor vor, wird nach der Anamnese und einer allgemeinen körperlichen und neurologischen Untersuchung eine radiologische Bildgebung mittels MRT und/oder CT durchgeführt. Auch Laboruntersuchungen können Aufschluss geben. Ferner kann ein EEG oder eine Untersuchung von Liquor notwendig sein. Ist eine tumorartige Raumforderung auf der MRT- bzw. CT-Aufnahme sichtbar, kann zur genauen Bestimmung der Tumorart eine Biopsie oder Operation vorgenommen werden. Diese kann unter bestimmten Umständen stereotaktisch erfolgen: Das Tumorareal wird mittels Computer exakt bestimmt, eine Probenentnahme ist somit auf den Millimeter genau möglich. Über ein kleines Bohrloch wird die Probe operativ entnommen. In anderen Fällen wird ein Eingriff zur Entfernung größerer Tumoranteile durchgeführt.

Die Tumoreinteilung erfolgt in der Regel nach der WHO-Klassifikation von Tumoren des Zentralnervensystems.

Wohin kann ich mich wenden?

Bei Beschwerden, die auf einen Gehirntumor hindeuten, können Sie sich primär an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin

  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzfach für Hämatologie und Internistische Onkologie

  • Fachärztin/Facharzt für Neurologie

Bei akuten Beschwerden suchen Sie bitte umgehend die nächstgelegene Notfallambulanz auf. Treten Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, Bewusstlosigkeit, Lähmungen oder andere bedrohliche Symptome auf, rufen Sie sofort die Rettung unter 144.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen diagnostischen Methoden werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte sowie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?


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