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Schuppenflechte am Ellenbogen © Farina 3000

Psoriasis: Was ist das?

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine Hauterkrankung, die durch Entzündung und Schuppungen der Haut gekennzeichnet ist. Der medizinische Fachausdruck leitet sich vom griechischen „psao“, zu Deutsch „kratzen“, her. Die Schuppenflechte beruht auf einer erblichen Veranlagung. Zu Hauterscheinungen kommt es, wenn weitere Auslösefaktoren hinzukommen. Hierzu zählen Infekte, Verletzungen der Haut, Stress, und bestimmte Medikamente . . .

Die Erkrankung tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen und Schweregraden meist in Schüben auf. Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris. Typisch für sie sind stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße, gerötete, meist stark juckende Hautveränderungen (Effloreszenzen), die mit der Zeit zusammenfließen können. Die Lebensqualität kann aufgrund des ausgeprägten Juckreizes und aus kosmetischen Gründen stark beeinträchtigt sein.

Die Schuppenflechte ist derzeit nicht heilbar und bleibt lebenslang bestehen. Zwischen den Schüben kann es lange Phasen völliger Beschwerdefreiheit geben. Die Erkrankung kann bei Menschen aller Altersgruppen erstmals auftreten. Häufigkeitsgipfel liegen zwischen 15 und 35 Jahren sowie um das 60. Lebensjahr.

Bei ungefähr 20 Prozent der Betroffenen kommt es im Zusammenhang mit der Psoriasisveranlagung zu einer Gelenkentzündung, der sogenannten Psoriasisarthritis. Auch weitere Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und Herzerkrankungen kommen bei Psoriasis häufiger vor.

Häufigkeit

Psoriasis ist eine der häufigsten chronisch entzündlichen Erkrankungen der Haut. In den westlichen Industrienationen sind etwa 1,5 bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen. In Österreich leiden rund 250.000 Menschen an Psoriasis. Ungefähr 80 Prozent sind an einer sogenannten Psoriasis vulgaris (Plaque-Typ-Psoriasis) mit Schuppenbildung erkrankt.

Ursachen

Die Psoriasis beruht auf einer Fehlfunktion des Immunsystems, bei der körpereigenes Gewebe als körperfremd erkannt und angegriffen wird – es handelt sich somit um eine Autoimmunerkrankung. Das komplexe Geschehen ist mit ausgeprägten Entzündungsvorgängen in der Haut verbunden. Begleitend kommt es zu einer Verdickung der Oberhaut (Epidermis) sowie abschnittsweise zu einer fehlerhaften Verhornung (Parakeratose) mit einem Verlust der Körnerzellenschicht (Stratum granulosum). Die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) sind geschwollen und zeigen ein ungewöhnlich rasches Wachstum. Daraus resultiert eine starke Schuppung an der Hautoberfläche.

Die genauen Entstehungsursachen sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen. In erster Linie scheint Psoriasis eine erbliche Erkrankung zu sein. Der genetische Anteil am Psoriasisrisiko wird auf zirka 60 bis 70 Prozent geschätzt. Dabei wird von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener genetischer Faktoren ausgegangen, deren Wirkung sich „summiert“.

Eine erbliche Veranlagung allein bedeutet nicht, dass die Psoriasis auch zwangsläufig auftreten muss. Damit es zum Ausbruch der Erkrankung kommt, müssen weitere Auslösefaktoren (sogenannte Provokations- oder Triggerfaktoren) wirksam werden. So können Umwelteinflüsse wie Infekte, Rauchen, emotionaler Stress sowie bestimmte Medikamente das erstmalige Ausbrechen oder die Verschlechterung einer bereits vorhandenen Schuppenflechte bewirken.

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