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Ärztin untersucht Muttermal © Fly_dragonfly

Muttermale

Muttermale (Nävi) sind gutartige Fehlbildungen der Haut oder Schleimhaut, bei der normale Zellen oder Gewebe vermindert, vermehrt oder ungleichmäßig angeordnet vorkommen. Häufig wird auch der Begriff „Leberflecken“ verwendet. Diese umfassen jedoch eigentlich nur die am häufigsten vorkommende Untergruppe von Muttermalen, nämlich jene, die durch eine Vermehrung von Pigmentzellen (Melanozyten) entstehen. Nävi können bereits bei der Geburt vorhanden sein (kongenital) oder erst im Lauf des Lebens entstehen (erworben) . . .

Symptome

Erworbene Nävi (Leberflecken) entwickeln sich häufig im Lauf der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter. Bei fast jedem Menschen lassen sich einige, manchmal auch Hunderte erworbene Nävi finden. Meist sind diese unter einen halben Zentimeter groß.

Angeborene Muttermale können weniger als einen Zentimeter groß sein oder sich über ganze Körperteile ausdehnen. Typische Kennzeichen sind eine zerklüftete, teilweise warzige Oberfläche, vermehrte Pigmentierung in verschiedenen Brauntönen und stellenweise Behaarung. Sie verändern oft im Lauf des Lebens ihre Form und Farbe. Häufig werden sie in den ersten zehn Lebensjahren heller, in selteneren Fällen auch dunkler. Große Nävi haben oft von Geburt an eine etwas ungleichmäßige Farbverteilung.

Vorbeugung

Meist handelt es sich bei Muttermalen um harmlose Hautveränderungen. In seltenen Fällen kann sich jedoch aus einem Nävus ein malignes Melanom entwickeln. Neben einem vernünftigen Umgang mit der Sonne sollten Sie sich regelmäßig selbst untersuchen, um etwaige bösartige Veränderungen an Ihren Muttermalen möglichst frühzeitig zu entdecken.

Weitere Informationen finden Sie unter Selbstuntersuchung der Haut.

Diagnose & Therapie

Die Hautärztin/der Hautarzt untersucht den betreffenden Nävus mit freiem Auge und eventuell mikroskopisch. Bei Bedarf wird eine Gewebeprobe in örtlicher Betäubung entnommen und genauer untersucht. Muttermale mit Verdacht auf bösartige Entartung werden von einer Hautärztin/einem Hautarzt unter Lokalnarkose operativ entfernt.

Wohin kann ich mich wenden?

Sie sollten umgehend eine Hautärztin/einen Hautarzt aufsuchen, wenn Veränderungen an einem Muttermal auftreten wie z.B.:

  • einzelne dunklere Stelle,
  • neu auftretende Knoten,
  • nicht heilende Wunden,
  • andere sich rasch entwickelnde Veränderungen.

Darüber hinaus wird eine jährliche hautärztliche Kontrolle der gesamten Hautoberfläche empfohlen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Therapien werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.

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