Akne: Narben und Überpigmentierung

Durch die Hautentzündungen bei Akne können Narben und Überpigmentierungen (Hyperpigmentierungen) entstehen. Zu berücksichtigen ist, dass sich in vielen Fällen das Hautbild über die Jahre von selbst bessern kann.

Was man gegen Aknenarben tun kann

Wie bei anderen Narben kann auch bei Aknenarben keine vollständige Wiederherstellung erzielt werden. In vielen Fällen lässt sich jedoch eine Verbesserung des Hautzustandes erreichen. Eingesetzt werden je nach Narbentyp verschiedene Methoden mit unterschiedlichem Erfolg (*):

  • operative Methoden, mit denen entweder Narbenränder abgeflacht oder Narbentäler unterminiert und damit gehoben werden: Dies erfolgt mittels Stanze (Stanzexzision und -elevation), Skalpell (Subzision) oder hochtouriges Schleifen und Fräsen der Haut (Dermabrasion),
  • Laser,
  • Blitzlampe/Intense-Pulsed-Light-(IPL)-Technologie,
  • chemische Narbenbehandlung mit hochkonzentrierter Trichloressigsäure (TCA),
  • Dermatofiller (z.B. Hyaluronsäure, Kollagen, Poly-L-Milchsäure, Calcium-Hydroxylapatit oder Fettgewebe),
  • Mikrodermabrasion und Mikroneedling (die Haut wird unter örtlicher Betäubung mit mikrofeinen Nadeln oberflächlich angeritzt und so zur Reparatur angeregt),
  • Injektion von Glukokortikosteroiden direkt in die Aknenarbe,
  • Kältetherapie,
  • Druckbehandlung (über Verbände wird kontinuierlich ein leichter Druck auf die Narbe ausgeübt. Die verminderte Durchblutung verlangsamt den Stoffwechsel im Narbengewebe. Es soll dadurch zurückgehen, die Narbe glatt und elastisch werden).

Was man gegen Überpigmentierungen tun kann

Entzündungsbedingte Überpigmentierungen (postinflammatorische Hyperpigementierung, PIH) entstehen durch Pigmentablagerungen im Rahmen von Hautentzündungen. Zur Behandlung gehören v.a. das Meiden von UV-Licht und konsequenter Lichtschutz mit einem Breitspektrum-Lichtschutzpräparat. PIH sind in der Regel schwer zu therapieren. In der Praxis haben sich Kombinationen mit Wirkstoffen unterschiedlicher Angriffspunkte bewährt.

Topische Therapien können die Pigmentbildung auf vielfältige Weise beeinflussen. Dazu werden diverse Substanzen mit unterschiedlicher Wirkung und Verträglichkeit eingesetzt, z.B. Azelainsäure, Retinoide, N-Acetyl-Glucosamin (NAG), Niacinamid, Kojic acid und verschiedene pflanzliche Stoffe wie Soja. Die Wirksamkeit von Laser oder Blitzlampen kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Bessere Ergebnisse werden mittels sogenannter nicht ablativer fraktionierter Photothermolyse erzielt. Dabei erfolgt mittels Laser eine gezielte und kontrollierte Erhitzung mikroskopisch kleiner Hautareale unter Schonung der Epidermis. Ziel dieses Reizes ist es, die Regenerationsfähigkeit der Haut anzuregen.

Chemische Peels haben sich ebenfalls bewährt. Sie entfernen die oberste Hautschicht (Stratum corneum) und beschleunigen das Eindringen der Bleichmittel. Sehr oberflächliche oder oberflächliche Glykolsäure-Peels können mit geringem Risiko als Zusatzbehandlungen verwendet werden. Allerdings ist ihre Wirkung bei dunklem Hauttyp und tief gelegenem Pigment gering. Hier ist eher die Verwendung von Salicylsäure-Peels zu erwägen.

Wohin kann ich mich wenden?

Die Behandlung von Aknenarben und entzündungsbedingten Überpigmentierungen wird von Hautärztinnen und Hautärzten durchgeführt.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

Für die Kosten kosmetischer Behandlungen müssen Patientinnen und Patienten selbst aufkommen.

(*) Deutsche Dermatologische Gesellschaft: S2k-Leitlinie Behandlung der Akne, AWMF-Register Nr. 013/017.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2019

Abgenommen durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: OA Univ. Doz. Dr. Paul Sator

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