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Stroke Unit © sudok1

Schlaganfall: Stroke-Unit

Patientinnen/Patienten, die an einer Stroke-Unit behandelt werden, haben ein geringeres Risiko, an ihrem Schlaganfall zu sterben, und weisen auch deutlich weniger schwere Folgeschäden auf. Bei einer Stroke-Unit handelt es sich um eine spezielle Einrichtung in einem Krankenhaus an einer neurologischen Abteilung mit der Möglichkeit einer sofortigen für den Schlaganfall spezifischen Diagnostik und Therapieanleitung . . .

Was zeichnet eine Stroke-Unit aus?

Der Erfolg dieser Intensiv-Überwachungseinheiten basiert auf dem speziell trainierten interdisziplinären Team, dem konsequenten Überwachen der neurologischen Funktionen und Vitalfunktionen. Dadurch können Komplikationen entweder vermieden oder frühzeitig erkannt und behandelt werden. In diesem Team hat die Logopädie die Aufgabe, die Schluckfähigkeit zu beurteilen. Je nach Möglichkeit des Schluckens wird die Ernährung aufgebaut. Die Logopädie beginnt bereits in der Akutsituation mit der Rehabilitation sprachlicher Funktionen. Physiotherapie und Ergotherapie tragen gemeinsam mit dem Pflegepersonal die Verantwortung einer korrekten Lagerung der oft durch Lähmungen behinderten Menschen und beginnen mit der Rehabilitation wichtiger Funktionen (Sitzen, Stehen, Heben der Arme etc.).

Auch tragen die frühzeitig einsetzende Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie wesentlich zum Erfolg bei. Vor allem lassen sich so die gefürchteten schweren Folgeschäden wie Lähmungen oder Sprachstörungen etc. besser verhindern. Stroke-Units bieten aufgrund ihrer Infrastruktur auch das am besten geeignete Umfeld für eine erfolgreiche Lysetherapie. Diese Spezialeinheiten sind in neurologischen Abteilungen eingerichtet und verfügen normalerweise über vier bis acht Betten.

Hinweis Österreich befindet sich bei der Schlaganfall-Akutversorgung im internationalen Spitzenfeld. Mittlerweile garantieren 39 Stroke-Units eine flächendeckende, optimale Akutbehandlung der Betroffenen.

Welche Voraussetzungen muss eine Stroke-Unit erfüllen?

Eine Stroke-Unit muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen u.a.:

  • Computertomographie, Ultraschall-Untersuchung und Labor müssen rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
  • Bestimmte Untersuchungen wie z.B. Angiographie oder MR-Angiographie müssen jederzeit möglich sein.
  • Eine ausreichende Zahl von Fachpersonal in den Bereichen Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie gewährleistet die Frührehabilitation.
  • Optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten im Bereich der Pflege muss garantiert sein.

Im Durchschnitt bleiben Schlaganfall-Patient/inn/en etwa vier Tage in einer Stroke-Unit. Anschließend kommen sie auf eine neurologische oder interne Station, möglicherweise bereits in eine Rehabilitationseinrichtung.

Krankenhäuser mit Stroke-Unit in Österreich

In Österreich gibt es 36 Krankenhäuser mit Stroke-Units. Da in einem Krankenhaus gleich drei Stroke-Units eingerichtet sind, gibt es insgesamt sogar 39 solcher Spezialabteilungen. In der untenstehenden Tabelle sind alle Krankenhäuser mit Stroke-Units aufgelistet.

Bundesland Krankenanstalt
BurgenlandKrankenhaus Barmherzige Brüder Eisenstadt
  LKH Oberwart 
 Kärnten Klinikum Klagenfurt am Wörthersee 
  Landeskrankenhaus Villach 
 Niederösterreich 

Landesklinikum Amstetten 

  Universitätsklinikum Tulln 
  Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf 
  Universitätsklinikum St. Pölten 
  Landesklinikum Wiener Neustadt 
  Landesklinikum Horn 
 Oberösterreich  Kepler Universitätsklinikum Linz - Med Camous III
  Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz 
  Kepler Universitätsklinikum Linz - Neuromed Campus
  Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried
  Landeskrankenhaus Steyr 
  Salzkammergutklinikum Standort Vöcklabruck 
  Klinikum Wels-Grieskirchen 
Salzburg  Christian-Doppler-Klinik Salzburg 
  Kardinal Schwarzenberg'sches KH Schwarzach/Pongau  
Steiermark Landeskrankenhaus Universitätsklinikum Graz
  Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Bruck/Mur 
  Landeskrankenhaus Feldbach-Fürstenfeld
  Landeskrankenhaus Graz Süd-West, Standort Süd 
  Landeskrankenhaus Judenburg-Knittelfeld 
 Tirol  Landeskrankenhaus Universitätskliniken Innsbruck 
  Bezirkskrankenhaus Lienz 
  Bezirkskrankenhaus Kufstein 
 Wien Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
  Sozialmedizinisches Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital der Stadt Wien
 Krankenhaus Hietzing (eine Stroke Unit) mit neurologischem Zentrum Rosenhügel (zwei Stroke Units)
  Krankenhaus Rudolfsstiftung 
  Wilhelminenspital 
  Krankenhaus Göttlicher Heiland 
  Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien
  Sozialmedizinisches Zentrum Ost - Donauspital Wien
Sozialmediznisches Zentrum Baumgartner Höhe - Otto -Wagner-Spital
Vorarlberg  Landeskrankenhaus Feldkirch  



 

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