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Auge mit mehrfarbiger Iris © Delphotostock

Farbsehstörungen

Bei Farbsehstörungen kommt es – wie die Bezeichnung bereits andeutet – zur Störung des normalen Farbsehens. Dies äußert sich durch verschieden starke Einschränkungen in der Wahrnehmung von einer, mehreren oder allen Farben. Man spricht auch – je nach Ausprägung – von Farbsinnstörungen, Farbschwäche sowie von Farbblindheit. Im Zuge der Diagnosestellung werden unter anderem verschiedene Tests durchgeführt. Die Therapie ist unterschiedlich. Bisher gibt es keine Behandlung der angeborenen Störungen des Farbsehens . . .

Farbsehstörung – was ist das?

Farbsehstörungen zeigen sich durch geringere Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Farben, sodass Betroffene beispielsweise bestimmte Farben bei günstigen Bedingungen wahrnehmen, jedoch unter schlechteren Gegebenheiten nicht (Farbschwäche wie Rot-, Grün-, Blauschwäche). Man unterscheidet generell zwischen Rot-Grün-Schwäche (häufig vor allem bei Männern) und der sehr seltenen Blau-Gelb-Schwäche.

Werden einzelne Farben überhaupt nicht wahrgenommen, spricht man von partieller Farbenblindheit (z.B. Rot-, Grün-, Rot-Grün-Blindheit). Auch zwei Farbempfindungen können fehlen. Häufig betreffen die Störungen den Rot-Grün-Sinn. Bekannt sind daher vor allem die Rot-Grün-Schwäche und die Rot-Grün-Blindheit.

Bei einer totalen Farbenblindheit (Achromatopsie) fällt die Funktion bestimmter Zellen des Auges, die am Farbsehen beteiligt sind (Zapfenzellen), aus. Es können keine Farben wahrgenommen und unterschieden werden. Jedoch können Helligkeitsunterschiede erkannt sowie verschiedene Stufen von „Grau“ wahrgenommen werden. Die totale Farbenblindheit kommt extrem selten vor.

Abhängig von der Ausprägung der Farbsehstörung bzw. davon, ob eine Farbenblindheit vorliegt, bleibt Betroffenen die Ausübung bestimmter Berufe verwehrt, z.B. Straßenbahn-, Busfahrer oder Pilot. Auch bei Arbeiten, bei denen das Farbsehen wesentlich ist, wie etwa in der Modebranche, in Malereibetrieben etc., kommt es zu Schwierigkeiten.

Störungen des Farbsehens können angeboren sein. Verschiedene nicht angeborene Erkrankungen der Netzhautmitte (Makula) oder des Sehnervs verändern die Wahrnehmung der Farben ebenfalls. Durch Medikamente oder Vergiftungen kann das Farbsehen beeinträchtigt sein.

Diagnose einer Farbsehstörung

Zur Diagnosestellung führt die Augenärztin/der Augenarzt ein Anamnese-Gespräch. Verschiedene Tests wie Farbtafeln (Ishihara-Tafeln), Farbproben (Panel-D-15-Test) und spezielle Geräte (Anomaloskop) werden verwendet. Mithilfe des Anomaloskops kann die Augenärztin/der Augenarzt die Ausprägung der Farbsehstörung einordnen.

Therapie einer Farbsehstörung

Bisher gibt es keine Behandlung der angeborenen Störungen des Farbsehens. Behandelt werden können die einer Wahrnehmungsveränderung von Farben zugrunde liegenden Erkrankungen (z.B. Makulaerkrankungen, die als Begleiterscheinung zu einer Veränderung der Wahrnehmung von Farben führen) bzw. eine eventuelle Vergiftung.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind die Augenärztin/der Augenarzt. Sie diagnostizieren eine Farbsehstörung/Farbenblindheit, informieren und setzen therapeutische Maßnahmen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten des Arztbesuches zur Abklärung einer Farbsehstörung/Farbenblindheit werden im Regelfall vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen. Die Kosten der Diagnose und Behandlung einer Vergiftung werden ebenfalls normalerweise übernommen. Die Kostenübernahme der Behandlung von Erkrankungen, die mit einer Wahrnehmungsveränderung von Farben einhergehen, steht in Zusammenhang mit der jeweiligen Erkrankung.

Über die jeweiligen Bestimmungen können Sie sich zudem bei Ihrem Krankenversicherungsträger informieren, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

Weitere Informationen finden Sie unter

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